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	<title>Biomasse-Nutzung &#187; 05. Innovation und Wissenschaft</title>
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		<title>BioBoost – Anschub für Biokraftstoffe der zweiten Generation in Europa</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 07:19:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Produkt aus einem Material fertigen zu können, dass andere für „Abfall“ halten, ist eine intelligente Möglichkeit um sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern und gleichzeitig zum Aufbau einer modernen Kreislaufwirtschaft beizutragen. Das Bestreben Biokraftstoffe aus Reststoffen und Abfällen zu gewinnen, passt deshalb in eine Zeit, in der sich die industrielle Produktion und ein bewusstes Umweltmanagement zunehmend die Hände reichen. Das EU-Projekt BioBoost stellt sich dieser Herausforderung und verpasst den Biokraftstoffen [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioboost-biokraftstoffe-europa/" title="Permanent link to BioBoost – Anschub für Biokraftstoffe der zweiten Generation in Europa"><img class="post_image alignnone remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/BioBoost-EU-Projekt-Nextgen-Biokraftstoffe.jpg" width="350" height="263" alt="Bild zum BioBoost Artikel über Biokraftstoffe mit Space Shuttle" /></a>
</p><p>Ein Produkt aus einem Material fertigen zu können, dass andere für „Abfall“ halten, ist eine intelligente Möglichkeit um sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern und gleichzeitig zum Aufbau einer modernen Kreislaufwirtschaft beizutragen. Das Bestreben Biokraftstoffe aus Reststoffen und Abfällen zu gewinnen, passt deshalb in eine Zeit, in der sich die industrielle Produktion und ein bewusstes Umweltmanagement zunehmend die Hände reichen. Das EU-Projekt BioBoost stellt sich dieser Herausforderung und verpasst den Biokraftstoffen der zweiten Generation in Europa einen weiteren Schub.</p>
<p>Die industrielle Gewinnung von Energie aus Abfall ist eine vergleichsweise junge Branche und die ersten Kraftwerke, welche gezielt sogenannte Ersatzbrennstoffe (EBS) nutzen, wurden in Deutschland erst 2003 in Betrieb genommen (Lünen, Minden, Aßlar). Vor dem Hintergrund steigender Preise von fossilen Energieträgern und dem gesellschaftlichen Wunsch zur Senkung des CO2-Ausstoßes steigt das Interesse an der energiereichen Abfallfraktion.</p>
<p>Die Herstellung von flüssigen Energieträgern aus Reststoffen und deren Nutzung in marktverfügbaren Motoren ist sogar noch innovativer. Diese Kraftstoffe aus Abfallprodukten und Reststoffen (Stroh) werden deshalb auch zu den <a title="Auflistung und Übersicht Biokraftstoffe nächste Generation" href="http://www.biomasse-nutzung.de/auflistung-biokraftstoffe-2-generation/">Biokraftstoffen der nächsten Generation</a> (next generation = nextgen) gezählt.</p>
<p>Der Trend zur stärkeren Verflechtung von Abfallwirtschaft und Energieversorgung setzt sich somit fort.</p>
<h2>BioBoost stärkt Nextgen-Biokraftstoffe in Europa</h2>
<p>Mitte Dezember des vergangenen Jahres wurde das <a title="BioBoost Projekt für nextgen Biokraftstoffe in Europa" href="http://www.kit.edu/besuchen/pi_2011_8622.php" target="_blank">Projekt BioBoost</a> gestartet. Finanziert wird BioBoost mit Fördergeldern aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm.</p>
<p><strong>Fakten zum BioBoost-Projekt</strong></p>
<ul>
<li>Ziel: Herstellung von Energieträgern (Kraftstoffe, Strom, Wärme) und Chemikalien aus Restbiomasse</li>
<li>Fördersumme: 5,1 Millionen Euro</li>
<li>Laufzeit: 3 Jahr (2012 – 2015)</li>
<li>Projektkoordinator: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)</li>
<li>Teilnehmer: 6 Forschungseinrichtungen + 7 Industriepartner</li>
</ul>
<p><strong>Welche Projektpartner bringt BioBoost  zusammen?</strong></p>
<p>An BioBoost sind 13 Projektpartner aus den EU-Staaten Deutschland, Finnland, Griechenland, den Niederlanden, Österreich und Polen beteiligt. Hier eine Auflistung der einzelnen BioBoost-Partner:</p>
<ul>
<li>AVA-CO2-Forschung GMBH</li>
<li>Centre for Research and Technology Hellas</li>
<li>Chimar Hellas AE</li>
<li>DSM Chemical Technology R&amp;D BV</li>
<li>ENGW Energie Baden-Württemberg AG</li>
<li>FH OO Forschungs &amp; Entwicklungs GMBH</li>
<li>Grace GMBH &amp; Co. KG</li>
<li>Instytut Uprawy Nawozenia I Gleboznawstwa</li>
<li>Nederlandse Organisatie Voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek-TNO</li>
<li>Neste Oil Corporation</li>
<li>Panstwowy Instytut Badawczy</li>
<li>Syncom Forschungs-und Entwicklungsberatung GMBH</li>
<li>Universität Stuttgart</li>
</ul>
<p>BioBoost wird das bisherige Forschungsengagement der beteiligten Projektpartner zusammenführen, getreu dem Aristoteles-Zitat „das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.</p>
<p>Mit der Neste Oil Corp. ist unter den Partnern auch das Unternehmen, welches die bisher größten kommerziellen Anlagen (Rotterdam und Singapur) zur Herstellung von nextgen Biokraftstoffen weltweit betreibt.</p>
<h2>BioBoost + Bioliq = Biokraftstoffe + BioÖkonomie am KIT</h2>
<p>Das KIT als Projektkoordinator von BioBoost beschäftigt sich bereits in dem <a title="Biokraftstoff Projekt Bioliq des KIT" href="http://www.bioliq.de/downloads/Erneuerbare_Energien_deutsch_2008.pdf" target="_blank">Projekt Bioliq</a> mit der Erforschung und Herstellung von Biokraftstoffen der Folgegeneration. Dabei geht es bei Bioliq in erster Linie um einen BtL-Biokraftstoff (Biomass to Liquid), für dessen Herstellung ein Verfahren der Schnellpyrolyse verwendet wird.</p>
<p>Die Gruppe der <a title="Biomass-to-liquid BtL Biokraftstoffe" href="http://www.biomasse-nutzung.de/btl-kraftstoff-pearl-biomass-liquid/">BtL-Kraftstoffe</a> kann bei ihrer Weiterentwicklung auch von den technologischen Entwicklungen der fossilen Vertreter in der XtL-Familie profitieren.</p>
<p>Besonderes Interesse des KIT beim BioBoost-Projekt gilt den weiteren Produkten, die bei der Vergasung, beziehungsweise Verschwelung, von Biomasse anfallen. Auf diesem Wege soll die Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit des Gesamtprozesses analysiert und die effizienteste Einstellung der verschiedenen Parameter (Druck, Temperatur etc.) für die Durchführung der Pyrolyse und <a title="Was ist Hydrothermale Karbonisierung - HTC? Beschreibung." href="http://www.biomasse-nutzung.de/hydrothermale-karbonisierung-ein-magischer-weg-zur-bioenergie/">Hydrothermalen Karbonisierung</a> (HTC) gefunden werden.</p>
<p>Hier finden Sie einen kleinen Einblick in das aktuelle Engagement zur  Erforschung der <a title="HTC und Biokohle in Berlin-Brandenburg" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biokohle-und-hydrothermale-karbonisierung-in-berlin-brandenburg/">HTC und Biokohle</a> in der Region Berlin-Brandenburg.</p>
<p>Das Ziel von BioBoost beschränkt sich nicht auf die ausschließliche Erforschung der energetischen Nutzung von kohlenstoffhaltigen Reststoffen, sondern untersucht zusätzlich das stoffliche Recycling der Abfälle zur Produktion von Biochemikalien. BioBoost fügt sich somit sehr harmonisch in die Philosophie der <a title="Was ist BioÖkonomie? Definition und Beschreibung." href="www.biomasse-nutzung.de/wirtschaftszweig-der-biookonomie-bundelt-vor-allem-die-stofflichen-nutzungspfade-fur-biomasse">BioÖkonomie</a> und Kreislaufwirtschaft ein und wird den Aufbau von <a title="Bioraffinerien zur stofflichen Nutzung von Biomasse" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioraffinerien-verbinden-stoffliche-und-energetische-nutzung-von-biomasse-und-konnen-erdolprodukte-ersetzen/">Bioraffinerien</a> vorantreiben.</p>
<h2>Nextgen-Biokraftstoffe mit starken Geburtswehen</h2>
<p>Die Herstellung von Biokraftstoffen der nächsten Generation ist kein einfaches Unterfangen und ihre Markteinführung wird von vielen ökonomischen und technologischen Rückschlägen begleitet (siehe <a title="Choren Industries meldet Insolvenz für Freiberg" href="http://www.biomasse-nutzung.de/choren-schliest-sud-chemie-offnet-%E2%80%93-biokraftstoffe-der-2-generation-weiterhin-auf-der-suche/">Artikel zur Insolvenz der Choren Industries GmbH</a>). Wenn wir in einigen Jahren einen gesunden Biokraftstoff-Nachwuchs auf den Märkten erleben werden, dann haben sich diese Geburtsstrapazen gelohnt.</p>
<p>Immerhin sind Biokraftstoffe der nächsten Generation auch die großen Hoffnungsträger und Innovationsmotoren der flüssigen Bioenergie weltweit. <a title="Vorteile und Potentiale von Nextgen Biokraftstoffen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/7-interessante-punkte-uber-biokraftstoffe-der-nachsten-generation/">Vorteile von Nextgen-Biokraftstoffen</a> gegenüber ihren etablierten Vorreitern der ersten Generation gibt es viele.</p>
<p>Für alle Bioenergie-Enthusiasten ist der Start des europäischen BioBoost Projekts deshalb eine tolle Nachricht und zeigt, dass Europa seine Innovationskraft auch in dieser Zukunftsbranche stärken möchte. Über die EU-Projekte <a title="Europa Projekt Coach BioEnergy Beschreibung" href="http://www.biomasse-nutzung.de/coach-bioenergie-europa/">COACH BioEnergy</a> und <a title="Europa Projekt EnAlgae zur Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/enalgae-algen-energie-europa/">EnAlgae</a> habe ich bereits berichtet. Diese haben ebenfalls die Förderung der Bioenergie in Europa zum Ziel.</p>
<p>Ich wünsche BioBoost viel Erfolg und allen beteiligten Projektpartnern einen kreativen Teamgeist.</p>
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		<title>Entwicklung der Biogastechnologie 2011 beim Leipziger Biogas-Fachgespräch</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 05:26:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass sich die Biogasbranche in Deutschland in den vergangenen 3 Jahren sehr gut entwickelt und die Anzahl der Biogasanlagen um etwa 40% zugenommen hat, dürfte weitgehend bekannt sein. Aber wie hat sich die durchschnittliche („statistische“) Biogasanlage in Deutschland in dieser Zeit verändert? Welche Trends gibt es bei der Biogastechnologie und auf welchem Stand befindet sich die Biogaslandschaft in Deutschland im Jahr 2011. Informationsgrundlage des Artikels ist ein interessanter Vortrag eines [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biogastechnologie-leipziger-biogas-fachgesprach/" title="Permanent link to Entwicklung der Biogastechnologie 2011 beim Leipziger Biogas-Fachgespräch"><img class="post_image aligncenter" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Leistungsklassen-Biogasanlagen-2000-2010-Deutschland.png" width="491" height="327" alt="Leistungsklassen von Biogasanlagen 2011 in Deutschland" /></a>
</p><p>Dass sich die Biogasbranche in Deutschland in den vergangenen 3 Jahren sehr gut entwickelt und die Anzahl der Biogasanlagen um etwa 40% zugenommen hat, dürfte weitgehend bekannt sein. Aber wie hat sich die durchschnittliche („statistische“) Biogasanlage in Deutschland in dieser Zeit verändert? Welche Trends gibt es bei der Biogastechnologie und auf welchem Stand befindet sich die Biogaslandschaft in Deutschland im Jahr 2011. Informationsgrundlage des Artikels ist ein interessanter Vortrag eines Wissenschaftlerteams des DBFZ. Der Vortrag wurde auf dem diesjährigen „Leipziger Biogas-Fachgespräch“ präsentiert, welches am Tag des Mauerfalls in der vergangenen Woche stattfand.</p>
<h2>Leipziger Biogas-Fachgespräche informieren über Biogastechnologie</h2>
<p>Am 9. November fand die 10. Jahresveranstaltung der „Leipziger Biogas-Fachgespräche“ statt, welche vom Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) organisiert wurde.</p>
<p>Obwohl das diesjährige Thema „Stand und Perspektiven der sächsischen Biogasbranche“ lautete, wurden auch aktuelle Informationen zum Stand der Biogastechnologie in ganz Deutschland präsentiert. Diese möchte ich hier kurz vorstellen.</p>
<p>So zeigen die aktuellen Daten des DBFZ (obige Grafik) eine Verschiebung der Leistungsklassen beim Neubau von Biogasanlagen in Deutschland. Die Dominanz der großen Biogasanlagen in den Jahren 2006 – 2008 ist seit dem EEG 2009 wieder deutlich zurückgegangen. Einer der Einflussfaktoren für diese Trendwende war sicher auch die politische Entscheidung gegen die gleichgestellte Förderung von Großanlagen beim Anlagen-Splitting.</p>
<h2>Betreiberumfrage gibt Einblick in verwendete Biogastechnologie</h2>
<p>Besonders interessant finde ich die Ergebnisse einer Umfrage, die vom DBFZ gemeinsam mit etwa 650 Biogasanlagenbetreibern durchgeführt wurde. Dabei wurden im Jahr 2010 die folgenden Betriebsaspekte von Biogasanlagen befragt.</p>
<ul>
<li>Welche Technologie verwenden Sie, um das Biogas zu verstromen (Gasmotor, Zündstrahl etc.)?</li>
<li>Welche Biogastechnologie verwenden Sie, für welche der Technologie-Bonus entsprechend EEG 2004 und EEG 2009 gezahlt wurde (Trockenfermentation, Gasaufbereitung etc.)?</li>
<li>Welche Abnehmer versorgen Sie mit der produzierten Wärme (Stallbeheizung, Fernwärme, Gewerbe etc.). Lesen Sie hierzu auch den Artikel über <a title="Wärmenutzung für Biogasanlagen zum EEG 2012" href="http://www.biomasse-nutzung.de/12-innovative-konzepte-zur-warmenutzung-biogasproduktion/">Wärmekonzepte für Biogasanlagen</a>.</li>
<li>Für welche Trocknungsprozesse nutzen Sie die Wärme bei der Vor-Ort&#8211;Verstromung?</li>
<li>Erhalten Sie den Vergütungsbonus für Emissionsminderungen (Formaldehyd-Bonus)?</li>
<li>Verwenden Sie eine Biogastechnologie zur Abgasbehandlung?</li>
<li>Ist die Gasfackel (mobil/ stationär) Bestandteil der von Ihnen verwendeten Biogastechnologien?</li>
<li>Welchen Typ von Gärrestlager verwenden Sie (offen, geschlossen, geschlossen und gasdicht)?</li>
</ul>
