Biogastechnologie deutscher Unternehmen als Exportschlager

Nachdem die Biogastechnologie in Deutschland in kurzer Zeit eine sehr erfolgreiche Verbreitung gefunden hat, ist sie nun dabei, größere Sprünge ins Ausland zu wagen. Damit folgt die Biogasbranche in ersten Schritten zuvor schon erfolgreichen Exporten von Wind- und Sonnenenergie nach. Die Zielländer sind bisher weitgehend auf Europa beschränkt, es gibt aber auch schon Pilotprojekte beispielsweise auf dem afrikanischen Kontinent. So ist die Envitec Biogas AG dabei eine 1-MW-Anlage bei Verona in Italien zu realisieren. Die MT-Energie GmbH erhielt einen Auftrag für zwei 2-MW-Anlagen in Lettland. Und die Weltec Biopower GmbH verkauft Anlagen-Know-how nach Finnland und baut eine 600-kW Anlage im Südosten (Niittylahti) des Landes. Das sind zwar noch keine Großaufträge à la Güstrow (Deutschland), aber wenn die Unternehmen bei den Projekten im Ausland erfolgreich sind, kann das zu einer Welle von Aufträgen europäischer Länder führen.

Dabei sind nicht nur die Technologien der deutschen Unternehmen für den Export beliebt, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen des EEG haben europaweit einen guten Ruf. Das EEG und die enthaltenen Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien haben zur schnellen Verbreitung von Technologien in diesem Bereich geführt und waren gegenüber anderen Ansätzen wie Quotenmodellen (Zertifikatehandel) erfolgreicher. Viele Länder in Europa und einige weltweit übernehmen nun die Ansätze des EEG.

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Ron "BiomassMuse" Kirchner ist Umweltingenieur, Fachjournalist und WebDesigner. Eine für BiomassMuse nützliche Mischung, da diese einen unabhängigen Schreibstil unterstützt. Aus der Hauptstadt schreibt er über den Einsatz der gasförmigen, flüssigen und festen Bioenergie im Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarkt. Außerdem engagiert er sich gemeinsam mit anderen Energiebloggern für das Gelingen einer bürgernahen und ganzheitlichen Energiewende.

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