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	<title>Biomasse-Nutzung &#187; 12. Wärmenutzung</title>
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		<title>Heizen mit fester Biomasse wie Hackschnitzeln oder Holzpellets</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 05:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/warmemarkt-heizkosten-bioenergie-hackschnitzel-pellets/" title="Permanent link to Heizen mit fester Biomasse wie Hackschnitzeln oder Holzpellets"><img class="post_image alignnone remove_bottom_margin" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Heizen-mit-Hackschnitzeln-und-Holzpellets-Preise-Kosten.png" width="550" height="313" alt="Preise und Kosten von Hackschnitzeln Pellets Heizöl Erdgas 2012" /></a>
</p><p>Wir haben einen vergleichsweise warmer Winter in Deutschland, aber auch für die ganz Hartgesottenen unter uns ist der Heizbedarf höher als während der hellen Jahreszeit. Die holzartigen Bioenergieträger bieten im Wärmemarkt eine regenerative Alternative zu den fossilen Klassikern. Dabei verspricht das Heizen mit Hackschnitzeln oder Holzpellets im nicht nur ein besonders kuscheliges Wärmeerlebnis, sondern ist meistens sogar deutlich günstiger als der Einsatz von Heizöl oder Erdgas. Der erste Artikel in der <a title="Nachfrage der Bioenergie steigern Übersicht Tipps " href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioenergie-flirt-angebot-nachfrage/">Artikelreihe zur Stärkung der Bioenergie</a> wirbt für den stärkeren Einsatz der erneuerbaren Holzenergie. Lassen sie uns als Verbraucher die Nachfrage nach Bioenergieträgern direkt steigern.</p>
<h2>Preise für Hackschnitzel und Holzpellets</h2>
<p>Der feste Bioenergieträger Holz ist der aktuell einzige Bioenergieträger der es unter ökonomischen Gesichtspunkten mit den fossilen Energieträgern aufnehmen kann. Dabei schaffen es Hackschnitzel, Holzpellets oder Scheitholz sogar die Preise für Heizöl und Erdgas deutlich zu unterbieten. Zusätzlich steigt der Heizöl- und Erdgaspreis aktuell um etwa 5 Prozent pro Jahr, während die Preise für Holzpellets nur um 3 Prozent steigen. Die Preisdifferenz wird sich mittelfristig also wahrscheinlich noch positiver entwickeln.</p>
<p>Die Grafik zu Beginn des Artikels stammt vom <a title="Carmen e.v. zu Heizkosten von Hackschnitzel Pellets" href="http://www.carmen-ev.de/" target="_blank">C.A.R.M.E.N. e.V.</a> und veranschaulicht eindrucksvoll den Preisvorteil, den das Heizen mit holzartigen Festbrennstoffen aktuell bietet.</p>
<p>In einem früheren Artikel habe ich <a title="Vergleich von Heizkosten Hackschnitzel und Pellets" href="http://www.biomasse-nutzung.de/holzpellets-oder-hackschnitzel-als-energietrager/">Holzpellets und Hackschnitzel als regenerative Energieträger</a> direkt verglichen und einige Vor- und Nachteile beider Energieträger aufgelistet.</p>
<h2>Mit Hackschnitzeln oder Pellets die Betriebskosten senken und zum Klimaschutz beitragen</h2>
<p>In Kombination mit einer guten Wärmeisolierung ist das Heizen mit Pellets und Hackschnitzeln vor allem für Einfamilienhäuser eine interessante Möglichkeit um die Energiekosten zu senken und aktiv zum Klimaschutz beizutragen.</p>
<p>Erneuerbare Wärme wird oft als schlafender Riese bezeichnet, weil sie im Vergleich mit dem erneuerbaren Strommarkt bisher eine viel kleinere Rolle spielt. So werden aktuell nur etwa 10 Prozent des Wärme- und Kältebedarfs in Deutschland aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Der Großteil des Wärmeverbrauchs wird also weiterhin mit Kohle, Heizöl und Erdgas gesichert.</p>
<p>Die Briten machen es vor und <a title="Förderung der erneuerbaren Wärme in Großbritannien" href="http://www.biomasse-nutzung.de/rhi-erneuerbare-warme-biomasse-england/">fördern die erneuerbare Wärme</a> seit Ende 2011 intensiver als es in Deutschland mit dem aktuellen EEWärmeG möglich ist. Vor allem für die Bioenergie ist der Wärmemarkt eine große Entwicklungschance.</p>
<div id="attachment_5926" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px">
	<img class="size-full wp-image-5926" title="Heizen mit Hackschnitzeln oder Holzpellets" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Heizen-mit-Hackschnitzeln-oder-Holzpellets.jpg" alt="Bild zum Artikel Heizen mit Hackschnitzel und Pellets" width="350" height="234" />
	<p class="wp-caption-text">Holzenergie: Kosten sparen, Klimaschutz unterstützen und gemütliche Wärme genießen</p>
