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In der vergangenen Woche hat vom 7 – 9 Oktober zum dritten Mal der „Algae Biomass Summit“ stattgefunden. Veranstaltet wurde die Konferenz von der Algal Biomass Organization, welche unter dem eindeutigen Motto „algae for energy“ im photosynthese-begünstigten San Diego befindet.

Bei der Konferenz selbst ging es jedoch nicht ausschließlich um die energetische Nutzung der Algen. 70 Sprecher, 25 Aussteller und 40 Poster stellten auch Ideen zur stofflichen Nutzung (Medizin, Baumaterialien) der Algen vor und stehen für ein weiter gestiegenes Interesse an der Biomasse der Algen.

Weitere große Messen und Konferenzen zum Thema Biomasse waren und sind:

1. Die 17. Biomass Conference & Exhibition – From research to industry and markets in Hamburg/ Deutschland.

2. Biomass Conference – Minneapolis/ USA

3. Central European Biomass Conference 2008 – Graz/ Österreich

4. New World Biomass Conference – Albuquerque, New Mexico/ USA

Die Biomasse der Algen unterliegt in den entsprechenden Kreisen einen regelrechten Boom. Das US-Department of Energy, Office of the Biomass Programs (OBP) hat erst kürzlich 50 Mill. $ zur Verfügung gestellt, um die Weiterentwicklung von Biokraftstoffen aus Algenbiomasse voranzutreiben. Das zur Verfügung gestellte Geld des „green new deal“ von US-Präsident Obama zieht thematisch weite Kreise und ist offen für innovative Möglichkeiten der autarken Energiegewinnung. Nicht Wenige hoffen schon auf eine neue geniale Idee, welche die erfolgsverwöhnte Wirtschaftsregion Kalifornien (Google, DreamWorks, YouTube) hervorbringen könnte.

Das zeigt, wie aufstrebend dieser Bereich der Biomasse-Nutzung auch in den USA ist und wird. Vielleicht liegt das große Interesse der Kalifornier an Algen als Biomasse auch an den Probleme, die sie gewöhnlich mit der der alljährliche „red tide“ haben. Jedes Jahr werden während der Zeit der Algenblüte viele Küstenstriche Kaliforniens von den Algen rot gemalt. Dabei sind die Algen nicht nur eine optische Veränderung, sondern bergen auch gesundheitliche Gefahren für die Badenden. Aus dieser „Algen-Bedrohung“ vielleicht sogar eine wirtschaftliche Tugend zu machen, ist eine unternehmerische Geisteshaltung die sich zu borgen lohnt.