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Methan ist ein Gas, um das sich in der Öffentlichkeit aktuell (und wahrscheinlich noch eine ganze Weile) viele Sorgen und Hoffnungen ranken. So sind seine Auswirkung in der Atmosphäre ca. 27 Mal so treibhausintensiv wie die des Kohlenstoffdioxids.

Beide Gase sind die wesentlichen Substanzen, die durch ihre Präsenz in der Atmosphäre den Klimawandel beschleunigen. Die helle Seite des Methans sind der hohe Energiegehalt der bei der Verbrennung frei wird. Methan ist der energetisch bedeutende Bestandteil des Erd- und Biogases.

Es gibt verschiedene Quellen für Methan, wobei diese in genutzte und neue entdeckte, ungenutzte Quellen unterschieden werden können. Erdgas ist nach Erdöl und Steinkohle der wichtigste fossile Energieträger und es wird seit 30 Jahren mit einer konstant steigenden Menge gefördert (2008 waren es 3000 Kubikmeter weltweit).

Die Mengen an Methan die als Methaneis auf dem Grund der Weltmeere liegen ist nach Schätzungen noch höher als die Vorkommen im Erdgas. Klimaforscher befürchten, dass bei einem Anstieg der Wassertemperatur der Weltmeere (im Zuge des Klimawandels) ein Teil dieses langzeit-gespeicherten Methans tauen könnte und der Klimawandel dadurch noch  bescheunigt würde.

Um die Zunahme an Methan und Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre möglichst konstant zu halten und trotzdem die Möglichkeiten zu nutzen, welche das Methan für viele Wirtschaftszweige bietet, sollte der Anteil an geschlossenen Methan-Kreisläufe stetig erhöht werden. Dafür kann Biomethan aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden kann. Zur Herstellung von Biomethan gibt es im Moment 2 Verfahren im industriellen Maßstab. Zum Einen kann Biomethan durch eine anaerobe Vergärung aus Biomasse gewonnen werden, wobei das Biomethan (Bestandteil des Biogases) als Hauptprodukt der Vergärung zur anschließenden Energiegewinnung genutzt wird. Die andere Methode ist das Verfahren der Holzvergasung (durch Pyrolyse), bei der unter hohen Drücken und hoher Temperatur aus der organischen Substanz ein Gas entweicht, welches durch Aufbereitung zu synthetischem Naturgas (SNG) veredelt wird.

Das BMFZ hat vor kurzem ein Studie veröffentlich, welche das technische Potential von Biomethan untersucht hat. Dabei kam für Deutschland ein geschätztes Potential von aktuell 24 Mrd. Kubikmeter Biomethan heraus. Im Jahr 2020 wird von einem Potential von 34 Mrd. Kubikmeter ausgegangen.

Das Verfahren der Pyrolyse steht teilweise in der Kritik nicht energieeffizient zu sein, da bei der Produktion des SNG auch konstant Energie in Form von Wärme zugeführt werden muss. Das Verfahren wird jedoch weiter entwickelt und besonders das Experimentieren mit den Parametern Druck und Temperatur, sowie eine gute Wärmedämmung versprechen eine Verbesserung des Verfahrens.