Klimafreundlich Heizen mit Biomasse

Vielen Dank für den Artikel zu regenerativer Wärme durch Bioenergie von Thomas Handrich von Alternative Haustechnik.

Während der Energiebedarf weiter steigt, werden fossile Energiequellen wie Kohle, Erdgas und Erdöl immer knapper. Zudem gelten fossile Brennstoffe als Mitverursacher der globalen Erwärmung.

Um auch in Zukunft eine bezahlbare Energieversorgung gewährleisten zu können, müssen wir von fossiler Energie Abstand nehmen und stattdessen auf regenerative Energie wie Sonnen- und Windenergie, Wasserkraft oder Biomasse setzen. Wer heute umdenkt, kann in Zukunft nicht nur Geld sparen, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Hackschnitzel zum Heizen

Biomasse-Heiztechnik auf dem Vormarsch

In den letzten Jahren ist der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtwärmeverbrauch in Deutschland kontinuierlich gestiegen, wie eine Statistik des Bundesverbands Erneuerbare Energien e.V. offenlegt. Auch die Zukunftsprognose der Branche fällt positiv aus: Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch 25,1 Prozent betragen.

Ein wesentlicher Marktanteil kommt dabei der Biomasse-Heiztechnik zu, die eine günstige und klimafreundliche Art der Wärmegewinnung darstellt. Wer mit regenerativen Brennstoffen heizen möchte, findet bei spezialisierten Vertreibern von Heiztechnik auf Basis erneuerbarer Energien ein umfangreiches Sortiment an Biomasse-Heizungen für den Privathaushalt.

Im energietechnischen Sinn umfasst der Begriff Biomasse sowohl tierische als auch pflanzliche Erzeugnisse, die der Gewinnung von Heiz- und elektrischer Energie  sowie als Kraftstoff dienen.

Zur Befeuerung von Biomasse-Heizungen werden in der Regel leicht dosierbare Pellets, Hackschnitzel bzw. Presskuchen aus komprimierten Pflanzen, Holz oder biologischen Reststoffen verwendet. Der Vorteil dieser Brennstoffe liegt zum einen in ihrer unbegrenzten Verfügbarkeit, zum anderen in der CO²-neutralen Energieerzeugung, da bei ihrer Verbrennung immer nur so viel CO² freigesetzt wird, wie zuvor organisch aufgenommen wurde.

Die Anschaffung einer Biomasse-Heizung ist zwar mit einer Initialinvestition verbunden, sorgt aber langfristig für deutliche Kosteneinsparungen. Regenerative Brennstoffe kosten wesentlich weniger als zum Beispiel Gas oder Öl, die aufgrund ihrer zunehmenden Knappheit in Zukunft sogar noch teurer werden. Hinzu kommt, dass der Staat die Installation von Biomasseanlagen finanziell bezuschusst, um den Umstieg auf erneuerbare Energien auch in den Privathaushalten zu fördern. Im Internet kann man sich über die staatliche Förderung von Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse informieren.

Holzpellets für erneuerbare Wärme

Vorteile von Biomasse-Heizungen

Eine Biomasse-Heizung ist leicht zu handhaben. Bei fachgerechter Installation funktioniert die Anlage vollautomatisch und ist zudem sehr wartungsfreundlich. Pelletsheizungen haben eine besonders lange Betriebszeit und die Brenndauer einer Füllung kann je nach Modell und Wärmebedarf bis zu 100 Stunden betragen. Außerdem ermöglicht die moderne Biomasse-Heiztechnik durch die elektronische Überwachung des Verbrennungsvorganges eine effiziente Brennstoffnutzung. Auf diese Wiese können Energieverluste vermieden und unnötige Kosten gespart werden.

Und da es sich bei der mineralisierten Asche, die durch das Verbrennen von Biomasse entsteht, ebenfalls um ein natürliches Produkt handelt, kann man sie auch hervorragend als Dünger für die Pflanzen im Garten einsetzen. So wird der ökologische Kreislauf wieder geschlossen und man spart sich außerdem die Entsorgung.

2 Kommentare zu „Klimafreundlich Heizen mit Biomasse“

  1. Und das kommt dabei aus dem Schornstein:
    Idealerweise entstehen bei der Verbrennung von Holzpellets nur Kohlendioxid, Asche und Wasser. Dieses Kohlendioxid trägt nicht zur Erderwärmung bei, falls nur so viel Holz verbrannt wird, wie nachwächst – denn dann binden nachwachsende Bäume und Sträucher das bei der Verbrennung entstandene Kohlendioxid. In der Praxis enthält Holz immer geringe Mengen Stickstoff-, Schwefel- und Chlorverbindungen. Dadurch entstehen bei der Verbrennung schädliche Stickstoff- und Schwefeloxide sowie Salzsäure. Zudem gelangt Staub in die Luft, zu über 90 Prozent als Feinstaub . Diese sehr feinen, mit dem Auge nicht sichtbaren Partikel, können beim Einatmen bis in die Lunge eindringen und so die Gesundheit beeinträchtigen. Bronchitis, die Zunahme asthmatischer Anfälle oder Belastungen für das Herz-Kreislauf-System können die Folge sein. Feinstaub steht außerdem im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Bei einer unvollständigen Verbrennung kann ferner giftiges Kohlenmonoxid und das klimaschädliche Methangas entstehen. Methangas trägt 21-mal stärker zur Erderwärmung bei als die gleiche Menge Kohlendioxid. Weitere Produkte einer unvollständigen Verbrennung sind organische Verbindungen, darunter auch Krebs erzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK ) in Asche und Abluft sowie unangenehm riechende Verbindungen. Falls nicht erlaubte Brennstoffe eingesetzt werden – etwa mit Holzschutzmitteln oder Lack behandeltes Holz – können sogar hochgiftige Dioxine und Furane, gemeinhin als Seveso-Gifte bekannt, entstehen.

  2. Hallo Bernd, Sie sind wirklich ein großer Freund der Holzenergie oder der Verbrennungstechnologie allgemein :D Trotzdem vielen dank für die ausführliche Darlegung der Schattenseiten der Wärmegewinnung durch die Verbrennung von nachwachsender Biomasse.

    Ich kann Ihnen auch gar nicht wirklich widersprechen. Um die Schwächen der Nutzung der Holzenergie so gering wie möglich zu halten, sollte also a.) immer eine vollständige Verbrennung vom Holz angestrebt werden b.) der Rauch über einen Kamin abgeleitet werden c.) kein Sondermüll des 20. Jahrhunderts verbrannt werden (Dioxine, Furane). Im günstigsten Fall kommt sogar ein Holzvergaser zum Einsatz (Hydrothermale Karbonisierung, Pyrolyse, Hydrolyse), um die Wärmeenergie von Holz auf den neuesten Stand zu bringen. Allerdings ist diese Technologie noch nicht sehr sozialverträglich (kostenintensiv). Auch der Rückgriff auf andere erneuerbare Energien (Solarthermie, Geothermie) kann helfen. Um auch deren Schwächen zu umgehen, haben wir hoffentlich in spätestens 200 Jahren die kalte Fusion integriert oder die Energie der Ionosphäre angezapft. Dann können wir (ohne ein schlechtes Gewissen?) mit Strom heizen.

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