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Bei der Thermalen Depolymerization (TDP) handelt es sich um eine Verfahrenstechnik, deren Ziel das Aufcracken komplexer organischer Substanzen mit anschließender Nutzung der entstehenden Teile zur Energiegewinnung ist. Durch die Verwendung von Abfällen (bis hin zu Gummireifen und Plastikflaschen) funktioniert das Verfahren als innovatives Bindeglied zwischen Abfallentsorgung und Energiegewinnung und erhöht den Grad der Kreislaufwirtschaft.

Mit den folgenden in Deutschland verbreiteten und aktuell stark geförderten Techniken ergibt sich ein Verfahrens-Trio mit ähnlicher Zielstellung:

  1. Thermale Depolymerization
  2. „Pyrolyse“ und Biomassevergasung
  3. Hydrothermale Karbonisierung

In diesem Artikel wird die Herstellung von Biokohle, bzw. Terra Preta und deren Besonderheit beschrieben.

Die inhaltliche Übereinkunft veranschaulicht schön, wie sich ein verfahrenstechnisches Grundprinzip in verschiedenen Regionen der Erde parallel entwickelt und weiterentwickelt hat. Die Verfahren mit ähnlichen Ansätze unterscheiden sich vor allem in der speziellen Einstellung des Drucks, der Temperatur, den entstehenden Produkten, der Breite und dem Wassergehalt der verwendeten Inputstoffe.

Auf die spannende und in den USA erfolgreiche Verfahrenstechnik aufmerksam geworden bin ich durch einen anschaulichen Film im Internet, der die Pilotanlage in Philadelphia vorstellt. Die Präsentation lässt die Anlagenbetreiber zu Wort kommen und wird durch gut gemachte Animationen ergänzt.

Da ich über die Pyrolyse und die hydrothermale Karbonisierung schon öfter berichtet habe und mich das vermutete theoretische Potential der TDP in den USA beeindruckt hat, möchte ich diesen Film empfehlen. In dem knapp 7-minütigen Imagefilm werden einige Stufen der Verfahrenstechnik kurz und verständlich vorgestellt. „Trash into Treasure“ – unter diesem Slogan wird das patentierte Verfahren beworben. Was ist eure Meinung zum Verfahren?