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Mit einem Tankvolumen (Batterie) von 23 kWh und ca. 140 km non-stop Reichweite sind die neuen Modelle des Automobilbauers durchaus interessant und für eine Großstadt oder Pendlerstrecken innerhalb eines Bundeslands bequem zu verwenden.

Zugegebenermaßen ist diese Headline etwas reißerisch und natürlich auch nur bei entsprechender Interpretation wahr. Aber was verbirgt sich dahinter? Ford hat gestern bekannt gegeben, dass bis zum Jahr 2020 die Produktion an Plug-In-, Hybrid- und batteriebetriebenen Fahrzeugen auf 800.000 bis 2 Millionen Stück erhöht werden soll. Nach ausführlichen Entwicklungsphasen werden die Elektroautos von Ford den eigenen Maßstäben in Sachen Sicherheit, Haltbarkeit und Kosten nun gerecht und es wird mit einer Serienreife gerechnet, die schon jetzt mit den klassischen Verbrennungsfahrzeugen mithalten kann.

Deutsche Autobauer dürften bei solchen Nachrichten etwas neidisch werden, da bei Versuchen alternative Mobilitäts-Technologien am Markt zu plazieren, die deutsche Politik bisher wenig Rückhalt geboten hat und die Kosten für Biosprit aktuell nicht wirtschaftlich zu integrieren sind. Ob diese plötzlichen politischen Blockaden (Diesel) ökologisch gerechtfertigt waren (Rapsanbau) oder hauptsächlich auf den Druck der Automobilindustrie selbst zurückzuführen ist, werden wahrscheinlich erst die kommenden Jahre Forschung zeigen. Die im September eingeführte Nachhaltigkeitsverordnung für Biokraftstoffe war zumindest ein politisch wichtiger Schritt. Auf der IAA in Frankfurt ist außerdem die Elektromobilität wieder ein heiß diskutiertes Thema gewesen.

Laut zentralem Fahrzeugregister des KBA sind in Deutschland aktuell übrigens 54 Millionen Fahrzeuge zugelassen, weshalb der ambitionierte Vorstoß des Autobauers Ford, selbst bei dem günstigsten Szenario von 2 Millionen Fahrzeugen (immerhin ca. 500 Fahrzeuge/ Tag), „nur“ 4% des Deutschen Autoparks ersetzen könnte.