</div>
<h2>Was kann ich tun, um meinen Bioenergie-Anteil beim Heizen zu erhöhen?</h2>
<p>Eine gute Frage, die nach pragmatischen Vorschlägen verlangt. Hier einige Anregungen:</p>
<p><strong>1. Informieren Sie sich über Anbieter und Preise für Hackschnitzel oder Holzpellets in ihrer Region.</strong></p>
<p>Das <a title="Heizkosten von Pellets und Hackschnitzeln auf Pelletshome" href="http://www.pelletshome.com/" target="_blank">Internetportal Pelletshome</a> informiert über die Pelletsbranche in den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier finden sie umfassende Angaben zu aktuellen Preisentwicklungen und Anbietern von Pellets und Pelletsheizungen. Ein übersichtliches und gut gepflegtes Portal, dass ich gerne weiterempfehle.</p>
<p><strong>2. Wenn sie in einem Eigenheim wohnen, dann können sie sich über die Möglichkeiten zur Installation eines Kamins oder Pellet-Ofens informieren.</strong></p>
<p>Hier finden sie den Link zur Internetseite von <a title="Heizen mit Holzpellets und Hackschnitzeln auf Brennholz Deutschland" href="http://www.brennholz-deutschland.de/" target="_blank">Brennholz Deutschland</a>, auf der sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten zum Heizen mit Holz informieren können. Außerdem bietet die Seite eine umfassende Datenbank mit Lieferanten für Pellets, Holzbriketts oder Hackschnitzeln.</p>
<p><strong>3. Fragen sie bei ihrem Wärmeanbieter nach, ob er Ökotarife anbietet die auf dem  Einsatz von erneuerbaren Energien basieren.</strong></p>
<p>Abschließend noch ein Kurzfilm des Deutschen Pelletinstituts (DEPI), der einen anschaulichen Einblick in das europäische Qualitätssiegel für Pellets „ENplus“ bietet.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/tX_1DVpVeow" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Helfen sie mit, dass wir auch im Wärmebereich den Anteil der Erneuerbaren Energien deutlich anheben.</p>
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		<title>Wirtschaftlichkeit einer 75 kW Mini-Biogasanlage. Wann rechnet sich der Bau und Betrieb?</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 05:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[02. Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Mini-Biogasanlagen stehen für eines der großen Wachstumspotentiale der gasförmigen Bioenergie in Deutschland in den kommenden Jahren. Durch die Änderungen der EEG-Novelle 2012 rückt der frisch geschlüpfte und bisher kleinste Biogasanlagentyp ins Bewusstsein vieler Landwirte und Investoren. Aber für wen und bei welchen Rahmenbedingungen ist eine 75 kW Mini-Biogasanlage eigentlich interessant? Wann rechnet sich der Bau und Betrieb einer solchen Kleinstbiogasanlage und wann ist eine Investition eventuell überstürzt? Der Artikel bringt [...]
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<li><a href='http://www.biomasse-nutzung.de/anbieter-hersteller-mini-biogasanlage-75-kw/' rel='bookmark' title='Hersteller und Anbieter von Mini-Biogasanlagen bis 75 kW'>Hersteller und Anbieter von Mini-Biogasanlagen bis 75 kW</a></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/wirtschaftlichkeit-bau-betrieb-mini-biogasanlage-75-kw/" title="Permanent link to Wirtschaftlichkeit einer 75 kW Mini-Biogasanlage. Wann rechnet sich der Bau und Betrieb?"><img class="post_image aligncenter" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Mini-Biogasanlage-bis-75-kW-frisch-aus-Ei-geschlüpft.jpg" width="237" height="296" alt="Bild zum Artikel Bau und Betrieb von Mini-Biogasanlagen" /></a>
</p><p>Mini-Biogasanlagen stehen für eines der großen Wachstumspotentiale der gasförmigen Bioenergie in Deutschland in den kommenden Jahren. Durch die Änderungen der EEG-Novelle 2012 rückt der frisch geschlüpfte und bisher kleinste Biogasanlagentyp ins Bewusstsein vieler Landwirte und Investoren. Aber für wen und bei welchen Rahmenbedingungen ist eine 75 kW Mini-Biogasanlage eigentlich interessant? Wann rechnet sich der Bau und Betrieb einer solchen Kleinstbiogasanlage und wann ist eine Investition eventuell überstürzt? Der Artikel bringt etwas Klarheit in dieses heiß diskutierte Marktsegment der Biogasbranche, welches den weiteren Ausbau der dezentralen und ländlichen Bioenergie in Deutschland fördern soll.</p>
