Heizen mit fester Biomasse wie Hackschnitzeln oder Holzpellets

Wir haben einen vergleichsweise warmer Winter in Deutschland, aber auch für die ganz Hartgesottenen unter uns ist der Heizbedarf höher als während der hellen Jahreszeit. Die holzartigen Bioenergieträger bieten im Wärmemarkt eine regenerative Alternative zu den fossilen Klassikern. Dabei verspricht das Heizen mit Hackschnitzeln oder Holzpellets im nicht nur ein besonders kuscheliges Wärmeerlebnis, sondern ist meistens sogar deutlich günstiger als der Einsatz von Heizöl oder Erdgas. Der erste Artikel in der Artikelreihe zur Stärkung der Bioenergie wirbt für den stärkeren Einsatz der erneuerbaren Holzenergie. Lassen sie uns als Verbraucher die Nachfrage nach Bioenergieträgern direkt steigern.

Preise für Hackschnitzel und Holzpellets

Der feste Bioenergieträger Holz ist der aktuell einzige Bioenergieträger der es unter ökonomischen Gesichtspunkten mit den fossilen Energieträgern aufnehmen kann. Dabei schaffen es Hackschnitzel, Holzpellets oder Scheitholz sogar die Preise für Heizöl und Erdgas deutlich zu unterbieten. Zusätzlich steigt der Heizöl- und Erdgaspreis aktuell um etwa 5 Prozent pro Jahr, während die Preise für Holzpellets nur um 3 Prozent steigen. Die Preisdifferenz wird sich mittelfristig also wahrscheinlich noch positiver entwickeln.

Die Grafik zu Beginn des Artikels stammt vom C.A.R.M.E.N. e.V. und veranschaulicht eindrucksvoll den Preisvorteil, den das Heizen mit holzartigen Festbrennstoffen aktuell bietet.

In einem früheren Artikel habe ich Holzpellets und Hackschnitzel als regenerative Energieträger direkt verglichen und einige Vor- und Nachteile beider Energieträger aufgelistet.

Mit Hackschnitzeln oder Pellets die Betriebskosten senken und zum Klimaschutz beitragen

In Kombination mit einer guten Wärmeisolierung ist das Heizen mit Pellets und Hackschnitzeln vor allem für Einfamilienhäuser eine interessante Möglichkeit um die Energiekosten zu senken und aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Erneuerbare Wärme wird oft als schlafender Riese bezeichnet, weil sie im Vergleich mit dem erneuerbaren Strommarkt bisher eine viel kleinere Rolle spielt. So werden aktuell nur etwa 10 Prozent des Wärme- und Kältebedarfs in Deutschland aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Der Großteil des Wärmeverbrauchs wird also weiterhin mit Kohle, Heizöl und Erdgas gesichert.

Die Briten machen es vor und fördern die erneuerbare Wärme seit Ende 2011 intensiver als es in Deutschland mit dem aktuellen EEWärmeG möglich ist. Vor allem für die Bioenergie ist der Wärmemarkt eine große Entwicklungschance.

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Bild zum Artikel Heizen mit Hackschnitzel und Pellets

Holzenergie: Kosten sparen, Klimaschutz unterstützen und gemütliche Wärme genießen

Was kann ich tun, um meinen Bioenergie-Anteil beim Heizen zu erhöhen?

Eine gute Frage, die nach pragmatischen Vorschlägen verlangt. Hier einige Anregungen:

1. Informieren Sie sich über Anbieter und Preise für Hackschnitzel oder Holzpellets in ihrer Region.

Das Internetportal Pelletshome informiert über die Pelletsbranche in den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier finden sie umfassende Angaben zu aktuellen Preisentwicklungen und Anbietern von Pellets und Pelletsheizungen. Ein übersichtliches und gut gepflegtes Portal, dass ich gerne weiterempfehle.

2. Wenn sie in einem Eigenheim wohnen, dann können sie sich über die Möglichkeiten zur Installation eines Kamins oder Pellet-Ofens informieren.

Hier finden sie den Link zur Internetseite von Brennholz Deutschland, auf der sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten zum Heizen mit Holz informieren können. Außerdem bietet die Seite eine umfassende Datenbank mit Lieferanten für Pellets, Holzbriketts oder Hackschnitzeln.

3. Fragen sie bei ihrem Wärmeanbieter nach, ob er Ökotarife anbietet die auf dem  Einsatz von erneuerbaren Energien basieren.

Abschließend noch ein Kurzfilm des Deutschen Pelletinstituts (DEPI), der einen anschaulichen Einblick in das europäische Qualitätssiegel für Pellets „ENplus“ bietet.

Helfen sie mit, dass wir auch im Wärmebereich den Anteil der Erneuerbaren Energien deutlich anheben.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

About the Author:

Ron "BiomassMuse" Kirchner ist Umweltingenieur, Fachjournalist und WebDesigner. Eine für BiomassMuse nützliche Mischung, da diese einen unabhängigen Schreibstil unterstützt. Aus der Hauptstadt schreibt er über den Einsatz der gasförmigen, flüssigen und festen Bioenergie im Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarkt. Außerdem engagiert er sich gemeinsam mit anderen Energiebloggern für das Gelingen einer bürgernahen und ganzheitlichen Energiewende.

3 Comments

  1. RonKir 25. Januar 2012 at 13:42

    Hallo Herr Plagmann, wenn Sie möchten, können Sie das Konzept und die Sida gerne in einem Gastartikel vorstellen.

    Die Nutzung der Holzenergie kann schon heute eine vernünftige Alternative sein, um die Heizkosten zu senken und zur Energiewende beizutragen. Wenn die Sida als Energiepflanze noch weitere Potentiale herauskitzelt, dann ist das für Leser die ihre aktuellen Energieträger überdenken bestimmt interessant. Bei der Betrachtung über 20 Jahren haben wir außerdem einen Zeitraum, der bei dezentralen Bioenergie-Projekten in Deutschland mittlerweile der Standard ist.

  2. andreas plagmann 25. Januar 2012 at 06:50

    Hallo Herr Kirchner,
    da ich mich auf die Energiepflanze Sida konzentriert habe, lese ich mit
    Begeisterung Ihre Artikel.
    Jetzt suche ich noch Mitstreiter, da ich eine Idee verwirklichen will,
    die bis Dato noch nicht auf dem Grünen Energiemarkt zu finden ist .
    Vom Anpflanzen bis zum Verheizen mit Teilverstromung in einer
    Pelletheizanlage zu einem einmaligen Preis für 20 Jahre.Haben Sie
    Interesse so kann ich Ihnen dies Konzept erklären .Hier noch eien
    nützliche Adresse http://www.oegut.at/de/themen/energie/vollkostenvergleich-heizsysteme-efh.php

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