<p><em>*Die Fragen habe ich anhand der Ergebnis-Grafiken formuliert. Sie entsprechen wahrscheinlich nicht den genauen Formulierungen in den ursprünglichen Fragebögen des DBFZ. </em></p>
<p>Die Ergebnisse zu diesen Fragen finden Sie in einer der <a rel="attachment wp-att-5352" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biogastechnologie-leipziger-biogas-fachgesprach/biogastechnologien-auf-leipziger-biogas-fachgesprach-dbfz/">Präsentationen zum Leipziger Biogas-Fachgespräch 2011</a>.</p>
<p>Man muss kein Hellseher sein, um davon auszugehen, dass die aktuelle Zusammensetzung der eingesetzten Biogastechnologien sich bei den Neuanlagen ab 2012 stark verschieben wird. Die konkreten <a title="Änderungen des EEG 2012 für Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/verabschiedung-der-eeg-novelle-2012-%E2%80%93-ruckschlag-fur-die-branche-der-bioenergie-in-deutschland/">Auswirkungen des EEG 2012 auf die verwendeten Biogastechnologien</a> bei Neuanlagen werden sich in den kommenden Monaten zeigen.</p>
<div id="attachment_5363" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px">
	<a rel="attachment wp-att-5363" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biogastechnologie-leipziger-biogas-fachgesprach/warmenutzung-und-biogastechnologie-von-biogasanlagen/"><img class="size-full wp-image-5363" title="Wärmenutzung und Biogastechnologie von Biogasanlagen" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Wärmenutzung-und-Biogastechnologie-von-Biogasanlagen.png" alt="Möglichkeiten der Wärmenutzung für Biogasanlagen" width="483" height="322" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Wärmenutzung für Biogasanlagen wird mit dem EEG 2012 noch wichtiger</p>
</div>
<h2>Biogastechnologien 2012: Biogasaufbereitung, -einspeisung und -speicherung</h2>
<p>Das novellierte EEG 2012 bringt auch ein neues <a title="Vergütungssystem für Bioenergie nach EEG 2012" href="http://www.biomasse-nutzung.de/grundvergutung-vergutungsklassen-biogasanlage-eeg-2011-2012/">Vergütungssystem für Bioenergieanlagen</a> mit sich. Durch die Änderungen werden voraussichtlich folgende Biogastechnologien an Interesse gewinnen:</p>
<ul>
<li>Biogastechnologien zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität</li>
<li>Einspeisetechnologien für Biomethan</li>
<li><a title="Speicherung von Biogas für Flexibilitätsprämie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/direktvermarktung-marktpramie-flexibilitatspramie-biogasanlage/">Speichertechnologien für Biogas</a> zur optimierten Nutzung der Flexibilitätsprämie</li>
<li>Komponenten und <a title="Biogastechnologien für Kleinsbiogasanlagen bis 75 kW" href="http://www.biomasse-nutzung.de/vom-landwirt-zum-energiewirt-mit-75-kw-mini-biogasanlagen-auf-gulle-basis/">Biogastechnologien für Mini-Biogasanlagen</a> bis 75 kW</li>
</ul>
<p>Die Präsentation hält viele interessante Grafiken bereit, welche die Biogastechnologie-Trends der kommenden Jahre vermuten lassen.</p>
<p>Herzlichen Dank an das Forscherteam des <a title="Deutsches Biomasse Forschungs Zentrum DBFZ" href="http://www.dbfz.de/web/" target="_blank">DBFZ</a>, welches die Daten für die Biogaslandschaft und Biogastechnologie in Deutschland 2011 erarbeitet hat:</p>
<ul>
<li>Dr.-Ing.  Jan Liebetrau (Bereichsleiter Biochemische Konversion am DBFZ)</li>
<li>Johan Grope</li>
<li>Nadja Rensberg</li>
<li>Elmar Fischer</li>
<li>Jaqueline Daniel-Gromke</li>
</ul>
<h2>Fachverband Biogas zur Entwicklung der Biogastechnologie 2011/ 2012 auf der Agritechnica</h2>
<p>Außerdem möchte ich Sie auf eine interessante <a rel="attachment wp-att-5364" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biogastechnologie-leipziger-biogas-fachgesprach/biogas-und-biogastechnologie-2012-pm-des-fachverbands-biogas/">Biogas und Biogastechnologie 2012 PM des Fachverbands Biogas</a> hinweisen, welche einen Rück- und Ausblick auf die Entwicklung der Biogaslandschaft und Biogastechnologie vornimmt.</p>
<p>Die folgenden Informationen wurden anlässlich der diesjährigen Agritechnica veröffentlicht. Die Agritechnica gehört zu den größten Landwirtschafts-Messen weltweit und findet noch bis zum 19.11.2011 in Hannover statt.</p>
<ul>
<li>7.100 Biogasanlagen bis Ende 2011 in Deutschland</li>
<li>2.800 MW installierte Gesamtleistung</li>
<li>Gewinnung von 18 Milliarden kWh Strom für etwa 13 % der Privathaushalte in Deutschland</li>
<li>45.000 Beschäftige allein im Bereich das gasförmigen Bioenergie</li>
<li>Ausbau der Biogastechnologie als Speichertechnologie</li>
<li>Erhöhung der Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz. Bis Ende 2011 nur etwa 60 Einspeiseanlagen vorhanden. Lesen Sie hierzu auch den Artikel über <a title="Probleme bei der Einspeisung von Biomethan" href="http://www.biomasse-nutzung.de/hemmnisse-und-losungswege-bei-der-integration-von-biomethan/">Hemmnisse der Biomethaneinspeisung</a> in Deutschland.</li>
<li>Einsetzen für ein Erneuerbares Gas Einspeise- und Speichergesetz (EEGasG)</li>
</ul>
<p>Welche Trends sehen Sie für die Entwicklung der Biogastechnologie im nächsten Jahr oder welche technologischen Verbesserungen würden Sie begrüßen?</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kraftstoff aus Algen besteht ersten Testflug in der zivilen Luftfahrt</title>
		<link>http://www.biomasse-nutzung.de/algen-kraftstoff-energie/</link>
		<comments>http://www.biomasse-nutzung.de/algen-kraftstoff-energie/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 05:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/algen-kraftstoff-energie/" title="Permanent link to Kraftstoff aus Algen besteht ersten Testflug in der zivilen Luftfahrt"><img class="post_image aligncenter remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Flugzeug-fliegt-mit-Biokraftstoff-aus-Algen.jpg" width="280" height="241" alt="Flugzeug testet Kraftstoffe aus Algen" /></a>
</p><p>Im Luftraum zwischen Houston und Chicago wurde in der vergangenen Woche Fluggeschichte geschrieben. Das Wettrennen mehrerer US-Airlines in den letzten Tagen hat auch den ersten Linienflug mit einem Kraftstoff aus Algen hervorgebracht. Eine Sternstunde für einen innovativen Biokraftstoff, dessen erfolgreiche Einsetzung viele Fachleute erst viel weiter in der Zukunft auf dem Schirm hatten. Solazyme und United Continental wagen den ersten großen Wurf und verhelfen dem Algenkraftstoff und Energie aus Algen allgemein zum Sprung aus den Tiefen der Forschung in die Höhen der Anwendung.</p>
<h2>Algenkraftstoff auf dem Weg nach oben</h2>
<p>In dem Artikel „<a title="Kraftstoff aus Algen für die Luftfahrt" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biodiesel-aus-algen-und-jatropha-erobert-zunehmend-die-zivile-luftfahrt/">Biodiesel aus Algen und Jatropha erobern die Luftfahrt</a>“ aus dem Dezember des vergangenen Jahres ging es noch hauptsächlich um Forschungsprojekte für Kraftstoffe aus Algen. Das Gemeinschaftsprojekt von Solazyme und United Continental macht es ein Jahr später möglich und verbindet die Bioenergie der 3.Generation (Algenkraftstoff) mit der praktischen Anwendung in der Flugzeugbranche im Hier und Jetzt.</p>
<p>Damit ist der erste Beweis vollzogen, dass Kraftstoffe aus Algen für den Einsatz im regulären Flugbetrieb und der aktuellen Turbinentechnologie geeignet sind. So versichern auch die Projektingenieure von United Continental, dass keine Änderungen an der Flugzeugmaschinerie nötig waren, um dem Algenkraftstoff seinen Jungfernflug zu ermöglichen.</p>
<p>Eine interessante und irgendwie auch amüsante Randbemerkung in der Pressemitteilung zum <a title="Pressemitteilung zum Algenkraftstoff" href="http://ir.unitedcontinentalholdings.com/phoenix.zhtml?c=83680&amp;p=irol-newsArticle&amp;ID=1627061&amp;highlight=" target="_blank">Jungfernflug mit Kraftstoff aus Algen</a> war, dass „die Passagiere während des Flugs keine Unterschiede sehen, hören oder fühlen werden“. Das Vertrauen für den Einsatz von Algenkraftstoff in der komplexen Flugzeugtechnologie wird hoffentlich rasch wachsen.</p>
<p>Der verwendete Algenkraftstoff Solajet™ wurde von dem US-Unternehmen Solazyme entwickelt. Den Angaben des Unternehmens zur Folge wurde der flüssige Energieträger für einen ähnlichen Preis an die United Continental verkauft, der auch für die Energie aus fossilen Kraftstoffen hätte bezahlt werden müssen. Im Zuge ihrer „Eco-Skies“ Initiative zur Reduktion von Treibhausgasen absolviert United Continental also ab sofort auch Flüge mit 60 % klassischem Jet Fuel und einer Beimischung von 40% Algenkraftstoff.</p>
<p>Hier finden Sie noch einen vertiefenden Artikel zu den Veränderungen der <a title="Energie aus Algen in der Luftfahrt" href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/nov/08/us-airlines-biofuels-powering-flights" target="_blank">Luftfahrt durch Algen- und andere Biokraftstoffe</a> in den USA. In dem Artikel im The Guardian wird auch auf den Einsatz von Energieträgern wie Speiseöl und Jatropha durch amerikanische Airlines eingegangen.</p>
<h2>Solazyme | Eine US-amerikanische Erfolgsgeschichte mit Energie aus Algen</h2>
<p>Der wirtschaftliche Erfolg einer neuen Technologie ist letztlich nicht möglich ohne Unternehmen und Unternehmer die an das innovative Konzept glauben, in dieses investieren und sich mit ganzer Leidenschaft für die Umsetzung ihres Traums einsetzen. Einen aktuell sehr erfolgreichen „amerikanischen Traum“ möchte ich deshalb kurz vorstellen.</p>
<p>Erst im Jahr 2003 gegründet ist<a title="Solazyme produziert Kraftstoffe aus Algen" href="http://www.solazyme.com/" target="_blank"> Solazyme</a> mittlerweile einer der weltweit führenden Entwickler und Hersteller von Kraftstoffen aus Algen. Der Geschäftsbereich von Solazyme konzentriert sich hauptsächlich auf die Herstellung von Pflanzenöl aus Mikroalgen mit Hilfe der „indirekten Photosynthese“. Das Algenöl kann anschließend in weiteren Verfahrensschritten für die stoffliche oder energetische Nutzung aufbereitet werden. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen dabei aktuell mit seinen Konzepten zur Gewinnung von Energie aus Algen.</p>
<p>Das Inc. Magazin wählt jedes Jahr die<a title="Solazym auf Platz 2 der Inc. Magazin Liste" href="http://www.inc.com/inc5000/list/" target="_blank"> 5.000 am schnellsten wachsenden Unternehmen</a> der USA. Im Jahr 2011 hat sich Solazyme mit der Entwicklung von Algenkraftstoffen den 2. Platz (!) in dieser ambitionierten Gesellschaft sichern können und gehört zu den 11 Unternehmen die ein 3-Jahreswachstum von 10% oder mehr (Solazyme = + 20%) aufweisen konnten. Das ist noch nicht zwangsläufig ein Qualitätsmerkmal, aber mindestens ein starkes Statement.</p>
<p>Auch im teilweise hart umkämpften US-Biokraftstoffmarkt allgemein genießt Solazyme ein hohes Ansehen und gehört zu den innovativsten seiner Zunft. Der meistgelesene Blog zu Biokraftstoffen weltweit ist der Biofuels Digest. Eine internationalen Jury und die 50.000 monatlichen Leser des Blogs wählen jedes Jahr die <a title="50 hottest biofuel companies 2011-2012" href="http://biofuelsdigest.com/bdigest/2011/11/09/solazyme-ranked-1-in-%e2%80%9c50-hottest-companies-in-bioenergy%e2%80%9d-for-2011-12/ " target="_blank">50 heißesten Unternehmen der Bioenergiebranche</a> („50 hottest companies“). Für den Zeitraum 2011 – 2012 wurden erst vor 2 Tagen die Gewinner bekanntgegeben. Wen überrascht es, dass Solazyme auch hier den 1. Platz erhalten hat?!</p>
<p>Zu welchen Anteilen gutes Marketing und ein wirklich herausragendes Konzept für diesen Siegeszug von Solazyme verantwortlich sind, mag ich nicht zu beantworten. Ich drücke in jedem Fall die Daumen, dass wir noch viel von den Algenkraftstoffen des Unternehmens hören werden.</p>
<p>Hier eine Auflistung von Unternehmen und Instituten die sich der Erzeugung von <a title="Übersicht Institute für Energie aus Algen Deutschland" href="http://www.biomasse-nutzung.de/auflistung-unternehmen-und-instituten-der-algennutzung/">Energie aus Algen in Deutschland</a> verschrieben haben und schon in einem älteren Artikel vorgestellt wurden.</p>
<h2>Wieviel Zeit werden Kraftstoffe aus Algen noch benötigen?</h2>
<p>Viele Innovationen werden meistens so lange von Kritikern angezweifelt und für nicht machbar erklärt, bis sie das Gegenteil bewiesen haben. Ich kann mich an einige Artikel erinnern, in denen Kraftstoffe aus Algen für den Einsatz in der Luftfahrt zwar für theoretisch machbar erklärt, aber deren großtechnische Anwendung erst für 2030+ prognostiziert wurde.</p>
<p>Wir haben nun immerhin erste Testflüge in einem Linienflugzeug mit einem 40%-igen Anteil eines Algenkraftstoffs. Trotzdem haben die Kritiker insofern Recht, dass wir deshalb noch nicht von einem GROSSTECHNISCHEN Durchbruch sprechen können. Dieser wird bei aller Euphorie sicher noch einige Jahre in Anspruch nehmen.</p>
<p>Vor allem die Produktionskapazitäten und die Herstellungskosten für Algenkraftstoffe sind aktuell noch ein Hemmnis für den großtechnischen Einsatz im Flugverkehr. So plant das Unternehmen Solazyme eine Jahresproduktion von jährlich 80 Millionen Litern Solajet™ im Jahr 2014 zu erreichen. Allein die Lufthansa verbraucht aber pro Tag rund 27 Millionen Liter Kerosin. Auch die Kosten für Kraftstoffe aus Algen werden in den unterschiedlichen Quellen teilweise bis zu 6x höher angegeben als für fossile Kraftstoffe. Die Lufthansa bezahlt schon heute 6 Mrd. Euro im Jahr um den eigenen Kraftstoffbedarf mit fossiler Energie decken zu können.</p>
<p>Aber aller Anfang ist schwer und der Beweis über die Funktionstüchtigkeit von Kraftstoff aus Algen in aktuellen Flugzeugturbinen war ein wichtiger Schritt, um das nötige Vertrauen für große Investitionen in Produktionskapazitäten zu gewinnen.</p>
<div id="attachment_5319" class="wp-caption aligncenter" style="width: 415px">
