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TraktorEine Pressemitteilung des BDOel vom 23.08.2012.

„Der Einsatz von Kraftstoffen aus reinen Pflanzenölen in der Landwirtschaft bedient Teller und Tank und schafft somit Ernährungssicherheit für Mensch und Tier“, sagt Thomas Kaiser, Vize-Präsident des Bundesverbandes Dezentraler Ölmühlen und Pflanzenöltechnik e.V. (BdOel). Der Verzicht auf fossile Energieträger erfordert langfristig angelegte Versorgungskonzepte für den Energie- wie auch für den Agrarmarkt. Gerade die Landwirte, die auf ihren Äckern Lebens- und Futtermittel erwirtschaften, sollten von der Preis- und Knappheitsspirale des Mineralöls entkoppelt werden und ihren eigenen Kraftstoff einsetzen können.

Thomas Kaiser spricht sich dafür aus, die anhaltende Debatte um Biokraftstoffe aus einer anderen Richtung zu denken. „Aus der Ölsaat ernten wir zwei Drittel als hochqualitativen, eiweißreichen Futterkuchen. Ein Drittel bleibt als Öl übrig, das als Futter- oder Speiseöl sowie als Kraftstoff eingesetzt werden kann“. Wird die Tierfutterproduktion in die Rechnung einbezogen, bräuchte die deutsche Land- und Forstwirtschaft rund drei Prozent der deutschen Ackerfläche, um ihren eigenen Kraftstoffbedarf abzudecken – ohne Flächenkonkurrenz zum Anbau von Lebensmitteln. Durch nachhaltige Anbaumethoden für heimische Ölsaaten können zudem Kosten gesenkt und die Biodiversität erhöht werden.

„Wir brauchen reine Pflanzenöle als einen wichtigen Beitrag zum Erneuerbare-Energien-Mix. Vor allem in der Landwirtschaft sehen wir ein großes, bislang ungenutztes Potential dafür.“ Die autarke Kraftstoffversorgung garantiert aber nicht nur eine krisensichere und zuverlässige Lebens- und Futtermittelproduktion. Mit einer Verarbeitungsstruktur in dezentralen Ölmühlen stärkt sie gerade im ländlichen Raum den Mittelstand und behält die Wertschöpfung in der Region. Die kurzen Transportwege und die ohnehin sehr gute Emissionsbilanz von Kraftstoffen aus reinen Pflanzenölen sparen zusätzlich signifikant Treibhausgase (THG) ein und schützen so das Klima.

Die moderne Traktorengeneration kommt mit den reinen Pflanzenölen bestens zurecht. Das wurde nicht zuletzt in dem groß angelegten EU-Forschungsprojekt „Demonstration of 2nd Generation Vegetable Oil Fuels in Advanced Engines“ (2ndVegOil) bewiesen. John Deere verfügt damit über ein serienreifes Konzept und forscht darüber hinaus bereits an der Einhaltung von künftigen, noch strengeren Abgasvorschriften beim Betrieb mit reinen Pflanzenölkraftstoffen.

Der Bundesverband Dezentraler Ölmühlen und Pflanzenöltechnik e.V. (BDOel) bündelt seit der Fusion am 1. Januar 2012 die Interessen von Bundesverband Dezentraler Ölmühlen e.V. (BDOel) und Bundesverband Pflanzenöle e.V. (BVP). Bereits seit Jahren arbeiten sie gemeinsam an der Wiederbelebung und am Ausbau der Pflanzenölbranche. Die Verknüpfung des Produktions- und Vermarktungsbereichs mit dem der technologischen Entwicklung und Umsetzung eröffnet große Handlungsspielräume, um mit Politik, Wissenschaft und Industrie an innovativen Lösungen zu arbeiten. Die regionale und dezentrale Ausrichtung des Verbandes trägt der multifunktionellen und ressourcenschonenden Verwendung heimischer Ölpflanzen als Kraftstoff, Speiseöl oder auch als Schmier- und Verfahrensstoff in vollem Umfang Rechnung.

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Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Thomas Kaiser (Vize-Präsident)
Bundesverband Dezentraler Ölmühlen und Pflanzenöltechnik e. V. (BDOel)
Geschäftsstelle Hofgut Harschberg / 66606 St. Wendel
Tel.: 0171-7480365 / E-Mail: t.kaiser@bdoel.de

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