<p>In den vergangenen Wochen habe ich verschiedene Meinungen zu den 75 kW Mini-Biogasanlagen gehört. Zu diesem Thema hatte ich Kontakt mit Landwirten die überlegen, ob sich der Bau einer solchen Mini-Biogasanlage auch in ihrem konkreten Fall rechnet und ich hatte Gespräche mit Projektingenieuren die Erfahrungen in der Planung und dem Bau von Biogasanlagen haben.</p>
<p>Für mich war das Thema Mini-Biogasanlage ziemlich neu und ich war erfreut über das doch sehr unterschiedliche Feedback. Die Aussagen und Stimmungen reichten von düster bis beinahe euphorisch und waren häufig auch eine Reaktion auf die EEG-Novelle 2012.</p>
<p>Zur Einstimmung finden Sie hier einige Artikel zum <a title="Bau und Betrieb einer Biogasanlage" href="http://www.biomasse-nutzung.de/betrieb-einer-biogasanlage/">Bau und Betrieb</a>, beziehungsweise einen Artikel zur <a title="Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/10-tipps-die-wirtschaftlichkeit-einer-biogasanlage-zu-verbessern/">Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage</a>.</p>
<h2>Mini-Biogasanlagen spalten die Gemüter</h2>
<p>Die Landwirte mit denen ich gesprochen habe, waren sehr wissbegierig und es herrschte eine regelrechte Aufbruchsstimmung für diese zusätzliche Möglichkeit mit dem eigenen Hof Geld zu verdienen. Es herrschte aber auch eine Unsicherheit vor und es gab viele Fragen zur neuen <a title="75 kW Mini-Biogasanlagen im EEG 2012" href="http://www.biomasse-nutzung.de/vom-landwirt-zum-energiewirt-mit-75-kw-mini-biogasanlagen-auf-gulle-basis/">Mini-Biogasanlage des EEG 2012</a>. Man war sich nicht sicher, ob sich in ihrem Fall das Investieren von etwa 500.000 Euro, das damit verbundene Risiko und der Zeitaufwand auch lohnen. Allgemein waren die Landwirte und Milchbauern aber sehr interessiert, mehr über diese langfristig gesicherte Einnahmequelle zur erfahren.</p>
<p>Die Aussagen der Projektingenieure und Anlagenhersteller mit denen ich gesprochen habe, waren insgesamt  deutlich reservierter, so als wüssten sie schon, dass der Bau und Betrieb einer Biogasanlage bis 75 kW ganz besondere Herausforderungen mit sich bringt und alles andere als eine eierlegende Wollmilchsau ist.</p>
<p>Mein Eindruck ist, dass es ein großes Interesse am Bau von Mini-Biogasanlagen gibt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Vernunft der meisten Anlagenplaner aber etwas auf diese euphorische Grundstimmung drücken. Und das, obwohl die Mini-Biogasanlagen bis 75 kW ab dem 1.1.2012 die höchste Einspeisevergütung erhalten, die bisher im Bioenergie-Bereich festgelegt wurde.</p>
<p>Wie können interessierte Landwirte, erfahrene Projektplaner und Investoren/ Contractoren trotzdem zusammenfinden und gemeinsam eine wirtschaftlich erfolgreiche Mini-Biogasanlage realisieren?</p>
<h2>In welchen Fällen sind Mini-Biogasanlagen eine interessante Option?</h2>
<p>„8 von 10 aktuell bei uns eingereichten Anträgen für den Bau einer Mini-Biogasanlage sind nicht wirtschaftlich tragfähig.“ So einer der Projektingenieure mit denen ich gesprochen habe.</p>
<p>Natürlich kann man hier wieder die beliebte Frage stellen, ob jemand das Glas halb voll oder halb leer sieht. 20% der Projekte versprechen immerhin einen wirtschaftlichen Erfolg. Goldgräberstimmung sieht zwar anders aus, aber ein sorgfältig kalkuliertes Projekt sollte einen soliden finanziellen Gewinn erzielen.<br />
Aber welche Rahmenbedingungen sollten am eigenen Standort bereitstehen, damit man zu den 20 % gehört, die ein erfolgreiches Konzept für den Bau und Betrieb einer Mini-Biogasanlage erreichen können?</p>
<p>Im Idealfall treffen möglichst viele der folgenden Aussagen auf Sie zu:</p>
<ul>
<li>Sie sind bereits Landwirt oder Betreiber einer Tierhaltung (Milchviehhaltung)</li>
<li>Sie verfügen über einen konstant anfallenden Güllestrom, der zentral gesammelt wird (Güllesilo vorhanden?)</li>
<li>Sie verfügen über einige Hektar an Brache oder ausbaufähiger Fläche zum Anbau von Energiepflanzen</li>
<li>Sie haben gute Beziehung zu Ihren benachbarten Landwirten oder Anwohnern für den Aufbau von Partnerschaften im Strom, Wärme- und Gasbereich, sowie im Handel von Wirtschaftsdünger</li>
<li>Idealerweise gibt es in der Gemeinde Überlegungen oder schon Pläne für den Ausbau der Energienetze (Strom, Wärme, Gas).</li>
<li>Es gibt bisher kaum Biogasanlagen, welche um die vorhandenen Energieabnehmer konkurrieren</li>
</ul>
<p>Das Vorherrschen dieser Rahmenbedingungen ist eine gute Grundlage, um sich intensiver mit einem Konzept für eine Mini-Biogasanlage zu beschäftigen.</p>
