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Auf politischer Ebene hat man sich in Nordrhein-Westphalen dazu entschieden die Nutzung der Bioenergie bis 2020 zu verdoppeln und konkrete Ziele in einem Biomasse-Aktionsplan formuliert. Das führt zu einer Erhöhung der Bioenergie-Produktion von aktuell 9 Mrd. kWh auf 18 Mrd. KWh im Jahr 2020. Auf den Bedarf umgerechnet bedeutet das eine Deckung von 20% des benötigten Strom- und 10% des Wärmebedarfs aller Privathaushalte. Dabei soll ein Weg eingeschlagen werden, der die Chancen einer effektiven Kreislaufwirtschaft noch stärker nutzt. Es sollen Nutzungsketten gefördert werden, bei denen beispielsweise der Rohstoff Holz zuerst stofflich genutzt wird (Möbel), um anschließend in einer weiteren stofflichen Zwischennutzung (Spanplatten) Verwendung zu finden und erst im Anschluss eine energetische Nutzung (Biomassekraftwerke) vollzogen wird.

So soll die Bioenergie zu einem großen Anteil aus organischen Rest- und Abfallstoffen gewonnen werden und somit Nutzungskonkurrenzen mit anderen Biomasse-Branchen minimieren. Außerdem soll der Wirkungsgrad für Enegie aus Biomasse durch Forschung und neue Techologien gezielt verbessert werden. Das Verwenden von Reststoffen und die Erhöhung der verfahrenstechnischen Wirkungsgrade stehen für 60% des angestrebten Ausbaupotentials der Bioenergie.

Zur Abrundung des Vorgangs soll eine konstante Versorgung mit Informationen und Vermittlung zwischen Produzenten und Verbrauchern durch die Energieagentur NRW die Reibungsverluste minimieren und sozusagen als Schmieröl beim Erreichen der ehrgeizigen Ziele wirken.