0 Flares Twitter 0 Facebook 0 Google+ 0 Email -- 0 Flares ×

Mit Kreativität und Experimentierfreude sind im Saarland eine Anzahl von Biomasse-Projekten gestartet. Dabei werden auf einigen Flächen Kulturen angebaut, die im Zusammenhang mit dem Energiepflanzenbau bisher eher selten zu hören waren.

Demnach lässt sich das gezielte Anbauspektrum von NawaRo’s um folgende Kulturen erweitern:

1. Knöterich – im saarländischen Reden wird dieses krautige Gewächs auf 3,5 Hektar angebaut. Der Gedanke ist, dass der Knöterich (Art: Knöterich Igniscum) einen doppelt so hohen Brennwert pro Hektar erreichen kann, wie der klassische Energieriese Mais. Mais ist als C4-Pflanze besonders geeignet um schnell eine hohe Biomasse aufzubauen. Welche pflanzenphysiologischen Geheimnisse das „Rankmonster“ Knöterich auszeichnen und ihm zu solch hohen Erträgen verhelfen kann, ist für den Energiepflanzenbau sehr interessant. Pflanzen die bisher häufig als unnütze Unkräuter gesehen wurden, könnten dadurch in der Wahrnehmung deutlich aufgewertet werden. Einziges Problem könnte die Erntetechnik werden, die angepasst werden müsste, denn im Vergleich zur bisherigen Bekämpfung würde die Pflanze nun als Ganzes geerntet werden. Nicht nur bei den Anbauarten, sondern auch bei der Anbaufläche selbst, wurde in Reden viel Pioniergeist bewiesen. Der Knöterich wird auf einem Absinkweiher angebaut und benötigt keine klassischen Ackerflächen, sondern kann sogar ehemalige Brachflächen rekultivieren.

29227_R_by_brit-berlin_pixelio.de_thumb2 142779_R_K_by_Harald-KU_pixelio.de_thumb2

2. Weitere Anbauarten im Saarland, die für den Energiepflanzenbau getestet werden sind die Wicke, die Ackerbohne, die Futtersonnenblume und der Hafer. Alle Arten werden auf 40 Hektar im saarländischen Marpingen angebaut und sollen Erträge von 250 Tonnen Biomasse liefern.

Je mehr Pflanzen für den Energiepflanzenbau verwendet werde, desto höher auch die ökologische Diversität. Das ist nicht nur für die betriebswirtschaftliche Flexibilität ein Gewinn, sondern auch für die ökologische Stabilität/ den Naturschutz und das Landschaftsbild. Bei sonst eher wenigen verbreiteten Energiepflanzen, finde ich den Ausflug hin zu neuen Arten, die auch bei uns schon verbreitet sind, sehr erfrischend.