Nov 22 2009

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RonKir

1×1 der Vergütungsstruktur des EEG für Bioenergie

Im Bereich von Versorgungsstrukturen (z.B. Energie- und Wasserwirtschaft) sind nicht innovative  Technologien, sondern hauptsächlich  Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingung als entscheidendes Kriterium für größere Entwicklungen zu nennen. Als erfolgreiches und mächtiges (aber auch kritisiertes) Gesetz hat sich in diesem Zusammenhang das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gezeigt.

Wer die Gesetze kennt, kann sich freier bewegen. Vielleicht etwas pathetisch formuliert, aber der Kern der Aussage stimmt. Die Vergütungssätze und ihre optimale Ausschöpfung entscheiden beim Anlagenbetreiber außerdem über wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg. Deshalb möchte ich heute ein Destillat des EEG Vergütungssystems für Bioenergie vorstellen.

Welche Paragraphen des EEG sind besonders wichtig für Bioenergie?

Das EEG (Novelle 2009) besteht aus 66 Paragraphen. Die wesentlichen Dinge über die Vergütungsstruktur für bioenergetische Anlagen ist in den Paragraphen §§ 24-27 und in der Anlage 1-4 (Gesetzestext) zu finden.

Vergütungssätze des EEG

Hier habe ich eine Grafik zusammengestellt, welche die verschiedenen Bestandteile der Einspeisezusammensetzung darstellt. Bei Vergütungspunkt 2 (Inputstoffe) gibt es viele Klauseln und Bedingungen (Positivliste, Negativliste), die im konkreten Fall nachgeschlagen werden müssen und auf Grund des Ziel einer kompakten Darstellung nur vereinfacht dargestellt werden.

Einspeisevergütung Biogas

Im Durchschnitt (Mittlere Anlage, mittlere Ausschöpfung der Vergütung) kann eine Biogasanlage ca. mit 15cent/ kWh gefördert werden. Eine weitere Förderung von 2 cent/ kWh gibt es für eine integrierte Anlage zur Aufbereitung des Biogases auf Erdgasqualität. Weitere Informationen dazu, wie entscheidend der Einfluss der Vergütungsstruktur für die Wirtschaftlichkeit einer Anlage ist, gibt es hier.

Zeitliche Entwicklung der Einspeisevergütung

Das Gesetz und seine gesicherte Einspeisung gilt von 2005 bis 2020. Dabei ist die Höhe der Einspeisung jedoch flexibel und durch die jeweilige Regierung beeinflussbar. Aktuell gelten für die Bioenergie die vorgeschriebenen Sätze mit einer jährlichen Reduktion um 1%.

EEG Vergütungsstrukur Reduktion

Die Einspeisevergütung wird dabei für den Anlagenbetreiber für 20 Jahre fest gewährleistet vom ersten Tag der Inbetriebnahme des Generators.

Gesetzliche Änderungsmöglichkeiten der Vergütungsstruktur des EEG

Drei Bundesministerien (BMU, BMELV und BMWi) dürfen über Rechtsverordnungen alle paar Jahre  durch Vorschriften auf die Vergütungsstruktur einwirken und Anpassungen bezüglich vergüteten Inputstoffen und Technologien vornehmen. Vorgeschlagen ist ein Intervall von 4 Jahren, um den Anlagenbetreibern eine gewisse Planungssicherheit zu ermöglichen.

Weitere interessante Gesetzestexte zum Thema Bioenergie

  1. BioAbfallverordnung
  2. Biokraftstoffquotengesetz
  3. Biomassestrom Nachhaltigkeitsverordnung
  4. BiomasseVerordnung
  5. Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) – Novelle 2009
  6. Energiewirtschaftsgesetz
  7. Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK)
  8. Kreislaufwirtschafts Abfallgesetz

Für viele der relevanten Gesetzestexte gibt es praktische Zusammenfassungen bei der FNR.

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  1. 16 Parameter seine Biogasanlage zu optimieren
  2. 5 Ansätze zur Erhöhung der Biomethaneinspeisung
  3. Hemmnisse und Lösungswege bei der Integration von Biomethan

5 Kommentare

5 Kommentare to “1×1 der Vergütungsstruktur des EEG für Bioenergie”

  1. [...] konkreteren Artikel zum Thema EEG und Bioenergie gibt es hier. Ansonsten kann ich das Spin Off des Bundesministeriums für Justiz Gesetze-im-Internet sehr [...]

  2. [...] So kann das gewonnene Biogas entweder direkt vor Ort in einem BHKW verstromt und die EEG Vergütung (LINK) bezogen werden oder das Gas kann aufbereitet und anschließend ins Erdgasnetz eingespeist [...]

  3. [...] Strom- und Wärmeenergie und der Gärrest als Einnahmequellen in Betracht. In Bezug auf die Förderungen durch das EEG gibt es bei den Abfall-Anlagen jedoch einige Verluste zu kompensieren. So ist der Bonus pro [...]

  4. [...] Strom- und Wärmeenergie und der Gärrest als Einnahmequellen in Betracht. In Bezug auf die Förderungen durch das EEG gibt es bei den Abfall-Anlagen jedoch einige Verluste zu kompensieren. So ist der Bonus pro [...]

  5. [...] Einspeisevergütung/ pro [...]

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