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Die Bioethanolwirtschaft von Deutschland ist zur Zeit mit einem eigenen Stand auf der IAA in Franfurt vertreten. Sie nutzt damit den aktuellen Aufwind welchen die Bioethanolproduktion in Deutschland erfährt. So ist die Produktion im Jahr 2008 im Vergleich zu 2007 um 31% gestiegen.

Es darf dabei jedoch nicht vergessen werden, dass die deutlichen Steuererhöhungen auf Biokraftstoffe durch die Bundesregierung erst im Jahr 2009 in Kraft getreten sind und deshalb in den Zahlen von 2008 noch nicht enthalten sind. Die erneute Hinwendung zu Kraftstoffen auf Erdölbasis ist ein herber Schlag für die Bioethanolwirtschaft gewesen und hat zu zahlreichen Protesten geführt. Desto erfreulicher ist die mutige Aufnahme des wirtschaftlichen Kampfes des BDBe der mit dem Auftritt auf der IAA zeigt, dass er diesen Rückschlag zu überwinden versucht. Danz nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung. Auf der Automobil-Messe stellt sich der BDBe allen Fragen zu Auswirkungen auf den Klimawandel, Nachhaltigkeit der Biokraftstoffe und den Einsatzmöglichkeiten. Außerdem wird eine neue Datenbank vorgestellt in der sich Fahrer von FlexiFuel-Fahrzeugen (bei dieser Technologie besonders aktiv sind die Marken Volvo und Ford) leicht über die Infrastruktur von E85-Tankstellen informieren können.

Bioethanol wird hauptsächlich aus Getreide (Roggen und Weizen) hergestellt und 2% der deutschen Getreideproduktion (entspricht 950.000 t Getreide) wurden für Bioethanol verwendet. Besonders stark sind die Anteile der Zuckerrübe gestiegen, welche bei der Herstellung von 8% (2007) auf 36% (2008) geklettert ist. Wie schon im gestrigen Beitrag erwähnt scheint sich die Zuckerrübe damit immer mehr zu einer bedeutenden Bioenergiefrucht zu wandeln.