	<a rel="attachment wp-att-5319" href="http://www.biomasse-nutzung.de/algen-kraftstoff-energie/energie-aus-algen-fur-kraftstoff/"><img class="size-full wp-image-5319" title="Energie aus Algen für Kraftstoff" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Energie-aus-Algen-für-Kraftstoff.png" alt="Übersicht zu Algen und Energie" width="415" height="225" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Die Gewinnung von Energie aus Algen gewinnt an Struktur.</p>
</div>
<h2>Kraftstoff aus Algen kann europäische Luftfahrt beim Erreichen der Emissionsziele unterstützen</h2>
<p>In diesem Jahr wurden bereits viele Schritte auf fast allen Kontinenten unternommen, um die Einführung von Biokraftstoffen in der Luftfahrt zu beschleunigen. So haben Airlines in Asien, Europa und Nordamerika Testflüge mit Biokraftstoffen durchgeführt.</p>
<p>Zumindest in Europa fallen diese Errungenschaften sicher nicht ganz zufällig in das Jahr 2011. Ab 2012 möchte Europa seine Bemühungen zum Klimaschutz noch ambitionierter angehen und unterzieht auch die europäische Luftfahrt den Vorgaben des EU-Emissionshandels.</p>
<p>Die deutsche Lufthansa AG nimmt hierbei meines Wissens eine Vorreiterrolle für die Einführung von Biokraftstoffen in Europa ein. Sie fliegt noch bis Ende des Jahres und 4x pro Tag die Strecke Hamburg-Frankfurt mit einem Bio-Kerosin. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel über die Auswirkungen des ab 2012 geänderten <a title="Auswirkungen des EU-Emissionshandels auf Biokraftstoffe" href="http://www.biomasse-nutzung.de/eu-emissionshandel-gilt-ab-2012-auch-fur-die-luftfahrt-chancen-fur-biokraftstoffen/">EU-Emissionshandels und die Chancen für Biokraftstoffe</a>.</p>
<p>Die Vorteile von Biokraftstoffen aus Algen sind nicht nur in geringeren Kosten beim Emissionshandel zu finden. Auch die Tatsache, dass Algenkraftstoffe weder von den Debatten zu Tank-oder-Teller, der Regenwaldabholung und nur eingeschränkt durch ILUC betroffen sind, sprechen für ein zunehmendes Interesse durch europäische Airlines nach dem emissionsarmen Kraftstoff aus Algen.</p>
<h2>„Letzter Tropfen Erdöl wird wohl in einer Flugzeugturbine verbrannt“</h2>
<p>Einem Interview mit Holger Kuhn zur Folge ist die Aussage „der letzte Tropfen Erdöl wird wohl in einer Flugzeugturbine verbrannt“ schon zu einem Mantra in der Luftfahrtbranche geworden. Das Statement zeigt, in welchem problematischen Abhängigkeitsverhältnis sich der Flugverkehr zum Erdöl befindet. Wenn man an den Einsatz von Biokraftstoffen denkt, sollte man vielleicht sagen „noch befindet“.</p>
<p>Hier können Sie den gesamten Artikel „<a title="Lufthansa fliegt mit Biokraftstoffen" href="http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/lufthansa-fliegt-mit-pflanzenoel-und-schlachtabfaellen/5800374.html" target="_blank">Lufthansa fliegt mit Pflanzenöl und Schlachtabfällen</a>“ lesen, welcher am 6.11.2011 im Handelsblatt erschienen ist.</p>
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		<title>Energiepflanzen Symposium stärkt die Energiepflanzengemeinschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 05:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum dritten Mal fand in diesem Jahr das Symposium für Energiepflanzen statt. Ein breites Spektrum an Themen und erste internationale Referenten haben das Plenum mit interessanten Vorträgen über den aktuellen Forschungsstand im Bereich der Energiepflanzen und der Bioenergiebranche versorgt. Die Beschreibung einer entstehenden Energiepflanzengemeinschaft war ein schönes Plädoyer für die Veranstaltung der FNR, die von rund 250 Teilnehmern am 2. und 3. November in Berlin besucht wurde. Was waren die [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/energiepflanzen-forschung-symposium-energiepflanzengemeinschaft/" title="Permanent link to Energiepflanzen Symposium stärkt die Energiepflanzengemeinschaft"><img class="post_image alignnone remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Energiepflanzen-Symposium-stärkt-Energiepflanzengemeinschaft.jpg" width="345" height="214" alt="Bild zu Artikel über Energiepflanzen Symposium und einer Energiepflanzengemeinschaft" /></a>
</p><p>Zum dritten Mal fand in diesem Jahr das Symposium für Energiepflanzen statt. Ein breites Spektrum an Themen und erste internationale Referenten haben das Plenum mit interessanten Vorträgen über den aktuellen Forschungsstand im Bereich der Energiepflanzen und der Bioenergiebranche versorgt. Die Beschreibung einer entstehenden Energiepflanzengemeinschaft war ein schönes Plädoyer für die Veranstaltung der FNR, die von rund 250 Teilnehmern am 2. und 3. November in Berlin besucht wurde. Was waren die Themenschwerpunkte des Energiepflanzen Symposiums 2011?</p>
<p>Gleichzeitig möchte ich diesen Artikel zu meinem ersten Besuch eines Energiepflanzen Symposiums nutzen, um eine virtuelle Verlinkung aller teilnehmenden Institute, Unternehmen und Verbände vorzunehmen. Die Vernetzung einer Gemeinschaft im virtuellen Raum ist eine Aufgabe, für die mindestens die emsig arbeitenden Google Bots und andere Suchmaschinen sehr dankbar sind. Kaum jemand denkt an diese unsichtbaren und doch sehr nützlichen Arbeiter. Mit diesem Artikel soll somit auch die Bildung der virtuellen Identität der wachsenden Energiepflanzengemeinschaft unterstützt und ihre Stimme im Netz gestärkt werden.</p>
<h2>Forschung zu Energiepflanzen benötigt einen langen Atem</h2>
<p>Ein häufiger Tenor verschiedener Referenten des Symposiums war, dass Forschung und Anwendung noch schneller ineinander überfließen müssen. Gleichzeitig unterstützt vor allem eine nachhaltige Gewinnung der Bioenergie den weiteren Ausbau dieses innovativen Wissenschafts- und Wirtschaftszweigs. Nur durch einen intensiven Austausch zwischen Bevölkerung, Wissenschaftlern, Politik und Wirtschaft kann die langfristige gesellschaftliche Akzeptanz gewonnen werden.</p>
<p>So betonte Andreas Schütte von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, dass vor allem die Pflanzenzüchtung für verbesserte Anbausorten von Energiepflanzen einen langen Atem benötigt. Natürlich wurde auch die <a title="Novelle EEG 2012 Auswirkung auf Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/verabschiedung-der-eeg-novelle-2012-%e2%80%93-ruckschlag-fur-die-branche-der-bioenergie-in-deutschland/">EEG Novelle 2012</a> thematisiert und über die Auswirkungen auf die verschiedenen Einsatzstoffe und Vergütungsklassen gesprochen. Ein interessanter Punkt ist hierbei, dass für einen Wechsel verschiedener Inputstoffe nicht bis zur nächsten EEG-Novelle gewartet werden, sondern auch eine viel frühere Änderung der Biomasseverordnung möglich ist.</p>
<p>Auf der Veranstaltung waren den Ankündigungen eines Moderators zur Folge sogar gleich mehrere Päpste und mögliche zukünftige „Energiepflanzen-Minister“ anwesend. Auch wenn diese Aussage in erster Linie eine wissenschaftliche Ehrung einiger Referenten war, sagt sie auch etwas über die Qualität der Redner aus, welche dem Symposium das inhaltliche Leben eingehaucht haben.</p>
<h2>Begrüßung beim 3. Energiepflanzen Symposium</h2>
<p>Das Energiepflanzen Symposium wurde auch in diesem Jahr von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) organisiert.</p>
<p>Die Begrüßung und Einführung für die 2-tägige Veranstaltung wurde von Clemens Neumann persönlich vorgenommen, welcher die <a title="Abteilung 5 des BMELV für Bioenergie und Energiepflanzen" href="http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Ministerium/Organisation/Abteilung5.html" target="_blank">Abteilung 5 für „Biobasierte Wirtschaft, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft“</a> am Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz leitet.</p>
<p>Das BMELV ist größter staatlicher Geldgeber für die Forschungen im Bereich des Energiepflanzenbaus in Deutschland und für die Förderprojekte der FNR.</p>
<p>Anschließend an die Begrüßung von Herr Clemens wurden die Vorträge der geladenen Referenten abgehalten. Da jeder der 23 Vorträge sehr dicht an Informationen gewesen ist und der Inhalt nicht in einem Blogartikel dargestellt werden kann, werde ich jeweils die Themen der Präsentationen nennen und auf das jeweilige Institut verlinken. Bei besonderem Interesse an einem der Themen kann auf diesem Wege eine schnelle Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Referenten vorgenommen werden.</p>
<p>Alle <a title="Vorträge und Präsentationen des Energiepflanzen Symposiums als Download" href="http://www.fnr.de/energiepflanzen2011/"><strong>Präsentationen des 3. Energiepflanzen Symposiums</strong></a> können auch auf der Seite der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe heruntergeladen werden.</p>
<ul>
<li>Dr. Hans-Jürgen Froese vom <a title="Bioenergie und Energiepflanzen beim BMELV" href="http://www.bmelv.de/DE/Landwirtschaft/Nachwachsende-Rohstoffe/Energetische-Nutzung/energetischeNutzung_node.html" target="_blank">BMELV</a></li>
<li><strong>Entwicklung der Energiepflanzenproduktion im Rahmen der EU-Agrar- und Energiepolitik</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Calliope Panoutsou vom <a title="Energiepflanzen und Bioenergie am Imperial College London" href="http://www3.imperial.ac.uk/icept/ourresearchactivities/bioenergy" target="_blank">Imperial College London</a></li>
<li><strong>Energiepflanzen im europäischen Kontext</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Andreas Schütte, Geschäftsführer der <a title="FNR als Veranstalter des Energiepflanzen Symposiums " href="http://www.fnr.de/" target="_blank">Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)</a></li>
<li><strong>Entwicklung und Tendenzen der Projektförderung im Bereich Energiepflanzenbau</strong><strong></strong></li>
</ul>
<h2>Anbauforschung auf dem Energiepflanzen Symposium 2011</h2>
<p>Der erste offizielle Themenkomplex der Veranstaltung war der Anbauforschung von Energiepflanzen gewidmet und wurde von Dr. Bernhard Widmann vom <a title="Energiepflanzen und Bioenergie am TFZ " href="http://www.tfz.bayern.de/" target="_blank">Technologie und Förderzentrum (TFZ)</a> in Straubing moderiert.</p>
<p>Folgende Themen wurden in diesem Block des Energiepflanzen Symposiums von den Referenten vorgetragen:</p>
<ul>
<li>Dr. Armin Vetter von der <a title="TLL als Bestanteil der Energiepflanzengemeinschaft" href="http://www.thueringen.de/de/tll/" target="_blank">Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft</a></li>
<li><strong>Projekt EVA | Ergebnisse aus sechs Jahren Fruchtfolgeforschung zu Energiepflanzen</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Kerstin Jäkel vom <a title="LfULG über Bioenergie und Energiepflanzengemeinschaft" href="http://www.smul.sachsen.de/lfulg/" target="_blank">Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie</a></li>
<li><strong>Verbundvorhaben: Ergebnisse des zweiten Projekts Sorghumhirse</strong><strong></strong></li>
<li>Prof. Frank Ellmer von der <a title="Forschung zu Gärresten von Energiepflanzen an der HU" href="http://www.agrar.hu-berlin.de/struktur/mitarbeiter/849" target="_blank">Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der HU Berlin</a></li>
<li><strong>Pflanzenbauliche Bewertung von Gärresten</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Hans Hochberg von der TLL und dem <a title="Gründlandverband für Energiepflanzen" href="http://www.gruenlandverband.de/" target="_blank">Deutschen Grünlandverband</a></li>
<li><strong>Optimierung der nachhaltigen Biomassebereitstellung von repräsentativen Dauergrünlandtypen </strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Horst-Henning Steinmann vom <a title="Forschung zu Energiepflanzen an der UNI Göttingen" href="http://www.phytopathology.uni-goettingen.de/" target="_blank">Zentrum für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung</a> an der Georg-August-Universität Göttingen</li>
<li><strong>Fruchtfolgen und Pflanzenschutz | Chancen und Risiken für Feld, Betrieb und Region </strong></li>
</ul>
<h2>Ökonomie und Logistik auf dem Energiepflanzen Symposium</h2>
<p>Folgende Themen wurden in diesem Block des Energiepflanzen Symposiums von den Referenten vorgetragen, welcher von Prof. Friedrich Kuhlmann von der <a title="Forschung zu Energiepflanzen an Uni Gießen" href="http://www.uni-giessen.de/cms/zielgruppen/herzlich-willkommen/view?set_language=de" target="_blank">Justus-Liebig-Universität Gießen</a> moderiert wurde:</p>
<ul>
<li>Christof Thoss vom <a title="DVL setzt sich für Landschaftspflegematerial für Bioenergie ein" href="http://www.lpv.de/" target="_blank">Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL)</a></li>
<li><strong>Ökonomische und politische Rahmenbedingungen für Landschaftspflegematerial</strong><strong></strong></li>
<li>Stefan Hartmann vom <a title="Forschung zur Ökonomie von Biogasanlagen am KTBL" href="http://www.ktbl.de/" target="_blank">Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL)</a></li>
<li><strong>Datengrundlage für die ökonomische Bewertung der Biomasseproduktion entlang der gesamten Prozesskette</strong><strong></strong></li>
<li>Prof. Bernward Märländer vom <a title="Forschung zur Zuckerrübe als Energiepflanze" href="http://www.ifz-goettingen.de/index.php?mid=22&amp;lng=de " target="_blank">Institut für Zuckerrübenforschung</a> der Universität Göttingen</li>
<li><strong>Die Energierübe: Rohstoff für Biogas und Ethanol</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Bernd Scherer vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau<a title="Anbau und Logistik von Energiepflanzen am VDMA" href="http://www.vdma.org/wps/portal/Home/de?WCM_GLOBAL_CONTEXT=/wps/wcm/connect/vdma/Home/de" target="_blank"> (VDMA)</a></li>
<li><strong>Energiepflanzenbau und Logistik | Optimierungsansätze aus Sicht der Landtechnikindustrie</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Dominik Reus von der Justus-Liebig-Universität Gießen (Link siehe oben)</li>