<p>Der Aufwand für die Planung, Genehmigung und den Betrieb einer mittleren Biogasanlage mit 500 kW unterscheidet sich leider nicht so deutlich bei einer 75 kW Mini-Biogasanlage, wie man es sich wünschen würde. Die umgesetzten Mengen und die verwendete Verfahrenstechnik sind kleiner, aber die Verwaltungsschritte sind es meines Wissens kaum.</p>
<p>Wie ich in einer interessanten Diskussion zu <a title="Diskussion zu Mini-Biogasanlagen im Landlive-Forum" href="http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/38355/page/2/" target="_blank">Mini-Biogasanlagen im Landlive-Forum</a> erfahren habe, kommen auch auf den Betreiber einer Kleinstbiogasanlage die folgenden Arbeiten und Kosten, zusätzlich zum alltäglichen Betrieb der Anlage, zu:</p>
<ul>
<li>Kontrolle durch einen Umweltgutachter</li>
<li>Erfüllung von Dokumentationspflichten</li>
<li>Regelmäßige Überwachung der Elektronik (E-Check)</li>
<li>Überprüfung nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)</li>
<li>Erstellung und Pflege von Ex-Schutzdokument</li>
<li>Erfüllung der Baurechtsauflagen</li>
<li>Erfüllung der EEG-Auflagen</li>
</ul>
<p>Man sollte den Bau einer Mini-Biogasanlage nicht überstürzen. Der Name „Mini“ führt an dieser Stelle schnell zu falschen Erwartungen zur Komplexität von Mini-Biogasanlagen.</p>
<p>ABER – man sollte sich auch nicht sofort abschrecken lassen! Bei jeder größeren und langfristigen Investition in eine komplett neue Technologie kommen auch neue Verwaltungsaufgaben auf einen zu. Es lohnt sich also der Zeitaufwand, um zu ermitteln, ob am eigenen Standort und mit den eigenen Ressourcen die Errichtung einer Mini-Biogasanlage sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist.</p>
<p>Was ist dabei konkret zu beachten?</p>
<h2>Fragen und Antworten zum Bau und Betrieb einer 75 kW Mini-Biogasanlage</h2>
<p>Sie haben sich mit Ihrem Kopf und Herzen entschieden, dass Sie sich tiefer mit dem „Projekt Mini-Biogasanlage“ auseinandersetzen möchten? Hier einige Fragen für die nächste Planungsstufe, mit denen Sie sich wahrscheinlich auseinandersetzen werden. Die Antworten sind Anregungen und müssen im konkreten Fall natürlich noch detaillierter betrachtet werden.</p>
<h2>Was kostet eine Mini-Biogasanlage, beziehungsweise welche Kosten kommen auf mich zu?</h2>
<p>Es ist nicht einfach, auf diese Frage eine pauschale Antwort á la X Euro zu geben, da der Gesamtpreis von vielen Faktoren abhängt.</p>
<p>Aber als erste Hausnummer möchte auf eine Aussage von Ekkehard Schneider vom Fachverband Biogas verweisen. Demnach kommen auf den Anlagenbetreiber einer 100 kW Anlage etwa 220.000 € (= 2.200 €/ kW) an Kosten zu. Dabei sind die Kosten für das Blockheizkraftwerk, die Leitungstechnik und die Pumpentechnik noch nicht miteinbezogen.</p>
<p>Kleinere Anlagen werden tendenziell eher teurer ausfallen. Konservativ gerechnet sollte man für den Bau einer 75 kW Anlage mit Blockheizkraftwerk, Steuerung und Netzanschluss Kosten um die 500.000 € einplanen. Das entspricht Gesamtkosten von etwa 6.500 €/ kW. Dazu kommen noch die laufenden Kosten für Wartung und Überprüfung.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich eine interessanten Forumsdiskussion („thread“) zur <a title="Wirtschaftlichkeit von Mini-Biogasanlagen im Schlattmann Biogasforum" href="http://www.schlattmann.de/forum/viewtopic.php?t=2623&amp;start=0&amp;postdays=0&amp;postorder=asc&amp;highlight=" target="_blank">Wirtschaftlichkeit von Mini-Biogasanlagen</a> empfehlen, die sich im Schlattmann-Biogasforum entwickelt hat.</p>
<h2>Wie viel Substrat benötige ich für den Betrieb einer Mini-Biogasanlage?</h2>
<p>Eine Mini-Biogasanlage muss zu 80% mit Gülle betrieben werden, um die Einspeiseförderung von 25 cent/ kWh zu erhalten. Entsprechende Güllemengen müssen somit zur Verfügung stehen. Die verbleibenden Substratmengen von 20% können durch den Einsatz von NawaRo’s abgedeckt werden.<br />
Um die entsprechenden Güllemengen für 80% der benötigten Substratmenge zu erhalten, ist für den Betrieb einer Mini-Biogasanlage mit 75 kW die Gülle von etwa 150 &#8211; 250 Rindern (GV) nötig. Das entspricht einem Güllevolumen um die 5.000 m3 pro Jahr, wobei die Angaben die ich bisher erhalten habe, relativ stark schwanken.</p>
<h2>Wie groß sollten die Bestandteile einer Mini-Biogasanlage mindestens sein (BHKW, Fermenter, Gärrestlager, Nachgärer)?</h2>
