Kreative Auszeit

Inspiration kann man nicht aufdrehen wie einen Wasserhahn. Deshalb nimmt BiomassMuse eine kreative Auszeit. Alles Gute für alle Bioenergie-Akteure und Leser von BiomassMuse!

Der Fluch der euphorisch begonnenen Bioenergie-Debatte

Politische Debatten erleben wir zum überwiegenden Teil über die Nachrichten, welche uns der bunte Medien-Dschungel anbietet. Auch Markt- und Branchen-Entwicklungen, sowie wissenschaftliche Entdeckungen zur Bioenergie werden uns von der abwechslungsreichen Medienlandschaft aufnahmegerecht serviert. Immerhin gibt es viel zu berichten und die Welt entwickelt sich 24/7 in solch rasendem Tempo weiter, dass man sich manchmal wie auf einer Achterbahn fühlt, die keine Pause kennt. Und dabei sind Fachartikel über ein Thema (z.B. Energiewende, EEG, Energiepflanzen etc.) oder eine Branche (Biokraftstoffe, Biogas, Holzenergie etc.) nur die Spitze eines Nachrichten-Eisbergs, der durch einen riesigen Ozean von ping-pong spielenden Informationen gleitet. Erfreulicherweise kann man

Never change a running system

Dass Reformen zum gesellschaftlichen Erdöl-Entzug, sowie die Bemühungen zum Klimaschutz und der Energiewende auch sehr unbequem sein können, wird vor allem den aktiven Akteuren immer schmerzhafter bewusst. Zwar unterstützt die deutliche Mehrzahl der Deutschen (93 Prozent) das Ziel der Energiewende und den Ausbau der erneuerbaren Energien, unbequem und zäh sind die auf dem Weg liegenden Maßnahmen aber trotzdem. Die niedrig hängenden Früchte sind gepflückt und das Betreten der Leiter für weitere Erfolge ist herausfordernd und erfordert größere persönliche Opfer. Forderungen nach Verzicht und Fasten machen nehmen zu. Aber "das Erste was man bei einer Abmagerungskur verliert, ist die gute Laune",

Totgesagte leben länger: Biosprit avanciert zum Vorbild für Nachhaltigkeit

Biosprit steht nicht nur für den Vertreter der Bioenergie-Gemeinschaft der sich für die Energiewende im Kraftstoffmarkt engagiert, sondern gleichzeitig auch für den am schärfsten kritisierten regenerativen Energieträger überhaupt. In den vergangenen 3 Jahren gingen in den Medien regelmäßige Shitstorm-Salven über den Biosprit-Befürwortern nieder, welche die Branche bis an die Grundsatzfragen ihres eigenen Existenzrechts geführt haben. Die aufgezwungene Katharsis und Beschäftigung mit der eigenen dunklen Seite hat die Biosprit-Branche nachhaltig verändert. Es freut mich, dass ich nach langer Zeit endlich mal wieder über Biosprit als ausgeschriebenes Vorbild berichten kann. Biosprit wird dank der politischen, technischen und rechtlichen Entwicklungen zu einem Vorbild

BioÖkonomie: Im Auge von Wissenschaft und Forschung

Braucht die BioÖkonomie die Wissenschaft? Sehr kritisch und fast schon zynisch betrachtet sind Wissenschaftler der Teil unserer Mitbürger, die in einem elitären Elfenbeinturm fern ab der Realität Gedanken-Schach spielen, uns mit Zukunftsängsten versorgen und mit ihren Instituten und Experimenten jährlich rund 4.5 Mrd. Euro (2011) an Steuergelder (1.3 % des Staatshaushalts) verpulvern. Ich erinnere mich noch gut an die Veröffentlichung der Bioenergie-Studie der Leopoldina im Sommer 2012. Eine Studie, die sich wie eine überhebliche und so gar nicht objektive Abrechnung mit den biogenen Energieträgern liest. Eine einseitige und äußerst medienwirksame Anti-Bioenergie-Kampagne, mit deren Echo (Akzeptanzprobleme) die Branche noch heute zu