<li><strong>Ökonomische Bewertung von Energiepflanzensystemen</strong></li>
</ul>
<h2>Ökologische Aspekte von Energiepflanzen</h2>
<p>Der Programmblock zu ökologischen Aspekten rund um den Energiepflanzenbau wurde in diesem Jahr von Florian Schöne vom <a title="NABU und die Ökologie vom Energiepflanzenanbau" href="http://www.nabu.de/" target="_blank">Naturschutzbund Deutschland (NABU)</a> moderiert.</p>
<p>Die Themen der Referenten waren:</p>
<ul>
<li>Dr. Christine von Buttlar von der Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt <a title="Forschung zum Gewässerschutz im Energiepflanzenanbau" href="http://www.iglu-goettingen.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=6&amp;Itemid=7 " target="_blank">(IGLU)</a></li>
<li><strong>Nachwachsende Rohstoffe und Gewässerschutzaspekte</strong><strong></strong></li>
<li>Prof. Jürgen Augustin vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung <a title="Klimawirkung im Energiepflanzenanbau und Energiepflanzengemeinschaft" href="http://www.zalf.de/" target="_blank">(ZALF)</a> in Müncheberg</li>
<li><strong>Einfluss des Energiepflanzenanbaus zur Biogasgewinnung und der Gärrestausbringung auf den Austausch klimarelevanter Spurengase </strong></li>
<li>Martin Degenbeck von der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau <a title="Wildkräuter als Energiepflanze an der LWG " href="http://www.lwg.bayern.de/" target="_blank">(LWG)</a></li>
<li><strong>Energie aus Wildpflanzen</strong><strong></strong></li>
<li>Prof. Michael Rode vom<a title="Forschung zu Energiepflanzen und Bioenergie" href="http://www.umwelt.uni-hannover.de/" target="_blank"> Institut für Umweltplanung</a> der Leibniz Universität Hannover</li>
<li><strong>Natur- und raumverträglicher Ausbau energetischer Biomassepfade </strong></li>
<li>Jörg Böhmer vom <a title="IFAS forscht zu Energiepflanzen und Bioenergie" href="http://www.stoffstrom.org/ " target="_blank">Institut für angewandtes Stoffstrommanagement</a> (IFAS) in Trier</li>
<li><strong>Vielfältiger Energiepflanzenanbau für mehr Naturschutz in der Fläche? Stand der Arbeiten im ELKE-Projekt</strong></li>
</ul>
<h2>Züchtung neuer Energiepflanzen und Anbaukulturen auf dem 3.Symposium</h2>
<p>Im letzten Themenschwerpunkt des 3. Symposiums zu Energiepflanzen wurden innovative Energiepflanzen betrachtet und einige Züchtungsprojekte vorgestellt. Moderiert wurde dieser Block von Dr. Carl Bulich von der <a title="Forschung zu Energiepflanzenzucht am GFP" href="http://www.bdp-online.de/de/GFP/" target="_blank">Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP)</a>.</p>
<p>Folgende Themen wurden von den Referenten vorgestellt:</p>
<ul>
<li>Prof. Wolfgang Fried vom <a title="Energiepflanzenzucht als Beitrag zur Bioenergie an der Uni Gießen" href="http://www.plantbreeding-giessen.de/" target="_blank">Lehrstuhl für Pflanzenzüchtung an der Justus-Liebig Universität</a></li>
<li><strong>Schwerpunkte im Bereich der Energiepflanzenzüchtung</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Volker Hahn von der <a title="Sonnenblume als Energiepflanze stärkt Energiepflanzengemeinschaft" href="https://www.uni-hohenheim.de/1597.html?state=wsearchv&amp;search=13&amp;einrichtung.eid=365" target="_blank">Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim</a></li>
<li><strong>Sonnenblumenzüchtung für Biogasanlagen – Stand und Perspektiven</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Ulf Feuerstein von der <a title="Futtergräser als Energiepflanze" href="http://www.eurograss.com/" target="_blank">Euro Grass Breeding GmbH</a> &amp; Co. KG</li>
<li><strong>Entwicklung der Produktlinie Futtergräser als Biomasselieferant</strong><strong></strong></li>
<li>Dr. Wolf Dieter Blüthner von der <a title="Pflanzenzucht für Energiepflanzen " href="http://www.chrestensen.de/index_1.php?p=0&amp;lang=de" target="_blank">N.L. Chrestensen GmbH</a> in Erfurt</li>
<li><strong>Erhöhung des Leistungspotentials und der Konkurrenzfähigkeit der Durchwachsenen Silphie </strong><strong></strong></li>
</ul>
<h2>Danke für ein spannendes und unterhaltsames Energiepflanzen Symposium</h2>
<p>Dr. Andreas Schütte schloss mit dem starken Glauben an das Stattfinden weiterer Symposien zu Energiepflanzen. Interessant und erfreulich war auch, dass der Geschäftsführer der FNR die Forschungsförderung im Bereich der Energiepflanzen als aktuelles Vorbild für viele andere staatliche Förderprogramme lobte. Ich hoffe, ich habe seine sehr positive Aussage an dieser Stelle richtig wiedergegeben.</p>
<p>Vielen Dank an die FNR und alle Referenten für eine inhaltlich gelungene und außerdem auch organisatorisch sehr erfolgreiche Veranstaltung! Vielen Dank auch an Frau Krolow, welche eine unkomplizierte Teilnahme am Event für mich als Blogger ermöglicht hat. Danke an die Köche und Catering-Firmen für ein sehr leckeres Rindergulasch.</p>
<p>Persönlich habe ich auch einige interessante Teilnehmer kennengelernt oder Fachleute und Kollegen der Bioenergiebranche wiedergetroffen, die ich schon kannte. Vielen Dank für inspirierende Gespräche an Frank Schünemeyer vom Fraunhofer IWES, Annemarie Kürsten von der <a title="Energie 2.0 Biomasse Agentur" href="http://www.biomasse-report.de/index.php/de/" target="_blank">Energie 2.0 Biomasse Agentur</a>, Martin Loos von der Staatskanzlei Mecklenburg Vorpommern und dem Bioenergie-Journalisten Thomas Gaul.</p>
<p>Ich freue mich über das gestärkte Bewusstsein einer Energiepflanzen- oder Bioenergie-Gemeinschaft und auf das 4. Symposium zu Energiepflanzen, dass bisher alle 2 Jahre veranstaltet wurde und mittelfristig hoffentlich jährlich stattfinden kann.</p>
<p>Übrigens für alle Leser, für die der Begriff des Symposiums genauso neu war wie für mich. Ein <a title="Symposium Artikel der deutschen Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Symposium" target="_blank">Symposium</a> ist laut der deutschen Wikipedia eine „wissenschaftliche Konferenz zu einem Thema für Wissenschaftler, Entwickler und Ingenieure.“ Für wissenschaftliche Abhandlungen ist die Wikipedia natürlich nicht als Quelle geeignet, für eine erste Begriffserklärung aber durchaus ein probates Mittel.</p>
<p>Fühlen Sie sich ebenfalls als Teil der Energiepflanzengemeinschaft oder haben am diesjährigen Symposium zu Energiepflanzen teilgenommen? Welche Erkenntnisse beim Energiepflanzenbau oder beim diesjährigen Symposium finden Sie erwähnenswert?</p>
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		<title>BtL-Biokraftstoffe profitieren von € 18 Mrd. Projekt Pearl GtL in Katar</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 05:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[11. Biomasse für Anlagenbetreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Biokraftstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Holz]]></category>
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		<description><![CDATA[Große Technologiesprünge erfordern große Investitionen. Diese kann die Branche der Erneuerbaren Energien noch nicht in dem Umfang bewältigen, wie es die über Jahrzehnte etablierte fossile Energiewirtschaft kann. BtL ist neben Cellulose-Ethanol der aktuell vielversprechendste Biokraftstoff der 2. Generation. Die Herstellung von BtL ist innovativ und kompliziert. Die Bioenergie kann indirekt von den riesigen Investitionen profitieren, welche in innovative fossile Anlagenkonzepte getätigt werden. Ein gewaltiges Beispiel ist Pearl GtL von der [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/btl-kraftstoff-pearl-biomass-liquid/" title="Permanent link to BtL-Biokraftstoffe profitieren von € 18 Mrd. Projekt Pearl GtL in Katar"><img class="post_image aligncenter remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Bild-zu-Artikel-für-BtL-GtL-Pearl-Shell.jpg" width="346" height="264" alt="Shell Pearl BtL GtL Katar" /></a>
</p><p>Große Technologiesprünge erfordern große Investitionen. Diese kann die Branche der Erneuerbaren Energien noch nicht in dem Umfang bewältigen, wie es die über Jahrzehnte etablierte fossile Energiewirtschaft kann. BtL ist neben Cellulose-Ethanol der aktuell vielversprechendste Biokraftstoff der 2. Generation. Die Herstellung von BtL ist innovativ und kompliziert. Die Bioenergie kann indirekt von den riesigen Investitionen profitieren, welche in innovative fossile Anlagenkonzepte getätigt werden. Ein gewaltiges Beispiel ist Pearl GtL von der Royal Dutch Shell und der Qatar Petroleum in Katar. Welche Schnittstellen zwischen BtL und GtL sind vorhanden und welche BtL-Projekte gibt es in Europa?</p>
<h2>Warum nicht von den Großen Lernen?</h2>
<p>Nach der <a title="BtL Herstellung der Choren Industries" href="http://www.biomasse-nutzung.de/choren-schliest-sud-chemie-offnet-%e2%80%93-biokraftstoffe-der-2-generation-weiterhin-auf-der-suche/">Insolvenz der Choren Industries GmbH</a> vor 3 Monaten und der vorläufigen (?) Schließung der laufenden Demonstrationsanlage für die Herstellung von Biomass-to-Liquid (BtL) hat das Verfahren zur Verflüssigung von Biomasse in Deutschland einen herben Rückschlag hinnehmen müssen.</p>
<p>Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass nach bisherigen Erkenntnissen nicht die fehlende Machbarkeit des BtL-Verfahrens Schuld an der Insolvenz gewesen ist, sondern vor allem kurzfristige Finanzierungsprobleme und eventuelle Managementfehler (Fehlkalkulierung beim Holzpreis) als Gründe genannt werden.</p>
<p>Bei Biokraftstoff-Pionierprojekten dieser Art und Größenordnung fehlen ganz einfach Erfahrungswerte, welche bei bereits etablierten Anlagenkonzepten und Energieressourcen vorhanden sind. Warum also nicht von den erfolgreichen Großanlagen im Bereich der fossilen Energiewirtschaft lernen?</p>
<p>In Katar wird gerade von dem Mineralölunternehmen Royal Dutch Shell ein GtL-Projekt realisiert, welches sogar weit über eine Demonstrationsanlage hinausgeht und welches einer innovativen Technologie zum Durchbruch verhelfen könnte, die auch für die Weiterentwicklung der regenerativen Bioenergie nützlich ist. GtL steht hierbei für Gas-to-Liquid und nutzt Erdgas zur Herstellung von hochwertigen fossilen Kraftstoffen.</p>
<p>Ist ein solches „Lernen von den fossilen Riesen“ unpässlich für Jemanden der sich der regenerativen Bioenergie verschrieben hat? Ich finde es zumindest auch vernünftig, denn wir brauchen Biokraftstoffe der 2.Generation und wenn wir für ihre erfolgreiche Einführung auch über den Tellerrand schauen können – warum sollten wir das nicht tun?</p>
<p>Deshalb möchte ich den Fokus in diesem Artikel etwas weiter ziehen und einen Blick auf eine Großanlage legen, welches ebenfalls zur XtL-Familie gehört und die in den letzten Monaten mit der Produktion begonnen hat.</p>
<p>Shell hat sich außerdem an der Pilotanlage der Choren Industries GmbH beteiligt, um die Entwicklung des BtL-Verfahrens voranzutreiben. Siehe hierzu auch den Artikel „<a title="Artikel über Förderung von BtL durch Shell" href="http://thefraserdomain.typepad.com/energy/2005/08/shell_investmen.html" target="_blank">Shell invests in Choren BtL Technologie</a>“ aus dem Jahr 2005.</p>
<h2>Was ist Biomass-to-Liquid (BtL)?</h2>
<p>Auf den Punkt gebracht ist BtL die Bezeichnung für einen flüssigen Bioenergieträger, der durch die Vergasung von fester Biomasse und der anschließende Verflüssigung des Gases gewonnen wird.</p>
<p>Aus dem heterogenen Rohstoff Biomasse wird eine homogene Flüssigkeit. Dabei hat die entstehende Flüssigkeit einen hohen Energiegehalt und ist weitgehend CO2-neutral. Außerdem kann mit Holz oder Stroh auf Biomasse-Rohstoffe zurückgegriffen werden, die nicht mit dem Anbau von  Nahrungsmitteln konkurrieren.</p>
<p>BtL zählt deshalb zu den <a title="BtL als Biokraftstoff der 2.Generation" href="http://www.biomasse-nutzung.de/7-interessante-punkte-uber-biokraftstoffe-der-nachsten-generation/">Biokraftstoffen der 2.Generation</a>.</p>
<p>Im Folgenden eine kurze Übersicht über die wichtigsten Verfahrensschritte, die für die Herstellung von BtL-Kraftstoffen benötigt werden.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_4939" class="wp-caption aligncenter" style="width: 299px">
	<em><a href="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Verfahren-Herstellung-BtL-biomass-to-liquid.jpg"><img class="size-full wp-image-4939 " title="Verfahren Herstellung BtL biomass-to-liquid" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Verfahren-Herstellung-BtL-biomass-to-liquid.jpg" alt="BtL Herstellung mit Pyrolyse und Fischer-Tropsch-Synthese" width="299" height="410" /></a></em>
	<p class="wp-caption-text">Pyrolyse und Verflüssigung von Biomasse</p>
</div>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Einen tieferen Einstieg in die Herstellung des Biokraftstoffs der 2.Generation bietet der <a title="Wikipedia Artikel zu BtL Biomass-to-Liquid" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biomass_to_Liquid" target="_blank">BtL-Artikel</a> der Wikipedia.</p>
<h2>Katar – Reichtum auf vielen Ebenen</h2>
<p>Die Staatsfläche von Katar umfasst nur ein 30igstel der Fläche Deutschlands. Hierbei verfügt Katar aber über das drittgrößte Bruttosozialprodukt pro Kopf der Erde (2010) und wird nur noch von Luxemburg und Norwegen übertroffen.</p>
<p>Bei den größten Erdgasvorkommen steht Katar ebenfalls an 3.Stelle nach Russland und dem Iran. Der Wohlstand des kleinen Landes ist deshalb eng mit den riesigen Vorkommen an fossilen Rohstoffen verbunden. So ist das North Gas Erdgasfeld von Katar mit einem Volumen von etwa 7.500 Milliarden Kubikmetern das größte Naturgasfeld der Erde. Deutschland verbraucht zum Vergleich pro Jahr etwa 100 Milliarden m<sub>3</sub> Erdgas und könnte durch das North Gas Feld 75 Jahre lang versorgt werden.</p>