<p>Die Leistung der Verstromungseinheit, beziehungsweise des Blockheizkraftwerks, sollte im Idealfall möglichst nah an die Obergrenze von 75 kW heranreichen, die im EEG 2012 festgesetzt wurde.</p>
<p>Der elektrische Wirkungsgrad nimmt bei Blockheizkraftwerken gemeinsam mit der installierten Leistung ab. Bei BHKW mit 75 kW elek. Leistung erreicht man einen elektrischen Wirkungsgrad von etwa 38-39 %. Bei größeren BHKW um die 200 kW (siehe <a title="Agenitor Biogas-BHKW von 2G Bioenergietechnik" href="http://www.biomasse-nutzung.de/neues-bhkw-agenitor-durchbricht-wirkungsgrad-schallmauer/">Agenitor von 2G Bioenergietechnik</a>) kann schon ein elektrischer Wirkungsgrade um die 42 % erreicht werden. In die Verbesserung von Mini-KWK-Anlagen ist einfach noch nicht so viel Forschungsarbeit geflossen, wie in die Entwicklung von leistungsstärkeren BHKW. Die Kosten für das 75 kW BHKW betragen etwa 100.000 €.</p>
<p>Hier finden Sie einen Artikel zu den 10 meistverkauften <a title="Übersicht und Auflistung Biogas-BHKW Blockheizkraftwerke" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biogas-bhkw-hersteller/">Biogas-BHKW in Deutschland</a> im Jahr 2010.</p>
<p>Die Größe des Fermenters sollte  500 &#8211; 1.200 m3 betragen, wodurch Kosten zwischen 80.000 – 100.000 € entstehen.</p>
<p>Für die Größe des Gärrestlagers (und Nachgärers bei zweistufigen Anlagen) sollten jeweils 700 – 1.500 m3 eingeplant werden. Anfallende Kosten sind mit etwa 100.000 – 150.000 € anzusetzen. Abhängig vom Bundesland sind Verweilzeiten von um die 100 Tage gesetzlich vorgeschrieben, um den Vergärungsprozess und somit die Bildung von Methan möglichst abzuschließen.</p>
<h2>Welche Partnerschaften beim Betrieb einer Mini-Biogasanlage sind hilfreich?</h2>
<p>Um meine Mini-Biogasanlage so erfolgreich wie möglich betreiben zu können, ist eine effiziente und nachhaltige Nutzung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen notwendig.</p>
<p>Dazu gehört vor allem die möglichst umfassende Nutzung der gewonnenen Energieprodukte wie Gas, Wärme und Strom, sowie die vollständige Nutzung des Gärrests. Partnerschaften zum Erhalt der Substrate und zum Verkauf der entstehenden Haupt- und Nebenprodukte können zum Aufbau von Win-Win-Situationen genutzt werden.</p>
<p>Ein konkretes Beispiel ist die kostenlose Abnahme der Gülle von einem benachbarten Landwirt, der im Gegenzug dafür den Gärrest und die produzierte Wärme kostenlos erhält. Den Erlös aus dem Stromverkauf behält der Anlagenbetreiber.</p>
<p>Einen ganzjährigen Liefervertrag für Wärme einzugehen, wird nicht einfach werden und man muss sich darauf einstellen, dass der Wärmebedarf der güllebetriebenen Mini-Biogasanlagen im Winter deutlich höher ist, als im Sommer.</p>
<h2>Was kommt beim Betrieb einer Mini-Biogasanlage an zusätzlichen Aufgaben auf mich zu?</h2>
<p>Beim Betrieb der Mini-Biogasanlage wird durch Versuch und Irrtum sicher auch etwas Lehrgeld bezahlt werden müssen, um die bestmögliche Einstellung der eigenen Biogasanlage und des eigenen BHKW zu erreichen.</p>
<p>Zusätzlich müssen weitere gesetzliche Auflagen berücksichtigt werden, bei deren Erfüllung man sich aber gut helfen lassen kann: Umweltgutachter, Dokumentationspflichten, E-Check, Auflagen der BetrSichV, Ex-Schutz, Baurechtsauflagen und EEG-Auflagen.</p>
<p>Interessant wird außerdem, welche gesetzliche Regelung für die Gärrestlager-Abdeckung von Mini-Biogasanlagen gefunden wird. Hier stellt sich die Frage, ob die Abdeckung des Gärrestlagers gasdicht sein muss oder nicht.</p>
<p>Man muss als potentieller Betreiber einer Mini-Biogasanlage zwangsläufig auch einen weiten Blick in die Zukunft werfen. Wie wahrscheinlich ist es, dass man die eigene Tierhaltung in den kommenden 10 Jahren deutlich erweitern möchte? In einem solchen Fall kann die festgesetzte Leistungsgrenze von 75 kW auch zu einem Hemmnis werden und man kann die hinzukommenden Güllemengen nicht mit der eigenen Anlage bewältigen.</p>
<p>Weiterhin möchte ich Ihnen einen kleinen Erfahrungsbericht zum <a title="Bau und Betrieb einer Mini-Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Erfahrungsbericht-Betrieb-Bau-und-Wirtschaftlichkeit-Mini-Biogasanlage-75-kW.pdf">Betrieb und Bau einer Mini-Biogasanlage</a> empfehlen, den das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt erstellt und das DBFZ zur Verfügung gestellt hat.</p>
<h2>Fazit zur Wirtschaftlichkeit von 75 kW Mini-Biogasanlagen</h2>
