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Das Abschlusspapier des Klimagipfels (Copenhagen Accord) hat leider keine konkreten Maßnahmen hervorgebracht, wurde nicht unterzeichnet und lediglich von den Staaten zur „Kenntnis genommen“.

Ein äußerst enttäuschendes Ergebnis für eine Veranstaltung an die so viele Hoffnungen geknüpft waren. Immerhin hat es das erste Mal funktioniert, dass sich anlässlich des Klimawandels wirklich alle großen CO2-Emittenten und vom Klimawandel betroffene Staaten zusammengesetzt haben und die Notwendigkeit von Maßnahmen offen anerkannt haben. Das war vor 2 Jahren noch nicht so. So paradox es klingt, aber vielleicht ist es bei nun folgenden Treffen „abseits“ der Weltöffentlichkeit sogar leichter sich auf konkrete Maßnahmen zu einigen, wo keinem droht sein Gesicht zu verlieren.

Einige Biogasanlagenbauer und Unternehmen im Biogassektor haben parallel zum Klimagipfel ihre Geschäfte gut voranbringen können. Vor allem im internationalen Geschäft konnten neue Aufträge gewonnen, bzw. realisiert werden.

Erweiterung der Auftragslage

  • Envitec profitiert von einer Gesetzesänderung (höhere Einspeisevergütung für Bioenergie) und einem geplanten Ausbau der regenerativen Energien in Italien. 2 Anlagen mit einer Leistung von jeweils 1 MW sind nahe Bologna fertig gestellt worden.  Baubeginn von 6 weiteren Anlagen ist für den Anfang nächsten Jahres geplant.
  • MT-Energie hat 2 Anlagen in England fertig gestellt. Die Anlagen haben ebenfalls eine Leistung von 1 MWel und sollen im 2.Quartal 2010 in Betrieb gehen.  Die Anlagen in Bognor-Regis und in der Nähe von Oxford werden mit Abfällen aus Gemüse und der Maisproduktion, sowie mit GPS befüllt.
  • 2G-Bioenergietechnik verschlägt es über den Atlantik. Das Unternehmen, das vor kurzem mit seinem auf der Agritechnika vorgestellten neuen BHKW („agenitor„) für Aufsehen in der Branche gesorgt hatte, weitet seinen Vertrieb auf die USA aus. In Zusammenarbeit mit dem US-Partner CENERGY sollen die Blockheizkraftwerke auch in Übersee verkauft werden.
  • Das Unternehmen MWM, mit der Spezialisierung auf den Gas- und Dieselmotorenbau, wird seinen Kundenstamm ebenfalls in dieser geographischen Richtung erweitern. Über eine Tochtergesellschaft sollen die Motoren, welche auch zur Verstromung von Gas aus Abfällen und Gülle geeignet sind, in Kanada verkauft werden.

Die Biogastechnologien „made in Germany“ sind international weiterhin sehr erfolgreich und ergänzen die Aufträge in Deutschland.