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Nachwachsende Biomasse wird energetisch immer besser genutzt und durch gezielte Gesetze (EEG) wird die Marktreife für Technologien im regenerativen Energiesektor solide unterstützt. Dadurch entstehen technologische Innovationen, Arbeitsplätze und die Auswirkungen des Klimawandels können gebremst werden. Die stoffliche Nutzung von Biomasse ist dabei etwas in den Hintergrund getreten. Und das obwohl die stoffliche Erzeugung und Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aktuell 53.000 direkte Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Dazu kommen 1.2 Millionen Jobs im Bereich der Forstwirtschaft und Holzindustrie.

Die stoffliche Nutzung der Biomasse ermöglicht in der Regel eine sehr effektive Verwendung des Ausgangsmaterials, da beispielsweise die Bestandteile einer Pflanze in verschiedene Produktketten genutzt werden können. Dadurch erhöht sich nicht nur der direkte Materialnutzen, sondern es verringern sich auch die Stoffströme für die Abfallwirtschaft. Bestandteile für die noch keine Nutzungsart existiert oder die geringen Abfallmengen, können bei entsprechender Infrastruktur leicht energetisch genutzt werden. Eine solche Kreislaufwirtschaft führt zu einer weiteren Verbesserung der Produktionskosten.

Auf Grund des in der Presse sehr präsenten Klimawandels ist die Energiewende hin zu regenerativen Energien und somit auch der Bioenergie vielen Bürgern ein Begriff. Die Rohstoffwende, welche durch eine Zunahme der Weltbevölkerung und eine wahrscheinlich bald wieder steigende Weltwirtschaft bevorsteht, ist dadurch aus dem öffentlich Bewusstsein weitgehend verschwunden.Deshalb hat trotz dem Endspurt des Bundestagswahlkampfs die Bundesregierung am 8. September den Biomasseaktionsplan zur stofflichen Nutzung vorgestellt. Dieser soll den im April vorgestellten Aktionsplan zur energetischen Nutzung ergänzen. Der Aktionsplan zur stofflichen Nutzung beinhaltet 12 Handlungsfelder in denen sich die Bundesregierung besonders engagieren möchte. Es bleibt abzuwarten, ob und wie schnell weitere Maßnahmen nach dem Inkrafttreten der neuen Bundesregierung eingeleitet werden.

Einen Link zum „Aktionsplan zur stofflichen Nutzung von Biomasse“ gibt es hier.