<p>Wir stehen noch ganz am Anfang mit den Mini-Biogasanlagen und ich hoffe, dass wir Wege und Lösungen finden werden, um diese scharf zu kalkulierenden dezentralen Bioenergieanlagen in unsere Energieversorgung und Biogaslandschaft zu intergieren.</p>
<p>Neben Leisenschaft und Neugierde ist ein gut durchdachtes Konzept ein wichtiger Schlüssel zum erfolgreichen Betrieb einer Mini-Biogasanlage. Lassen Sie sich deshalb von verschiedener Seite beraten, bevor Sie sich für oder gegen eine Mini-Biogasanlage oder einen Biogasanlagentyp entscheiden. Der benötigte Zeit- und Energieaufwand sollte nicht unterschätzt werden. Dann erwartet Sie jedoch ein spannendes Geschäftsfeld als Ergänzung zur bisherigen Tierhaltung.</p>
<p>In einem der kommenden Artikel werde ich noch auf verschiedene <a title="Anbieter und Hersteller von 75 kW Mini-Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/anbieter-hersteller-mini-biogasanlage-75-kw/">Anbieter und Hersteller von Mini-Biogasanlagen</a> eingehen und diese als Anregung vorstellen.</p>
<p>Ansonsten wünsche ich Ihnen Vernunft, Leidenschaft und Kreativität bei Ihrem „Abenteuer Mini-Biogasanlage“.</p>
<p>Was denken Sie über die 75 kW Minibiogasanlagen? Haben Sie Erfahrungen im Umgang mit Mini-Biogasanlagen oder können Sie Ratschläge geben?</p>
<p>Sie möchten über Ihr bisheriges Konzept für eine Mini-Biogasanlage sprechen oder wollen eine neutrale Meinung hören? Ich kann Sie bei Ihren Investitionsentscheidungen Pro und Contra Mini-Biogasanlage beraten.</p>
<ul>
<li>Reichen Ihre Substratmengen für den Betrieb einer 75 kW Anlage aus?</li>
<li>Welche Hersteller bieten Mini-Biogasanlagen an und welche Vorteile bieten Sie?</li>
<li>Welche Konzepte für Partnerschaften mit benachbarten Landwirten und sozialen Einrichtungen sind möglich?</li>
</ul>
<p><a title="Beratung zu Mini-Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/beratung-bioenergie-biogasanlage-biokraftstoffe/">Sprechen Sie mich an.</a></p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>3 Kurzfilme zu Biogas in Deutschland und Europa</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 10:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[02. Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[03. Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[08. Verfahrenstechnik | Biotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[10. Biomasse für Quereinsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[11. Biomasse für Anlagenbetreiber]]></category>
		<category><![CDATA[12. Wärmenutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Biogas]]></category>
		<category><![CDATA[Biogasanlage]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer auch über den Jahreswechsel nicht ganz von der Bioenergie lassen kann, für den habe ich in diesem Artikel 3 sehenswerte Kurzfilme zusammengestellt. Die Filme handeln von der gasförmigen Bioenergie in Deutschland und Europa. Dabei sind 2 der 3 Filme von Technologieführern im Bereich Biogas und Landwirtschaft produziert worden, was aber nur am Rande erwähnt wird. Wenn man von Imagefilmen sprechen möchte, dann gibt es sicher kaum eine interessantere Form [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wer auch über den Jahreswechsel nicht ganz von der Bioenergie lassen kann, für den habe ich in diesem Artikel 3 sehenswerte Kurzfilme zusammengestellt. Die Filme handeln von der gasförmigen Bioenergie in Deutschland und Europa. Dabei sind 2 der 3 Filme von Technologieführern im Bereich Biogas und Landwirtschaft produziert worden, was aber nur am Rande erwähnt wird. Wenn man von Imagefilmen sprechen möchte, dann gibt es sicher kaum eine interessantere Form des Marketings als solche Kurzfilme.</p>
<h2>Film zum Betrieb einer Biogasanlage</h2>
<ul>
<li>Wie funktioniert eine Biogasanlage? Tolle Darstellung der einzelnen Verfahrensschritte.</li>
<li>Beschreibung der Aufbereitung von Biogas auf die Qualität von <a title="Was ist Bioerdgas?" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioerdgas-biomethan-vorteile/">Bioerdgas</a></li>
<li>Film der <a title="Envitec Biogas AG" href="http://www.envitec-biogas.de/" target="_blank">Envitec Biogas AG</a></li>
</ul>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Id4dwD7zb40" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<h2>Biogasreportage auf n-tv</h2>
<ul>
<li>Kurze Vorstellung der Biogasproduktion</li>
<li>Realisierung eines Biogasprojekts</li>