<p>Es ist also jede Menge Erdgas in Katar vorhanden, welches in flüssigen Kraftstoff (Diesel, Kerosine) umgewandelt werden kann. Deshalb ist GtL-Pearl natürlich sehr bewusst und langfristig in Katar realisiert worden.</p>
<p>In Katar wird außerdem die Fußballweltmeisterschaft 2022 ausgetragen.</p>
<h2>Pearl GtL &#8211; zwei Ölunternehmen und ihre Anlagenperle</h2>
<p>In einer wenig schönen Muschel (englisch Shell) steckt eine wunderschöne Perle (Pearl). Das hört sich ein wenig nach einer Zeile aus einer arabischen Version des Märchens um Aschenputtel an.</p>
<p>Mineralölunternehmen sind in der breiten Bevölkerung nicht unbedingt „Everybodies Darling“ und haben den Charme der riesigen Industrieanlagen die sie betreiben. In der Presse hört man in regelmäßigen Abständen von Umweltschäden oder gestiegenen Kraftstoffpreisen. Auf der anderen Seite leisten die Mineralölkonzerne den großer Beitrag, dass sie zahlreiche Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und uns mit Rohstoffen oder Energie versorgen, auf welche die Meisten von uns nicht verzichten können oder wollen. Dieses ambivalente Image teilen die meisten Ölmultis weltweit.</p>
<p>Vielleicht war die Namensgebung der niederländischen Royal Dutch Shell für das Großprojekt „Pearl GtL“ sogar eine selbstironische Anspielung auf das den Mineralölkonzernen typische düstere Image. Das ist allerdings eine Interpretation von mir und wahrscheinlich nicht der Hauptgrund für den schillernd klingenden Namen. Trotzdem, auch Unternehmen der Mineralölwirtschaft können innovative und leuchtende Ideen hervorbringen. Außen Pfui, Innen hui.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_4950" class="wp-caption aligncenter" style="width: 529px">
	<a href="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/BtL-Biomass-to-Liquid-und-Pearl-GtL1.jpg"><img class="size-full wp-image-4950" title="BtL Biomass-to-Liquid und Pearl GtL" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/BtL-Biomass-to-Liquid-und-Pearl-GtL1.jpg" alt="Verfahren zur Herstellung von BtL und GtL Shell" width="529" height="331" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Schnittmenge zur Herstellung von BtL und GtL</p>
</div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em><em> </em><em> </em><em> </em><em> </em><em> </em></p>
<h2>Upscale von Fischer-Tropsch für GtL oder BtL gelungen</h2>
<p>In die Planung und Errichtung des Großprojekts Pearl GtL am Standort Ras Laffan (Katar) waren 52.000 Personen involviert. Am Bau der Anlage waren auch die beiden DAX Schwergewichte MAN AG und Linde AG beteiligt.</p>
<p>In nur 4.5 Jahren Bauzeit und 35 Jahren F&amp;E wurde die Anlage realisiert, welche im Juni 2011 mit der Kraftstoff-Produktion begonnen hat und im Jahr 2012 ihre volle Auslastung erreichen soll. Lesen Sie hierzu auch einen interessanten <a title="Pearl GtL Artikel in Financial Times" href="http://www.ft.com/intl/cms/s/0/615ade02-8f92-11e0-954d-00144feab49a.html" target="_blank">Artikel zu Pearl GtL in der Financial Times</a>.</p>
<p>Für eine unvorstellbare Summe von 18 Milliarden Euro wurde eine Anlage errichtet, welche Erdgas aus dem 60 km offshore gelegenen Erdgasfeld North Gas in flüssige Kraftstoffe (z.B. Diesel, Kerosine) umwandeln kann. Die erzeugten Kraftstoffe aus Erdgas weisen eine verbesserte CO2-Bilanz als klassische Kraftstoffe auf Mineralölbasis auf.</p>
<p>Pro Tag können bei voller Kapazität aus 45 Millionen m<sub>3</sub> Erdgas etwa 22.000 m<sub>3</sub> Flüssigkraftstoff hergestellt werden. Diese Menge ist ausreichend, um etwa 160.000 PKWs für einen Tag mit Kraftstoff zu versorgen. GtL wird in Deutschland auch der Kraftstoffsorte V-Power-Diesel beigemischt.</p>
<p>Wie die Grafik zu Beginn dieses Abschnitts zeigt, gibt es technologische Schnittmengen zwischen der Herstellung von BtL- und GtL-Kraftstoffen. Allerdings entfällt bei der Herstellung von GtL, die seit Anfang der 1990iger etabliert ist, komplett die erste Phase der BtL-Gewinnung. Beim GtL-Verfahren liegt bereits ein Gas vor, welches „nur“ noch verflüssigt werden muss.</p>
<p>Hier eine Vorstellung von Pearl GtL durch Andy Brown, dem Executive Vice President und Betriebsführer der GtL-Anlage.<br />
<object width="560" height="315"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/JBv8xUWMY7E?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/v/JBv8xUWMY7E?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h2>Bei Technologietransfer für BtL bleibt die Brainpower in  der Familie</h2>
<p>Synergien zwischen biomass-to-liquid (BtL) und gas-to-liquid (GtL) sind ausschließlich im zweiten Verfahrensschritt der BtL-Herstellung, der Synthese des Gases mit Fischer-Tropsch, zu finden und weniger bei der Vergasung (Pyrolyse) der Ausgangsstoffe.</p>
<p>Shell hat für die Weiterentwicklung des Fischer-Tropsch-Verfahrens, den Upscale des Prozesses und den verbundenen Technologien von Pearl GtL über 1 Millionen Arbeitsstunden investiert und zahlreiche Versuche zur Verbesserung des Konzepts durchgeführt. Diese geleistete Brainpower sollte umfassend genutzt werden!</p>
<p>Sollte die GtL-Anlage erfolgreich laufen, könnten Teile der Gassynthese an andere XtL-Anlagen verkauft werden. In diesem Fall kann auch die Herstellung von BtL-Biokraftstoffen von der Verfahrenstechnik der GtL-Anlage profitieren. BtL ist in der Lage die CO2 Bilanz von XtL-Kraftstoffen nochmal deutlich zu verbessern.</p>
<h2>Biomass-to-Liquid (BtL) Projekte in Europa</h2>
<p>In einem Artikel „Choren – Aus der Traum“ von Karsten Wiedemann in der September-Ausgabe des neue energie Magazins ist eine Liste von BtL-Projekten in Europa enthalten. Diese möchte ich für einen besseren Überblick noch abschließend nennen.</p>
<ol>
<li><a title="BtL Biokraftstoff Herstellung von Choren" href="http://www.choren.com/applikation-synthesegas/btl-erzeugung/biomass-to-liquids/" target="_blank">Choren </a>| Herstellung von BtL-Biokraftstoffen aus Holz | Freiberg</li>
<li><a title="BtL Biomass-to-Liquid Herstellung Bioliq" href="http://www.bioliq.de/index.php" target="_blank">Bioliq</a> | Bioliq 2 für BtL-Biokraftstoffe aus Bioabfällen | Karlsruhe</li>
<li><a title="BtL Kraftstoff Synthese von Cutec" href="http://www.cutec.de/biokraftstoffe.html" target="_blank">Cutec </a>| Erforschung der BtL-Synthese | Clausthal-Zellerfeld</li>
<li><a title="BtL biomass-to-liquid und Bioerdgas am EEE" href="http://www.eee-info.net/cms/" target="_blank">Europäisches Zentrum für Erneuerbare Energien</a> | Synthetisches Bioerdgas aus Holz | Güssing, Österreich</li>
<li>Neste Oil | NExBTL Herstellung | Porvoo, Finnland</li>
<li><a title="BtL biomass-to-liquid BioTfuel Projekt von Udhe" href="    http://www.uhde.eu/nc/de/presse/aktuelle-nachrichten/detail-anzeige/archive/2010/march/article/uhdes-prenflotm-process-to-be-part-of-joint-research-and-development-project-biotfuel-in-france.html?tx_ttnews%5Bday%5D=05&amp;cHash=91d06c05f1c0010ef0cf0decaf7fba36&amp;sword_list%5B0%5D=biotfuel" target="_blank">Thyssen Krupp Udhe GmbH</a>| PRENFLOTM-Verfahren für BioTfuel | 2 Anlagen in Frankreich</li>
<li><a title="BtL biomass-to-liquid Pilotanlage des CEA" href="http://www.cea-technologies.com/articles/article/8905/en" target="_blank">CEA </a>| BtL-Pilotanlagen | Bure/Saudron, Frankreich</li>
</ol>
<h2>Fazit zur möglichen Zusammenarbeit von GtL und BtL</h2>
<p>Die Pearl GtL Anlage bietet eine gute Chance für eine Zusammenarbeit von fossilen und regenerativen Energiesystemen. Die Erfolgsgeschichte der fossilen Mineralölunternehmen basiert immerhin auch auf der jahrzehntelangen Förderung durch die Politik und somit die Bevölkerung. Deshalb sollten „die Großen“ beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.</p>
<p>Bei einem kostengünstigen Technologietransfer des Fischer-Tropsch-Verfahrens an BtL-Anlagen als Beitrag zum Klimaschutz bleibt die Brainpower in der XtL-Familie.</p>
<p>Da ich bei allem Streben nach effizienter Verfahrenstechnik und größeren Anlagen vor allem an die dezentrale Stärke der Bioenergie glaube, sollten und werden kommende BtL-Anlagen deutlich kleiner ausfallen, als die von Shell und Qatar Petroleum realisierte GtL-Anlage.</p>
<p>Erdgas hat sich teilweise in riesigen, zusammenhängenden und räumlichen Feldern gesammelt, wodurch der Bau von großen Anlagen zur Ernte des Erdgases bis zu einem gewissen Grad rechtfertigen lässt. Nicht so bei Biomasse. Nachwachsende Biomasse muss von weit verteilten und flächigen Wachstumsorten zur Anlage transportiert werden, weshalb aus Gründen der Energiebilanz viele kleinere Anlagen eine vernünftigere Alternative darstellen.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass die fossile und die regenerative Energiewirtschaft trotz der ebenfalls vorhandenen Konkurrenzsituation in vielen Fällen zusammenarbeiten können, so dass für beide Energiesysteme Synergien entstehen und der Klimaschutz ernsthaft vorangetrieben werden kann.</p>
<p>Was denken Sie?</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>EnAlgae &#8211; €14 Millionen für Energie aus Algen in Europa</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 06:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[02. Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bezeichnung EnAlgae ist eine Zusammenführung von „Energetic Algae“. EnAlgae steht somit für das inhaltliche Programm des kürzlich geschlossenen Projekts zur Erforschung und Markteinführung von Energie aus Algen in Nordwesteuropa. EnAlgae wird für den Zeitrahmen von 4 Jahren (2011-2015) mit insgesamt 14.4 Millionen Euro über das INTERREG IVB North West Europe (NWE) Programm gefördert. Welche Rahmenbedingungen zeichnet das Projekt aus? Algen gelten schon seit langem als ein wichtiger Hoffnungsträger für [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/enalgae-algen-energie-europa/" title="Permanent link to EnAlgae &#8211; €14 Millionen für Energie aus Algen in Europa"><img class="post_image aligncenter remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Partner-Institute-EnAlgae.jpg" width="386" height="229" alt="Image Enalgae Energie Algen Europa Partner" /></a>
</p><p>Die Bezeichnung EnAlgae ist eine Zusammenführung von „Energetic Algae“. EnAlgae steht somit für das inhaltliche Programm des kürzlich geschlossenen Projekts zur Erforschung und Markteinführung von Energie aus Algen in Nordwesteuropa. EnAlgae wird für den Zeitrahmen von 4 Jahren (2011-2015) mit insgesamt 14.4 Millionen Euro über das INTERREG IVB North West Europe (NWE) Programm gefördert. Welche Rahmenbedingungen zeichnet das Projekt aus?<br />
Algen gelten schon seit langem als ein wichtiger Hoffnungsträger für die Weiterentwicklung der erneuerbaren Bioenergie und sind als Rohstoff für die Biogas- und <a title="Artikel über Biokraftstoffe Produktion und Handel" href="http://www.biomasse-nutzung.de/category/blog/10-biokraftstoffe/">Biokraftstoffherstellung</a> im Gespräch. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch vom „Feedstock der 3.Generation“ gesprochen. Bereits 1933 schaffte es Hans Gaffron als erster Wissenschaftler mit Hilfe der Grünalge Chlamydomonas<em> reinhardtii</em> den Biowasserstoff herzustellen.</p>
<p>Seit diesen Anfängen wurden in der Algenforschung und –kultivierung zahlreiche Fortschritte gemacht. Weltweit gibt es erste Anlagen zum großtechnischen Anbau von Mikro- und Makroalgen.</p>
<h2>Stärken und Ziele von EnAlgae</h2>
<p>Die hohe Bevölkerungsdichte und der ausgeprägte Industrialisierungsgrad im Nordwesten Europas bedeuten Vor- und Nachteile. So bieten ein dichtes Netzwerk an Forschungsinstituten und hochqualifiziertes Personal auf der einen und ein hoher Energiebedarf auf der anderen Seite Chancen und Konflikte für die Weiterentwicklung der Länder Nordwesteuropas.</p>
<p>Ein wesentlicher Ansatz des <a title="Internetseite EnAlgae Projekt" href="http://www.enalgae.eu/index.html" target="_blank">EnAlgae Projekts</a> ist es, die verfügbaren Vorteile der Region zu nutzen und die Nachteile abzuschwächen. Das Projekt zur energetischen Nutzung von Algen hat hauptsächlich 3 Ziele:</p>
<ul>
<li>Gewinnung eines besseren Verständnisses für die Algenkultivierung</li>
<li>Erzeugung von regenerativer Bioenergie</li>
<li>Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen (THG)</li>
</ul>
<p>Die 19 Teilprojekte in den 7 Mitgliedsstaaten umfassen die Stadien Produktentwicklung, Betrieb von Pilotprojekten und die Unterstützung der Markteinführung. Dabei sollen vor allem die Synergien im Bereich Know-How und Finanzen genutzt werden, die durch eine Bündelung verschiedener Institute auf engem Raum vorhanden sind.</p>
<p>Ein weiterer Vorteil liegt in der besseren Koordination der unterschiedlichen Ansätze der Algenforschung. Doppelte Forschungsarbeit an identischen Themen soll verhindert werden. Außerdem wird durch eine gezielte Rücksprache im Bereich der Algenkultivierung eine bessere Positionierung Europas im internationalen Wettbewerb mit Ländern wie den USA, China oder Australien erreicht.</p>
<p>Das Vorhandensein von 9 Pilotanlagen zur Algenkultivierung innerhalb der EnAlgae Partner ist eine weitere Stärke. Diese Konstellation erlaubt eine breite Erforschung der Wasserpflanzen unter verschiedensten Bedingungen an mehreren Standorten gleichzeitig.</p>
<h2>EnAlgae Teilnehmer aus Deutschland</h2>
<p>In Deutschland gibt es verschiedene Standorte an denen die Kultivierung von Algen getestet oder in größerem Maßstab bereits durchgeführt wird. Die größte und bekannteste Algenfarm in Deutschland oder sogar Europa ist sicherlich Algomed in Klötze. An dem Standort in Sachsen-Anhalt werden Mikroalgen (Chlorella, Aphanizomeon, Spirulina) für Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel angebaut. Sehen Sie hierzu auch den Artikel zur <a title="Algenforschung und Algenfarm in Deutschland" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biodiesel-aus-algen-und-jatropha-erobert-zunehmend-die-zivile-luftfahrt/">Algenkultivierung in Deutschland</a>.</p>
