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Kaum ein anderer Akteur (ausgenommen der FNR!) ist so aktiv beim sachlichen Aufbereiten und kostenfreien Bereitstellen von Zahlen und Fakten rund um die Entwicklung der Bioenergie in Deutschland, wie die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Dafür kann man als Bioenergie-Enthusiast nur immer wieder ein herzliches Dankeschön in Richtung der Agentur und der unterstützenden Bundesministerien senden! In dieser Woche hat die AEE eine neue Broschüre herausgegeben, die viele Argumentationen und Konflikte rund um Biokraftstoffe & Co betrachtet. Zahlreiche Größen der Branche haben sich an der Erstellung beteiligt und die Darstellung ist gewohnt erstklassig.

Foto: Kind mit Brille liest Buch

Genug des Honigs, hier geht es zur AEE-Mitteilung vom 04.04.2013 und dem Download der 47-Seiten umfassenden Broschüre.

In den Diskussionen zum Thema Energiewende wird häufig übersehen: Rund zwei Drittel des Endenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien in Deutschland stammen aus Biomasse. Sie wird als Bioenergie im Strom- ebenso wie im Wärme- und Kraftstoffmarkt genutzt und sorgte dort im Jahr 2012 mit einer Treibhausgasvermeidung von insgesamt knapp 71 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten für Umwelt- und Klimaschutz. Wegen ihres Flächenbedarfs sieht sich die Bioenergie jedoch zugleich Ansprüchen des Umwelt- und Naturschutzes ausgesetzt. Eine neue, von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) herausgegebene Broschüre mit dem Titel „Den Boden bereiten für die Energiewende“ widmet sich unter anderem diesem Spannungsfeld. Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Politik nehmen in sieben Kapiteln, 20 Aufsätzen und fünf Kurzinterviews Stellung zu den künftigen Aufgaben der Bioenergie.

„Im Spannungsfeld von Anbauentwicklung, gesellschaftlicher Akzeptanz und technischen Innovationen macht die Bioenergie Boden gut.“ – Philipp Vohrer, AEE-Geschäftsführer

Die Nutzung der Bioenergie entwickelt sich stetig weiter. Dies macht die neue Broschüre anhand vieler Beiträge namhafter Autor(inn)en aus Wissenschaft und Praxis deutlich. „Standortangepasste regionale Lösungen, wie sie sich für den Energiepflanzenanbau entwickeln, haben positive Auswirkungen nicht nur für Landwirtschaft und Umweltschutz“, resümiert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der

Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Im Spannungsfeld von Anbauentwicklung, gesellschaftlicher Akzeptanz und technischen Innovationen macht die Bioenergie Boden gut. So wird sich beispielsweise der Stellenwert der Bioenergie zum Ausgleich einer schwankenden Stromerzeugung aus fluktuierenden Quellen wie Wind- und Solarenergie erhöhen“, unterstreicht Vohrer (Anmerkung BiomassMuse: siehe auch Artikel ). ).

In der öffentlichen Diskussion sieht sich die Bioenergie indes Kritik ausgesetzt, die von der Sorge um einen zu starken Maisanbau in der heimischen Kulturlandschaft bis hin zur pauschalen In der öffentlichen Diskussion sieht sich die Bioenergie indes Kritik ausgesetzt, die von der Sorge um einen zu starken Maisanbau in der heimischen Kulturlandschaft bis hin zur pauschalen reicht. Die Broschüre „Den Boden bereiten für die Energiewende“ geht auf zentrale Punkte der Bioenergie-Debatte ein. Es werden Zustandsbeschreibungen aus der Perspektive der Autoren geliefert und Möglichkeiten künftiger Bioenergienutzungen ausgelotet. Wie Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in ihrem Grußwort betont, „müssen wir sicherstellen, dass die künftig benötigte Biomasse langfristig und ökologisch unbedenklich erzeugt und genutzt werden kann“.

Breites Themenspektrum zur Betrachtung der Bioenergie

, dezentralen Lösungen für den Einsatz von Bioenergie, beispielsweise in Traktoren oder auf Hütten in den Alpen, auseinander. Der mögliche Einfluss der Bioenergie auf die Kulturlandschaft wird ebenso erörtert wie das Potenzial der Bioenergie im Ökolandbau. Eigene Kapitel sind auch den Themen „Wald und Feld im Klimawandel“ sowie „Bioenergie und die Energiewende“ gewidmet.Nachhaltigkeitsvorschriften für Biokraftstoffe, dezentralen Lösungen für den Einsatz von Bioenergie, beispielsweise in Traktoren oder auf Hütten in den Alpen, auseinander. Der mögliche Einfluss der Bioenergie auf die Kulturlandschaft wird ebenso erörtert wie das Potenzial der Bioenergie im Ökolandbau. Eigene Kapitel sind auch den Themen „Wald und Feld im Klimawandel“ sowie „Bioenergie und die Energiewende“ gewidmet.

„Bioenergie ist ein wesentliches Element der Energiewende und nach wie vor einer der wichtigsten Energieträger zum Erreichen unserer klimapolitischen Ziele.“ – Dr. Maria Flachsbarth, CDU/CSU-Fraktion

Im Grundsatz breite Unterstützung genießt die Bioenergie bei Abgeordneten der im Bundestag vertretenen Parteien. Das wird in den Kurzinterviews der Broschüre deutlich. Wie die Berichterstatterin der CDU/CSU-Fraktion für Erneuerbare Energien, Dr. Maria Flachsbarth, betont, ist die Energieerzeugung aus Biomasse „ein wesentliches Element der Energiewende und nach wie vor einer der wichtigsten Energieträger zum Erreichen unserer klimapolitischen Ziele“. Für den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bundestag, Ulrich Kelber, ist die Bioenergie „einer der Haupttreiber der Energiewende, gerade im Wärme- und Mobilitätsbereich“. Nach dem Dafürhalten des FDP-Bundestagsabgeordneten Rainer Erdel gilt es für die Bioenergie „einen Ausbaupfad zu verfolgen, der auch unter dem Gesichtspunkt der öffentlichen Akzeptanz und wirtschaftlichen Tragfähigkeit nachhaltig ist“. Für die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Dr. Kirsten Tackmann, bleibt Bioenergie als Teil des regionalen Energiemixes mittelfristig eine unverzichtbare Option der Energiewende. Der energiepolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Josef Fell, betont: „Die Bioenergie hat vor allem als Ergänzung in der Stromerzeugung eine große Bedeutung, wenn der Wind Flaute hat und die Sonne nicht scheint, sowie als Biokraftstoff für lange und schwere Verkehre ist die Bioenergie unverzichtbarer Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung aus 100 Prozent Erneuerbare Energien.“

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Den Boden bereiten für die Energiewende. Mit Bioenergie für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Auf der Internetseite der AEE kann die Broschüre kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.

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