</ul>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/WnZxVxfPzrY?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/WnZxVxfPzrY?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<h2>Biogas in Europa (“biogas a european topic”)</h2>
<ul>
<li>Vorstellung von Biogasanlagen in mehreren europäischen Ländern durch die jeweiligen Anlagenbetreibern</li>
<li>Interessantes Konzept zur Herstellung von Biogas und Pellets</li>
<li>Film zu Biogas der <a title="Internetseite der Claas Gruppe" href="http://www.claas.com/cl-gr/de/main/start,lang=de_DE.html" target="_blank">Claas Gruppe</a></li>
</ul>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/TIjU7kvMKiI?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/TIjU7kvMKiI?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Außerdem möchte ich den Film <a title="Film zu Biogas und Bioenergie in Hessen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioenergie-biogas-hessen-film/">„Das geht &#8211; Bioenergie aus Hessen“</a> empfehlen, der kostenfrei als DVD bestellt werden kann. In diesem interessanten Film werden Projekte zur gasförmigen, flüssigen und festen Bioenergie in Hessen vorgestellt.</p>
<p>Mit diesen filmischen Inspirationen wünsche ich Ihnen einen gesunden und erfolgreichen Start ins Jahr 2012.</p>
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		<title>Bioenergie Jahresrückblick 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 05:18:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[01. Berlin-Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[02. Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[03. Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[10. Biomasse für Quereinsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[11. Biomasse für Anlagenbetreiber]]></category>
		<category><![CDATA[12. Wärmenutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Biogas]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Medien beginnen nun wieder die großen Jahresrückblicke und ich finde, dass auch die Bioenergie einen Rückblick auf das Jahr 2011 verdient hat. Wie hat 2011 zur Weiterentwicklung der Bioenergie beigetragen, was hat das Herz eines Bioenergie-Enthusiasten höher schlagen lassen und welche Momente möchte man am liebsten schnell wieder vergessen? Aus jeder Erfahrung kann man für die Zukunft lernen und die Bioenergiebranche hat immer wieder bewiesen, dass sie flexibel [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioenergie-jahresruckblick-2011/" title="Permanent link to Bioenergie Jahresrückblick 2011"><img class="post_image alignnone remove_bottom_margin" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Bioenergie-Rückblick-2011.jpg" width="350" height="234" alt="Bioenergie Rückblick 2011 vor Kamin zu Weihnachten" /></a>
</p><p>In den Medien beginnen nun wieder die großen Jahresrückblicke und ich finde, dass auch die Bioenergie einen Rückblick auf das Jahr 2011 verdient hat. Wie hat 2011 zur Weiterentwicklung der Bioenergie beigetragen, was hat das Herz eines Bioenergie-Enthusiasten höher schlagen lassen und welche Momente möchte man am liebsten schnell wieder vergessen? Aus jeder Erfahrung kann man für die Zukunft lernen und die Bioenergiebranche hat immer wieder bewiesen, dass sie flexibel und kreativ auf die schnellen Änderungen der Energielandschaft reagieren kann. Nehmen Sie Platz, machen Sie es sich mit einem Kaffee oder Tee gemütlich und lassen Sie sich von mir an einige Entwicklungen des Bioenergie-Sektors im Jahr 2011 erinnern.</p>
<p>Viele Momente haben die Bioenergie-Gemeinschaft in den vergangen 12 Monaten bewegt, erfreut und gelegentlich sogar erschüttert. Aus der Perspektive der gesamten Bioenergie-Branche betrachtet war 2011 ein durchwachsenes Jahr, welches nicht in allen Punkten die Erwartungen der Bioenergie-Akteure erfüllen konnte, aber doch mit einige Highlights geglänzt hat.</p>
<p>Zu meinem Glück kann ich rückblickend sagen, dass die <a title="10 Punkte welche die Biomasse-Branche im Jahr 2011 verändern werden" href="http://www.biomasse-nutzung.de/10-punkte-welche-die-biomasse-branche-im-jahr-2011-verandern-werden/">10 Prognosen</a> über die Kernthemen des Bioenergie-Jahres 2011 weitgehend eingetroffen sind.</p>
<p>Was ist passiert? Bioenergie 2011 im Zeitraffer mit den folgenden Kategorien!<strong></strong></p>
<ol>
<li><strong></strong><strong>Höhepunkte und Meilensteine der Bioenergie </strong><strong></strong><strong></strong></li>