<p>Aus deutscher Sicht sind drei Einrichtungen direkt an EnAlgae beteiligt.</p>
<ul>
<li><a title="Pressemitteilung der FNR zu EnAlgae" href="http://www.nachwachsenderohstoffe.de/presseservice/pressemitteilungen/aktuelle-mitteilungen/aktuelle-nachricht/archive/2011/september/article/energie-aus-algen/?tx_ttnews[day]=27&amp;cHash=6f6efd8c5db9ceea187efa680de6e7e8" target="_blank">Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe</a> (FNR) | Gülzow</li>
<li><a title="Pressemitteilung des KIT zu EnAlgae" href="http://www.kit.edu/besuchen/pi_2011_8116.php" target="_blank">Karlsruher Institute für Technologie</a> (KIT) | Karlsruhe</li>
<li>Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) | Saarbrücken</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen zu EnAlgae finden Sie auf den Internetseiten der deutschen Partner des Algenprojekts für Nordwesteuropa. Der unterlegte Link in der Aufzählung führt direkt zu den Pressemitteilungen.</p>
<p>Mich wundert, dass der vergleichsweise starke <a title="Algen-Cluster in Berlin-Brandenburg" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kerosin-algenforschung-algentreibstoff-forschungsprojekt/">Algen-Cluster in Berlin-Brandenburg</a> nicht mit einem Standpunkt in Deutschland vertreten ist. Vielleicht bin ich an dieser Stelle aber auch zu lokalpatriotisch.</p>
<p>Ich bin gespannt, welche Organismen und Forschungsschwerpunkte sich konkret ergeben werden und hoffe, dass EnAlgae der energetischen Nutzung von Algen in Europa zu einem Durchbruch verhelfen wird.<br />
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		<title>Bioerdgas &#8211; Evolution der Bioenergie</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 10:44:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[01. Berlin-Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[02. Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[04. Wirtschaft und Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[05. Innovation und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Biogas]]></category>
		<category><![CDATA[Biokraftstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Bioerdgas]]></category>
		<category><![CDATA[Biomethan]]></category>
		<category><![CDATA[Vorteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Was zeichnet eine erfolgreiche Branche aus? Gerade über einen langen Zeitraum betrachtet, muss sie sich vor allem weiterentwickeln, sich an geänderte Rahmenbedingungen zügig anpassen und im Idealfall auch selbst neue Trends erschaffen. Dieses Credo gilt natürlich auch für die Branche der gasförmigen Bioenergie, die als erneuerbare Energieform ihren Beitrag zur Energiewende leistet. Bioerdgas nimmt hierbei eine besonders interessante Stellung ein und ist ein vielversprechender Evolutionsschritt zur Weiterentwicklung der Bioenergie. Das [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioerdgas-biomethan-vorteile/" title="Permanent link to Bioerdgas &#8211; Evolution der Bioenergie"><img class="post_image alignnone remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Bioerdgas-BHKW-Evolution-der-Bioenergie1.jpg" width="343" height="200" alt="Biomethan Bioerdgas Evolution Bioenergie" /></a>
</p><p>Was zeichnet eine erfolgreiche Branche aus? Gerade über einen langen Zeitraum betrachtet, muss sie sich vor allem weiterentwickeln, sich an geänderte Rahmenbedingungen zügig anpassen und im Idealfall auch selbst neue Trends erschaffen. Dieses Credo gilt natürlich auch für die Branche der gasförmigen Bioenergie, die als erneuerbare Energieform ihren Beitrag zur Energiewende leistet. Bioerdgas nimmt hierbei eine besonders interessante Stellung ein und ist ein vielversprechender Evolutionsschritt zur Weiterentwicklung der Bioenergie. Das gilt besonders vor dem Hintergrund der <a title="EEG Novelle 2012 Änderungen für Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/verabschiedung-der-eeg-novelle-2012-%E2%80%93-ruckschlag-fur-die-branche-der-bioenergie-in-deutschland/">EEG Novelle 2012</a>, aus der das Energieprodukt Bioerdgas gestärkt hervorgeht.</p>
<h2>Infrastruktur der Biogasproduktion in Deutschland</h2>
<p>Die gasförmige Bioenergie in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten ständig weiterentwickelt und sich von Süddeutschland ausgehend mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet. Niedersachsen und Bayern sind in Bezug auf die Anlagenzahl und die installierte Gesamtleistung führend und stellen jeweils etwa 550 MW (Stand 2011) an Anlagenkapazität.</p>
<p>Ländliche, dezentrale Biogasanlagen (Süddeutschland) und industrielle Großanlagen (Ostdeutschland) prägen mittlerweile die Biogaslandschaft in Deutschland.</p>
<p>Eine gute Übersicht über den aktuellen Entwicklungsstand und regionale Unterschiede der Biogasbranche in Deutschland bieten 3 <a title="Biogas und Bioerdgas in Deutschland 2011 Übersicht" href="http://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_Branchenzahlen/$file/11-05-30_Biogas%20Branchenzahlen%202010_final.pdf" target="_blank">Grafiken des Fachverbands Biogas</a> vom Juni 2011.</p>
<h2>Verschmelzung von Biogas- und Biokraftstoffbranche dank Bioerdgas</h2>
<p>Aktuell ist die Biogasbranche bestrebt sich von ihrer ausschließlich dezentralen Nutzung zu emanzipieren und das eigene Anwendungsspektrum zu erweitern. Das Besondere ist, dass die dezentrale und energieeffiziente Produktion dabei nicht aufgegeben werden muss. Wie ist das möglich? Mit Hilfe von Bioerdgas.</p>
<p>Was ist Bioerdgas?</p>
<p>Der energetisch wichtigste Bestandteil des Gasgemisches „Biogas“ ist Methan, welches im Durchschnitt zu etwa 60% im Rohbiogas enthalten ist. Methan ist außerdem der Hauptbestandteil von Erdgas, von dem etwa 100 Milliarden Normkubikmeter pro Jahr über das Erdgasnetz an Verbraucher in Deutschland verteilt werden.</p>
<p>Durch die Aufreinigung von Biogas auf Erdgasqualität entsteht BioERDGAS, beziehungsweise Biomethan, welches ebenfalls ins Erdgasnetz eingespeist und über dieses transportiert werden kann. Das Ziel der Bundesregierung ist die Einspeisung von jährlich 10 Milliarden m<sup>3</sup> Bioerdgas ins deutsche Erdgasnetz bis zum Jahr 2030. Die angestrebte Einspeisemenge für Biomethan entspricht somit einem Zehntel des heutigen Erdgasverbrauchs.</p>
<p>Eine gute Übersicht über aktuelle Projekte zur Biomethaneinspeisung in Deutschland und Europa finden Sie auf der <a title="Einspeiseprojekte für Biomethan Bioerdgas in Deutschland " href="http://www.biogaspartner.de/index.php?id=10074" target="_blank">Biogaspartner-Internetseite</a> der DENA.</p>
<h2>Vorteile von Bioerdgas</h2>
<p>Was sind die Vorteile von Bioerdgas/ Biomethan? Das Besondere an Bioerdgas ist, dass es die gasförmige Bioenergie auf ein neues Niveau heben und ihr bildlich gesprochen Flügel verleihen kann.</p>
<p>Erstens wird der räumliche Einsatz von Biogas durch den Vertrieb als Bioerdgas im Erdgasnetz deutlich erweitert. Abgesehen von den Kosten für Gasaufbereitungsanlagen und Anschlussleitungen, von der Biogasanlage zum Erdgasnetz, sind hierfür keine aufwändigen Investitionen für den Zugang zu einem deutschlandweiten (!) Absatzgebiet notwendig. Da die Bioerdgaseinspeisung langfristig angelegt ist und über einen Zeitraum von 20 Jahren nach EEG gefördert werden kann, können die Investitionen langfristig abgeschrieben werden.</p>
<p>Zweitens werden durch die „chemische Reinheit“ von Bioerdgas (Methan) neue Anwendungen möglich, die für heterogenes Biogas (Mix aus Methan, CO2, Wasserdampf, Stickstoff etc.) noch nicht existierten. So kann Bioerdgas künftig in jedem erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerk sehr energieeffizient verstromt werden. Außerdem kann Bioerdgas auch als Biokraftstoff in erdgasbetriebenen Fahrzeugen verwendet werden. Zu den innovativen Anwendungsmöglichkeiten von Biomethan werden in den folgenden Abschnitten 2 Projekte aus der Praxis vorgestellt die vor kurzem umgesetzt wurden.</p>
<p>Die Qualitätskontrolle des eingespeisten Bioerdgases wird aktuell durch die Anmeldung im <a title="Biogasregister für Bioerdgas der DENA" href="http://www.biogasregister.de/" target="_blank">Biogasregister der DENA</a> garantiert, welches auf den Tag genau vor einem Jahr gestartet wurde. Laut Angaben der DENA repräsentieren die aktuell angemeldeten Nutzer schon 60% des deutschen Biomethanmarktes.</p>
<div id="attachment_4871" class="wp-caption aligncenter" style="width: 328px">
	<a href="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Bioerdgas-Biomethan-Gasleitung.jpg"><img class="size-full wp-image-4871" title="Bioerdgas Biomethan Gasleitung" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Bioerdgas-Biomethan-Gasleitung.jpg" alt="Gasleitung für Bioerdgas und Biomethan" width="328" height="264" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Erdgasnetz - viel Platz für Bioerdgas</p>
</div>
<h2>Erdgasnetz bedankt sich mit grünem Bioerdgas-Anstrich</h2>
<p>Wenn ich mir das Erdgasnetz als Person vorstelle und ich der Agent oder Presssprecher dieser äußerst erfolgreichen Person im Energiegeschäft wäre, würde ich die Aufnahme von Bioerdgas wahrscheinlich folgendermaßen vorstellen.</p>
<p>„Mein Klient das Erdgasnetz hat sich dazu entschieden, in Zukunft noch aktiver zum Klimaschutz beizutragen. Dazu wird es ab sofort mehr regionale Produkte zu sich nehmen und auf einen höheren Anteil an Bioerdgas im täglichen Speiseplan achten. Mit diesem grünen Anstrich möchte es außerdem etwas zurückgeben und sich bei den zahlreichen Menschen der verschiedenen Regionen Deutschlands bedanken, die über Jahrzehnte seinen Aufstieg unterstützt haben.“</p>
<p>Eine wichtige Neuerung für die Bioenergie ist die Nutzung des Erdgasnetzes als Vertriebspartner. Biomethan kann dank der Möglichkeit zur Einspeisung ins Erdgasnetz zum Betrieb von Blockheizkraftwerken (BHKW) genutzt werden, die sich nicht in unmittelbarer Nähe zur Biogasanlage befinden in dem das Rohbiogas gewonnen wurde.</p>
<p>Der weitere Ausbau der Strom- und Gasnetze ist für die weitere Integration der Erneuerbaren Energien in Deutschland unumgänglich (<a title="Ausbau des Erdgasnetzes für Bioerdgas notwendig." href="http://www.biomasse-nutzung.de/hohe-bedeutung-des-netzausbaus-fur-die-entwicklung-der-dezentralen-bioenergie/">siehe Artikel</a>).</p>
<h2>Bioerdgas-BHKW versorgen Berlin mit Strom und Wärme</h2>
<p>Dank der Umwandlung von Biogas in Bioerdgas ist die Nutzung der gasförmigen Bioenergie nicht mehr ausschließlich auf ländliche Regionen beschränkt, sondern sie kann zukünftig auch verstärkt in Großstädten zum Einsatz kommen.</p>
<p>Welche infrastrukturellen Anpassungen sind dafür noch nötig?</p>
<p>Das Besondere ist, dass alle klassischen Erdgas-BHKW mit Biomethan betrieben werden können! Wenn die erfolgreiche Einspeisung des Bioerdgases stattgefunden hat, dann ist schon die heutige Infrastruktur für eine umfassende Nutzung von Bioerdgas geeignet. Während reine Biogas-BHKW speziell für die Verbrennung von heterogenem Biogas entwickelt worden sind, kann Bioerdgas in jedem gasverbrennenden Blockheizkraftwerk verbrannt werden, das es am Markt zu erwerben gibt.</p>
<p>Einzig der Betreiber des Blockheizkraftwerks und natürlich das vorhandene Angebot an Bioerdgas entscheiden über den Anteil, den Biomethan künftig an der Strom- und Wärmeerzeugung übernehmen wird.</p>
<p>Die Berliner Energieagentur realisierte im Auftrag der Berliner Immobilienmanagement (BIM) Anfang des Jahres ein mit Bioerdgas betriebenes BHKW in einer Feuerwache in Berlin-Charlottenburg.</p>
<p>Das größte von insgesamt 4 gebauten Blockheizkraftwerken hat eine Leistung von 240 kWel und 365 kWth. Durch diese Maßnahme in der <a title="Bioerdgas bietet Chancen für KWK Modellstadt Berlin" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kraft-warme-kopplung-in-berlin/">KWK-Modellstadt Berlin</a> wird eine jährliche Einsparung von 100 Tonnen CO<sub>2</sub> erreicht. Der Bau des Blockheizkraftwerks ist in die 10 Millionen Euro kostende Komplettsanierung des 21.000 m<sup>2</sup> großen Feuerwache-Verwaltungsgebäudes integrierte. Da die <a title="Bau der ersten Biogasanlage für Berlin" href="http://www.biomasse-nutzung.de/baubeginn-fur-deutschlands-modernste-biogasanlage-fur-bioabfalle-in-berlin/">erste Biogasanlage Berlins</a> sich noch im Bau befindet, wird das von der Gasag bezogene Bioerdgas durch Biogasanlagen im Umland von Berlin produziert.</p>
<p>Weitere Informationen zum BHKW-Projekt finden Sie in einer <a title="Pressemitteilung der BIM zum Bioerdgas BHKW" href="http://www.bim-berlin.de/neues.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=60&amp;cHash=10324c8409ce832e80a6ab84eb0ca23c" target="_blank">Pressemitteilung der BIM</a>.</p>
<p>Das beschriebene Berliner Bioerdgas-Projekt wurde in der Ausgabe vom 1. September der Zeitschrift Energie &amp; Management zum „Contracting des Monats“ gekürt.</p>
<h2>Stadtwerke München nutzen 100% Bioerdgas als Biokraftstoff der 2.Generation</h2>
<p>Die Stadtwerke München gehen einen anderen innovativen Weg, die Flexibilität von Bioerdgas voll auszuschöpfen.</p>
<p>Dafür bedienen sich die Münchner dem von der Verbio AG produzierten Verbiogas. Bei diesem zu Bioerdgas aufbereiteten Biogas handelt es sich um ein Energieprodukt, welches als Kraftstoff verwendet 90% weniger CO<sub>2</sub> freisetzt als fossiles Benzin.</p>
<p>Die herausragend gute Klimabilanz für einen aktuell verfügbaren Kraftstoff erreicht Verbiogas auf Grund der ausschließlichen Verwendung von Abfallprodukten der Bioethanolproduktion (Schlempe) und Stroh. Dank des Rückgriffs auf organische Ausgangsstoffe die nicht als Lebensmittel verwendet werden können, zählt das auf diese Art erzeugte Bioerdgas zu den ersten <a title="Bioerdgas als Biokraftstoff der 2.Generation" href="http://www.biomasse-nutzung.de/7-interessante-punkte-uber-biokraftstoffe-der-nachsten-generation">„Biokraftstoffen der 2.Generation“</a> weltweit, welche in großem Maßstab hergestellten werden. Zum innovativen Konzept der Verbio AG finden Sie hier einen<a title="Kombination von Biogas und Biokraftstoffherstellung" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kombination-von-biokraftstoffen-und-biogas-zur-verbesserung-der-bilanz-der-bioenergie"> weiteren Artikel</a>.</p>
<p>Das Verbiogas wird von den Münchner Stadtwerken, passend zu den anderen Energieprodukten, als „M-Ökogas“ angeboten. An Tankstellen im Münchner Landkreis wird das M-Ökogas seit Ende August sogar mit einer 100%igen Reinheit (bisher 50%) angeboten.</p>
<p>Alle Erdgasfahrzeuge können also ab sofort in der bayrischen Landeshauptstadt auch 100% Biokraftstoff tanken und mit einer CO2-Reduktion von 90% sehr aktiv zum Klimaschutz beitragen. Verglichen mit einem Benziner entspricht der Kraftstoffpreis von Bioerdgas sogar nur 76 Cent/ Liter! Der unterschiedliche Energiegehalt der beiden Kraftstoffe ist in dieser Rechnung schon berücksichtigt.</p>
<p>Bioerdgas ist somit als reiner Biokraftstoff in der Praxis angekommen und dürfte dank seines enormen Preisvorteils kein Ladenhüter werden.</p>
<h2>Hemmnisse für die Einspeisung von Bioerdgas müssen überwunden werden</h2>
<p>Bioerdgas besitzt das Potential die bisher weitgehend getrennten Branchen der gasförmigen und flüssigen Bioenergie direkt miteinander zu verbinden. Zukünftig wird es wahrscheinlich möglich sein, die Produktion von Biogas und Biokraftstoff noch viel stärker zu kombinieren als bisher.</p>
<p>In einem ersten Schritt ist dies schon der Verbio AG gelungen, welche durch die Vergärung der bei der Bioethanolherstellung anfallenden Schlempe auch Biogas als Koppelprodukt herstellen (siehe vorheriger Abschnitt). Dank der Aufbereitung zu Bioerdgas wird nun auch das produzierte Biogas zu einem Biokraftstoff.</p>
<p>Für diese und weitere Anwendungsmöglichkeiten von Bioerdgas muss dessen Einspeisung noch stark vorangetrieben werden. Hierbei gilt es vor allem die vorliegenden Hemmnisse (<a title="Probleme bei Integration von Biomethan Bioerdgas" href="http://www.biomasse-nutzung.de/hemmnisse-und-losungswege-bei-der-integration-von-biomethan">siehe Artikel</a>) zu überwinden.</p>
<p>Im Vergleich mit dem jährlichen Verbrauch an fossilem Erdgas (100 Milliarden m<sup>3</sup>) scheint das Biomethan-Einspeiseziel (10 Milliarden m<sup>3</sup>) der Bundesregierung für 2030 relativ gering. Trotzdem muss dieser 10%ige grüne und regionale Anstrich des Erdgasnetzes erst mal gelingen.</p>
<p>Als wichtiger Grund für die Probleme bei der Bioerdgas-Einspeisung wird der aktuell sehr niedrige Erdgaspreis betrachtet. Teilweise wurde in diesem Zusammenhang sogar schon von einer Gasschwemme in Europa gesprochen. So lag der Grenzübergangspreis für Erdgas im Jahr 2010 bei etwa 2 Cent/ kWh, während sich Herstellungskosten für Biomethan im Umfeld von 6 Cent/ kWh (Angaben Bundesnetzagentur) bewegten.</p>
<p>Es ist also noch ein langer Bioerdgas-Weg, der aber in den letzten Jahren zielstrebig gegangen wurde und durch die EEG Novelle 2012 einen weiteren Schub erhalten hat.<br />
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		<title>Algen-Cluster in Brandenburg &#124; Kerosin und Biodiesel made in Senftenberg</title>
		<link>http://www.biomasse-nutzung.de/kerosin-algenforschung-algentreibstoff-forschungsprojekt/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 08:27:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kerosin-algenforschung-algentreibstoff-forschungsprojekt/" title="Permanent link to Algen-Cluster in Brandenburg | Kerosin und Biodiesel made in Senftenberg"><img class="post_image aligncenter frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Algen-Cluster-und-Algenforschung-in-Berlin-Brandenburg.jpg" width="340" height="403" alt="Algentreibstoff Biogas und Kerosin aus Algen" /></a>
</p><p>In der zivilen Luftfahrt nimmt der Kraftstoff einen der größten Kostenpunkte ein. Ab 2012 werden die Treibstoffkosten für die europäischen Fluggesellschaften durch <a title="EU-Emissionshandel als Chance für Algentreibstoffe" href="http://www.biomasse-nutzung.de/eu-emissionshandel-gilt-ab-2012-auch-fur-die-luftfahrt-chancen-fur-biokraftstoffen/">Änderungen im EU-Emissionshandel</a> weiter steigen. Die Suche nach preiswerten und umweltfreundlichen Kraftstoffen für die Luftfahrt, die Schifffahrt und den Straßenverkehr läuft deshalb auf Hochtouren. In Brandenburg wird intensiv an der Erforschung und Entwicklung von Algentreibstoffen gearbeitet. So werden an der Hochschule Senftenberg gleich zwei Typen für Biokraftstoffe der 3.Generation entwickelt – Biodiesel und Kerosin aus Algen.</p>
<p>Heute, am 12.09.2011, werden von der <a title="Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH" href="http://www.energieregion-lausitz.de/de/index.html" target="_blank">Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH</a> und der Hochschule Lausitz die aktuellen wissenschaftlichen und unternehmerischen Tätigkeiten zur Algenforschung am Standort Senftenberg vorgestellt. Anlässlich der Veranstaltung „Algenforschung in der Lausitz – Stärkung der Forschungsinfrastruktur“ möchte ich im heutigen Artikel über die Algenforschung in Brandenburg berichten.</p>
<h2>Vorteile von Algentreibstoffen</h2>
<p>Algen für die Herstellung von Biokraftstoffen zu nutzen ist keine ganz neue Idee und existiert in den Köpfen einiger Wissenschaftler schon seit einigen Jahrzehnten. Bisher mangelte es aber an der Notwendigkeit zur praktischen Umsetzung dieser theoretischen Konzepte. Das global gewachsene Klimaschutz-Bewusstsein und die rasant gestiegene Nachfrage asiatischer Länder nach Erdöl haben die Karten für Algen-Treibstoffe neu gemischt und ihre Weiterentwicklung beschleunigt (<a title="Hohe Wachstumsraten von Algen für Algentreibstoffe " href="http://www.biomasse-nutzung.de/biodiesel-aus-algen-und-jatropha-erobert-zunehmend-die-zivile-luftfahrt/">siehe Artikel</a>).</p>
<p>Geringer Verbrauch an Landfläche, schnelles Biomasse-Wachstum, flexible Einsatzmöglichkeiten, globale Verteilung und eine gute CO2-Bilanz machen die Kultivierung von Algen aus vielerlei Hinsicht interessant.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Biodiesel-und-Kerosin-Algentreibstoff-aus-Senftenberg-Brandenburg.png"></a></p>
<div id="attachment_4882" class="wp-caption aligncenter" style="width: 254px">
	<a href="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Biodiesel-und-Kerosin-Algentreibstoff-aus-Senftenberg-Brandenburg.jpg"><img class="size-full wp-image-4882 " title="Biodiesel und Kerosin Algentreibstoff aus Senftenberg Brandenburg" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Biodiesel-und-Kerosin-Algentreibstoff-aus-Senftenberg-Brandenburg.jpg" alt="Algenforschung Algen-Cluster Bioenergie" width="254" height="271" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Forschung mit Mikroalgen</p>
</div>
<h2>FH Senftenberg und GMB GmbH „Green MiSSiON“ erhalten 4 Millionen Euro für Algenforschung in Brandenburg</h2>
<p>Es wurden schon verschiedene <a title="Übersicht Unternehmen und Institute der Algenforschung" href="http://www.biomasse-nutzung.de/auflistung-unternehmen-und-instituten-der-algennutzung/">Unternehmen und Institute</a> vorgestellt, die im Bereich der Algennutzung tätig sind.</p>
<p>In Brandenburg wurden vor einem guten Jahr etwa 4 Millionen Euro Fördergelder bewilligt, um die Entwicklung von Biokraftstoffen aus Algen zu unterstützen. Die finanzielle Unterstützung wurde hierbei auf 2 Projektträger verteilt, die mit 2 km Entfernung auch räumlich nah beieinanderliegen.</p>
<p>Ziel der beiden Forschungsprojekte ist das Finden von Antworten auf Fragen wie:</p>
<ul>
<li>Welcher Stamm von Mikroalgen ist am besten geeignet?</li>
<li>Wie ist die Energiebilanz der Algenkultivierung?</li>
<li>Bei welcher Menge an CO2-Zugabe wachsen Algen am effektivsten?</li>
</ul>
<p>Im ersten Forschungsprojekt erhält die Hochschule Senftenberg etwa 3 Millionen Euro für die Durchführung von Grundlagenforschung. Es werden etwa 150 Algenstämme, Methoden der Algenkultivierung und Verfahren der Algenaufbereitung im Labor getestet. Ziel ist die mittelfristige Herstellung eines hochreinen Algen-Kerosins für Produktionskosten von unter 65 Cent/ Liter.</p>
<p>Das zweite Projekt „Green MiSSiON“ wird von dem Vattenfall-Tochter-Unternehmen GMB GmbH betreut und zielt auf Großversuche zur Algenkultivierung ab. Versuche mit 2 m hohen Flachplatten-Airlift-Reaktoren, die insgesamt 2.200 Liter fassen, sollen bei der Auswahl eines geeigneten Algenstamms helfen. Es werden ausschließlich 3 Stämme von Mikroalgen auf ihre Fähigkeit hin untersucht, das Kohlendioxid aus dem Heizkraftwerk Senftenberg am besten aufzunehmen.</p>
<p>Weitere Informationen zu beiden Forschungsprojekten in Senftenberg über Bioenergie aus Algen finden Sie in diesem <a title="Algenforschung in Senftenberg Lausitzer Rundschau" href="http://www.lr-online.de/politik/Tagesthemen-Labor-kontra-Grossversuch-ndash-Algen-Krieg-in-Senftenberg-;art1065,3463950" target="_blank">Artikel der Lausitzer Rundscha</a>u vom 20.08.2011.</p>
<p>Hoffentlich wird sich der so verstärkte „Algen-Cluster“ vor allem positiv beeinflussen und nicht zu stark durch die Konkurrenz um weitere Fördermittel in diesem innovativen Forschungsbereich belastet. Vor allem in den USA werden noch weit größere Summen für Algenforschungsprojekte ausgegeben und deshalb ist eine enge Zusammenarbeit für den internationalen Erfolg fast schon eine Notwendigkeit.</p>
<h2>Kohlendioxid als Dünger für Algen-Biokraftstoffe und innovative CCS-Variante</h2>
<p>Das Besondere an beiden Algen-Forschungsvorhaben in Senftenberg ist, dass mit Algen als Biomassequelle und Kohlenstoffdioxid als wichtigstem Treibhausgas gleich zwei vielversprechende Themen miteinander verbunden werden.</p>
<p>Innerhalb der Bioenergie-Branche wird nach alternativen Energiepflanzen gesucht, die verglichen mit den Biomasse-Rohstoffen der ersten Generation (z.B. Mais, Raps, Roggen) möglichst nicht in starke Flächen-Konkurrenz für die Nahrungsmittelproduktion treten. Die Algenkultivierung in Bioreaktoren ist hier eine interessante Möglichkeit, um Biomasse im Volumen und nicht in der Fläche anzubauen. Der benötigte Flächenbedarf zum Anbau der Biomasse kann dadurch deutlich verringert werden (<a title="Algentreibstoffe für die Luftfahrt" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biodiesel-aus-algen-und-jatropha-erobert-zunehmend-die-zivile-luftfahrt">siehe Artikel</a>).</p>
<p>Den Anteil des klimawirksamen Gases Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre und somit das Risiko einer menschlich beschleunigten Klimaerwärmung zu verringern ist eine weitere Herausforderung bei der Umstellung unserer fossilen Energiewirtschaft. Die Ideen rund um Carbon Capture and Storage (CCS) zur Speicherung des Kohlenstoffdioxids in unterirdischen Gesteinsschichten sind mögliche Maßnahmen, die vor allem von den fossilen Energieversorgern unterstützt werden.</p>
<p>Neben den Vorteilen von CCS, als vergleichsweise einfach in die bestehende Energie-Infrastruktur zu integrierende Kohlendioxid-Minderungsmaßnahme, gibt es aber auch kritische Stimmen, welche eine positive Kosten-Nutzen-Bilanz der Zwischen-/ Endlagerung von CO2 im Erdinneren stark anzweifeln. Die Nachteile nehmen zu, je langfristiger man den betrachteten Zeithorizont für die Kohlenstoffdioxidspeicherung anlegt.</p>
<p>Wenn das in Kraftwerken anfallende CO2 direkt wiederverwendet und zum Beispiel als Nährstoffdünger für das Wachstum von Mikroalgen genutzt wird, entsteht ein CO2-Kreislauf („Kreislaufwirtschaft“) der eine langfristige Speicherung des Treibhausgases überflüssig macht.</p>
<p>Fossil betriebene Kraftwerke die in Zukunft mit Algenreaktoren ausgestattet werden, können ihre Klimabilanz durch die direkte Nutzung des Kohlenstoffdioxids deutlich verbessern. Das Konzept entspricht dem natürlichen Kohlenstoffdioxid und ist ein bionisch inspiriertes Energiesystem (siehe <a title="Bionik in der Bioenergie-Branche" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bionik-im-energiepflanzenbau-ermoglicht-verbesserte-gewinnung-der-bioenergie/">Artikel Bionik im Bereich Bioenergie</a>).</p>
<h2>Otto Pulz &#8211; der Algenpapst der deutschen Algenforschung</h2>
<p>Obwohl schon seit Jahrzehnten bekannt, steckt die großflächige energetische Nutzung von Algen noch in ihren Anfängen. In diesem Stadium lebt eine Branche vor allem von visionären Personen, die in ihren Köpfen schon heute ein klares Bild von dem Einsatzpotential einer Technologie haben.</p>
<p>Für die Algenbranchen ist Prof. Otto Pulz einer dieser Visionäre, der sich schon seit Anfang der 1980iger Jahre mit der Mikroalgen-Biotechnologie beschäftigt und sich hierbei vor allem auf die Entwicklung und den Bau von Photobioreaktoren spezialisiert hat.</p>
<p>Unter Anerkennung seines langjährigen Einsatzes und seiner zahlreichen Beiträge zur Algenbranche wird er gelegentlich auch als „der Algenpapst“ bezeichnet. Ich weiß nicht, wie er selbst über diese Be- und Auszeichnung denkt, aber sie zeigt doch, welchen hohen Stellenwert ihm einige Kollegen zusprechen.</p>
<p>Prof. Pulz ist auch Projektleiter für die Entwicklung des Algen-Kerosins an der Hochschule Senftenberg. Außerdem hat er folgende Funktionen innerhalb der Algenbranche inne:</p>
<ul>
<li>Stellvertretender Geschäftsführer des Instituts für Getreideforschung in Potsdam (IGV) und Leiter der Abteilung Biotechnologie (Schwerpunkt Mikroalgen-Biotechnologie)</li>
<li>Präsident der European Society of Microalgal Biotechnology</li>
<li>Vorstandsvorsitzender des Biotechnologieverbundes Berlin-Brandenburg (bbb)</li>
<li>Mitglied des Advisory Board/Executive Committee der<br />
International Society of Applied Phycology</li>
<li>Mitglied des Institute for Food and Environment Research (ILU)</li>
</ul>
<p>Hier der interessante Artikel „<a title="Treibstoffe aus Algen - Artikel vom Algenpapst Prof. Pulz" href="http://www.etaenergie.com/research/3574,994783/Prof.-Dr.-Dr.-Otto-Pulz/Treibstoffe-aus-Algen.html" target="_blank">Treibstoffe aus Algen – das schwarze Gold der Mikroalge</a>“ von Prof. Pulz, der einen Überblick über die energetische Nutzung von Mikroalgen und ihre gesellschaftlichen Potentiale bietet.</p>
<h2>Biogas aus Algen – Biogasanlage an der Technischen Hochschule Wildau</h2>
<p>Abschließend möchte ich noch auf ein weiteres bemerkenswertes Bioenergie-Projekt in Brandenburg hinweisen, welches Anfang Mai begonnen wurde. So wird Algenbiomasse nicht nur für die Gewinnung von flüssigen Bioenergieträgern (Öle, Biodiesel, Ethanol) verwendet, sondern auch zur Produktion von Biogas.</p>
<p>An der Fachhochschule Wildau wurde Anfang Mai eine Pilot-Biogasanlage in Betrieb genommen, die in einem zweistufigen Verfahren die Algenbiomasse in Biogas umwandelt. Zur innovativen Biogasanlage können Sie hier einen Film der Hochschule sehen:</p>
<p><object width="420" height="345"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/eIqOiJz93I0?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="420" height="345" src="http://www.youtube.com/v/eIqOiJz93I0?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Außerdem wurde von der Berliner Stadtreinigung (BSR) der Bau der <a title="Biogas und Biogasanlage in Berlin" href="http://www.biomasse-nutzung.de/baubeginn-fur-deutschlands-modernste-biogasanlage-fur-bioabfalle-in-berlin/">modernsten Biogasanlage Deutschlands</a> begonnen die auf die Vergärung von Bioabfällen ausgelegt ist. Die Anlage soll Anfang 2013 in Betrieb gehen.<br />
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Energie aus Biomasse – ein ethisches Diskussionsmodell &#124; Buch-Neuerscheinung setzt neue Impulse</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 07:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[05. Innovation und Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Energie aus Biomasse]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Zichy]]></category>

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		<description><![CDATA[Befürworter und Ablehner der Bioenergie diskutieren seit mehr als 10 Jahren sehr heiß über die energetische Biomasse-Nutzung. Teilweise gibt es Fortschritte (siehe Nachhaltigkeitszertifizierung) an anderer Stelle scheint die gesellschaftliche Debatte über die Nutzung der Bioenergie etwas festgefahren. Die Buch-Neuerscheinung „Energie aus Biomasse &#8211; ein ethisches Diskussionsmodell“ lässt das vergangene Jahrzehnt Revue passieren und nimmt die Pro-und-Contra-Argumente auf, die vor allem rund um die Biokraftstoff-Debatte entstanden sind. Das Buch sucht nach [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Befürworter und Ablehner der Bioenergie diskutieren seit mehr als 10 Jahren sehr heiß über die energetische Biomasse-Nutzung. Teilweise gibt es Fortschritte (siehe <a title="Nachhaltigkeitszertifizierung von Biomasse Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/sicherung-und-verbesserung-der-nachhaltigkeit-der-modernen-bioenergie/">Nachhaltigkeitszertifizierung</a>) an anderer Stelle scheint die gesellschaftliche Debatte über die Nutzung der Bioenergie etwas festgefahren. Die Buch-Neuerscheinung „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3834817333/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwbiomassenu-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3834817333">Energie aus Biomasse &#8211; ein ethisches Diskussionsmodell</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=wwwbiomassenu-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3834817333" border="0" alt="" width="1" height="1" />“ lässt das vergangene Jahrzehnt Revue passieren und nimmt die Pro-und-Contra-Argumente auf, die vor allem rund um die Biokraftstoff-Debatte entstanden sind.</p>
<p>Das Buch sucht nach Ursachen und Lösungen für die vorliegenden ethischen Konflikte. So liegen die Gründe für die emotionalen Streitgespräche zu den Tank-oder-Teller-Konflikten häufig tiefer als wir glauben. Eine spannende gedankliche Reise in die Geschichte und Zukunft der Bioenergie.</p>
<p>Schon in einem <a title="Ethik der modernen Bioenergie und Biomasse-Nutzung" href="http://www.biomasse-nutzung.de/wie-durfen-wir-biomasse-nutzen-%E2%80%93-die-ethische-dimension-der-bioenergie/">früheren Artikel</a> bin ich auf die ethische Diskussion eingegangen, die gemeinsam mit der modernen Nutzung von Biomasse entstanden ist. Für diesen Artikel war das Interview von Christian Dürnberger, einem der Autoren des Buches, die Grundlage. Wer die ethische Dimension der Biomasse-Nutzung tiefer verstehen und etwas Klarheit in die teilweise sehr konfuse Diskussion bringen möchte, dem sei die Lektüre des Buches „Energie aus Biomasse – ein ethisches Diskussionsmodell“ wärmstens empfohlen. Bilden Sie sich eine eigene Meinung und helfen Sie dabei die Debatte um die Bioenergie voranzubringen.</p>
<p>Hier eine <a href="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Kurzinfo-Energie-aus-Biomasse-ein-ethisches-Diskussionsmodell.pdf">kleine Zusammenfassung</a> des Autoren-Teams (Michael Zichy, Christian Dürnberger, Beate Formowitz, Anne Uhl) über den Inhalt und den Aufbau des neuen Buches zum Thema Biomasse, welches am 30. Juni 2011 im Vieweg+Teubner Verlag erschienen ist.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Besuchen Sie die „Worldbiofuels Markets Brazil“ am 28 &#8211; 29 September in Sao Paulo</title>
		<link>http://www.biomasse-nutzung.de/besuchen-sie-die-%e2%80%9eworldbiofuels-markets-brazil%e2%80%9c-am-28-29-september-in-sao-paulo/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 05:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[03. Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[04. Wirtschaft und Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[05. Innovation und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[07. Landwirtschaft und Energiequellen]]></category>
		<category><![CDATA[08. Verfahrenstechnik | Biotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[11. Biomasse für Anlagenbetreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Biokraftstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Biofuels]]></category>
		<category><![CDATA[brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Sao Paulo]]></category>
		<category><![CDATA[Worldbiofuels Markets 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir leben in einer Welt, die wirtschaftlich global vernetzt ist und miteinander interagiert. Die Zusammenarbeit von Biokraftstoff-Unternehmen wird zunehmend internationaler und vereint dabei nationale Stärken und Spezialisierungen um die gesamte Branche voranzubringen. Die Privatwirtschaft spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Realisierung von gesellschaftlich gewünschten und politisch vorgegebenen Zielen geht. Die Worldbiofuels Markets (WBM) ist die wahrscheinlich wichtigste internationale Konferenz für die wirtschaftliche Entwicklung der internationalen Biokraftstoffbranche. Am 28. [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wir leben in einer Welt, die wirtschaftlich global vernetzt ist und miteinander interagiert. Die Zusammenarbeit von Biokraftstoff-Unternehmen wird zunehmend internationaler und vereint dabei nationale Stärken und Spezialisierungen um die gesamte Branche voranzubringen. Die Privatwirtschaft spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Realisierung von gesellschaftlich gewünschten und politisch vorgegebenen Zielen geht. Die Worldbiofuels Markets (WBM) ist die wahrscheinlich wichtigste internationale Konferenz für die wirtschaftliche Entwicklung der internationalen Biokraftstoffbranche. Am 28. und 29. September findet sie dieses Jahr in Sao Paulo statt.</p>
<h2>Redner und Biokraftstoff-Unternehmen auf dem WBM Brazil</h2>
<p>Auf der zweitägigen Konferenz werden Vertreter der größten und innovativsten Unternehmen im Biokraftstoffmarkt anwesend sein und über ihre gemachten Erfahrungen und Ziele berichten. Dabei treffen sich in Sao Paulo vor allem die Unternehmen, die sich weltweit auf die Erforschung und Herstellung von Biokraftstoffen der nächsten Generation spezialisiert haben.</p>
<p>Hier eine kleine Auswahl an Unternehmen und Rednern, welche auf dem WBM 2011 vertreten sind. Bei den Rednern handelt es sich meist um die Geschäftsführer und Entscheidungsträger der Biokraftstoff-Unternehmen:</p>
<ul>
<li>Amyris – Paulo Diniz, CEO</li>
<li>Biogasol – Anders Funch Jensen, Director Customer Solutions</li>
<li>Boeing – Billy Glover, geschäftsführender Direktor der Umweltstrategie</li>
<li>Ceres – Richard Hamilton, CEO</li>
<li>Codexis – Vonnie Estes Vizepräsident</li>
<li>Cosan &#8211; Marcos Lutz, CEO</li>
<li>Genencor – Aaron Kelley, Direktor der Geschäftsentwicklung</li>
<li>KiOR – Joe Cappello, Präsident des internationalen Geschäfts</li>
<li>LS9 – Ed Dineen, CEO</li>
<li>Novozymes – Poul Ruben Anderson, Vizepräsident</li>
<li>Petrobas &#8211; João Norberto Noschang Neto<strong>,</strong><strong> </strong>Senior Technologie-Manager</li>
<li>SG Biofuels – Kirk Haney, CEO</li>
<li>Süd-Chemie – Markus Rarbach, Leiter Biokatalyse</li>
</ul>
<p>Diese und <a title="Redner auf der Worldbiofuels Markets Brazil 2011" href="http://www.greenpowerconferences.com/EF/?sSubSystem=Prospectus&amp;sEventCode=BF1109BR&amp;sSessionID=0c2128aee4c6c525a30b82e57a4f94fb-3836729&amp;sDocument=Speakers" target="_blank">viele weitere Redner</a> werden auf der Biokraftstoff-Konferenz von ihren Erfahrungen und Plänen berichten.</p>
<h2>Agenda der Worldbiofuels Markets 2011</h2>
<p>Die Agenda einer jährlich stattfinden Konferenz gibt einen guten Überblick zu den wichtigsten Themengebiete einer Branche im vergangenen und kommenden Jahr. Hier eine Übersicht über einige Themenschwerpunkte die auf der diesjährigen Worldbiofuels Markets 2011 vorgestellt und diskutiert werden.</p>
<ul>
<li>Entwicklungen der internationalen Biokraftstoff-Branche im Jahr 2010 und aktueller Stand 2011</li>
<li>Internationale Beziehungen zwischen Brasilien, den USA und der EU</li>
<li>Forschung und Entwicklung im Bereich neuer Energiepflanzen (Algen, Bagasse, Kokosnuss, Stroh etc.) und Biokraftstoffen der nächsten Generation (<a title="Übersicht zu Biokraftstoffen der 2. und 3. Generation" href="http://www.biomasse-nutzung.de/auflistung-biokraftstoffe-2-generation/">siehe Übersicht</a>)</li>
<li>Scale-Up von Biokraftstoffanlagen und Vermarktung von Biokraftstoffen</li>
<li>Potentiale von <a title="Biokraftstoffe in der Luftfahrt und bei Fluggesellschaften " href="http://www.biomasse-nutzung.de/eu-emissionshandel-gilt-ab-2012-auch-fur-die-luftfahrt-chancen-fur-biokraftstoffen/">Biokraftstoffen in der Luftfahrt</a></li>
<li>Wachstumsraten, Marktführer und technologische Potentiale des brasilianischen Biokraftstoffmarkts</li>
<li>Innovative Konzepte für <a title="Bioraffinerien zur Herstellung von Biochemikalien" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioraffinerien-verbinden-stoffliche-und-energetische-nutzung-von-biomasse-und-konnen-erdolprodukte-ersetzen/">Bioraffinerien</a> und Biochemikalien</li>
<li>Stand und Bedeutung der <a title="Nachhaltigkeitszertifizierung von flüssiger Biomasse wie Biokraftstoffen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/sicherung-und-verbesserung-der-nachhaltigkeit-der-modernen-bioenergie/">Nachhaltigkeitszertifizierung</a> von Biokraftstoffen</li>
<li>Innovative Technologien zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von BKS</li>
<li>Strategien für den Umgang mit der iLUC-Problematik (indirect-land-use-change)</li>
<li>Finanzierung und Investitionen im Biokraftstoffmarkt</li>
</ul>
<h2>Veranstalter des WBM 2011: GreenPower Conferences</h2>
<p>Das Team der „<a title="Homepage der GreePower Conferences" href="http://www.greenpowerconferences.com/" target="_blank">GreenPower Conferences</a>“ hat für die von ihr ausgerichteten Events schon mehrere Auszeichnungen (Conference Award 2010 und 2011) erhalten. Seit 2003 konzentriert sich das Unternehmen auf die Ausrichtung von professionellen Veranstaltungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien und Klimaschutz.</p>
<h2>Teilnahme und Anmeldung für die Worldbiofuels Markets 2011</h2>
<p>Für mehr Informationen zur Worldbiofuels Markets oder zur Anmeldung für die Veranstaltung am 28-29. September in Sao Paulo besuchen Sie gerne die <a title="Teilnahme und Anmeldung für Worldbiofuels Markets 2011 | Registrierung  " href="http://www.greenpowerconferences.com/EF/?sSubSystem=Registration&amp;sEventCode=BF1109BR&amp;sSessionID=0c2128aee4c6c525a30b82e57a4f94fb-3835251" target="_blank">offizielle Internetseite des Worldbiofuels Markets 2011</a> Events.</p>
<p>Jenen die an der diesjährigen Worldbiofuels Markets in Brasilien teilnehmen, wünsche ich viel Spaß und einen spannenden Besuch des 2.größten Biokraftstoffmarkts der Welt. Es würde mich freuen, Sie vor Ort auch persönlich zu treffen.</p>
<p>Allgemein hoffe ich, dass die Veranstaltung ein großer Erfolg und weitere Potentiale der Biokraftstoffbranche freigesetzt werden.</p>
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