<li><strong>Rückschläge der Bioenergie</strong><strong> </strong><strong></strong></li>
<li><strong>Bioenergie in Berlin-Brandenburg</strong><em></em></li>
</ol>
<h2>Höhepunkte und Meilensteine der Bioenergie 2011</h2>
<p>Zuerst möchte ich kurz auf die wichtigsten positiven Ereignisse eingehen, welche die Entwicklung der Bioenergie über das Jahr 2011 hinaus prägen werden.</p>
<p><em><img class="aligncenter" title="Kinder Hände beim Bioenergie Rückblick 2011" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Kinder-Hände-beim-Bioenergie-Rückblick-2011.jpg" alt="Positive Entwicklungen zur Bioenergie 2011" width="370" height="237" /></em></p>
<ul>
<li><strong>Einführung des Biokraftstoffgemischs E10</strong></li>
</ul>
<p>Im Juni dieses Jahres hätte ich die <a title="Probleme bei der Einführung von E10 führen zur Wiederbelebung alter Dämonen der Biokraftstoffbranche" href="http://www.biomasse-nutzung.de/probleme-bei-der-einfuhrung-von-e10-fuhren-zur-widerbelebung-alter-damonen-der-biokraftstoffbranche/">E10-Einführung (siehe Artikel)</a> wahrscheinlich noch unter der Rubrik Rückschläge einordnen müssen und habe das in einem Artikel auch getan. Zum Ende des Jahres kann die Verdoppelung des Bioethanolanteils im Super-Benzin glücklicherweise zu den genommenen Meilensteilen gezählt werden.</p>
<p>Nicht alles, einige Kritiker würden sogar sagen „gar nichts“, hat bei der Einführung des Biokraftstoffs E10 so funktioniert, wie geplant. Mit einigem Abstand betrachtet muss man wahrscheinlich eingehstehen, dass das Fehlen einer sorgfältigen Planung der Hauptgrund für die anfänglich großen Probleme war. An dieser Stelle haben die für die E10-Einführung-Verantwortlichen die Sorgen der Autofahrer unterschätzt oder nicht ernst genug genommen.</p>
<p>Ich bin sicher, dass alle Beteiligten aus diesem Hick-Hack um die Erhöhung der Bioethanolquote viel gelernt haben.</p>
<ul>
<li><strong>Verabschiedung der EEG-Novelle 2011</strong></li>
</ul>
<p>Aus deutscher Sicht ist die <a title="Verabschiedung des EEG 2012 in Deutschland" href="http://www.biomasse-nutzung.de/verabschiedung-der-eeg-novelle-2012-%E2%80%93-ruckschlag-fur-die-branche-der-bioenergie-in-deutschland/">Verabschiedung der EEG-Novelle 2012</a> im Juni dieses Jahres die tiefgreifendste Gesetzesänderung. Diese Einstufung gilt mindestens für die gasförmigen Bioenergieträger, sprich die Biogasbranche. Die Novelle soll die Marktintegration der Bioenergie noch beschleunigen und dazu beitragen, dass sich die Bioenergie mittelfristig auch ohne Einspeisevergütungen im Energiemarkt gegen die fossilen Mitbewerber behaupten kann.</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle nicht tiefer auf die einzelnen Punkte der EEG-Novelle eingehen (siehe Artikel zum EEG 2012) und hoffe, dass sich die positiven Auswirkungen des „EEG 4.0“ zügig einstellen werden. Historisch betrachtet können wir mit der Entwicklung des EEG in Deutschland sehr zufrieden sein. Für einen interessanten Überblick zur <a title="Film zur Geschichte des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes" href="http://www.biomasse-nutzung.de/geschichte-des-eeg-film-eeg-novelle-2011-bioenergie/">Geschichte des EEG</a>, empfehle ich diesen Film.</p>
<ul>
<li><strong>Ökogas aus Biomasse gewinnt an Bedeutung</strong></li>
</ul>
<p>Die Bioenergie ist die Flexibelste im Team der Erneuerbaren. Zu dem bisherigen Bioenergieangebot für Strom, Kraftstoff und Wärme ist  in diesem Jahr auch der Energieträger Gas („Ökogas“) aus nachwachsenden Rohstoffen hinzugekommen.</p>
<p>Ich muss zugeben, dass ich kein großer Freund, von der inflationären Verwendung von Begriffen wie „Öko“ oder „Bio“ bin, aber irgendeinen Namen braucht das klimafreundliche Biogas, welches über das Erdgasnetz transportiert den Verbraucher mit Gas versorgt.   Bei allen Missverständnissen und falschen Erwartungen die mit der Bezeichnung „Ökogas“ einhergehen, passt der Begriff letztlich ganz gut.</p>
<p>Lesen Sie hierzu auch den Artikel über <a title="Anbieter von Ökogas aus Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/anbieter-okogas-bioerdgas-tarife/">Anbieter von Ökogas</a>.</p>
<ul>
<li><strong>Erste Testflüge mit Biokraftstoffen auf fast allen Kontinenten</strong></li>
</ul>
<p>„Der letzte Tropfen Erdöl wird in einer Flugzeugturbine verbrannt“ ist ein geflügeltes Wort in der Luftfahrtbranche geworden. Diese Abhängigkeit vom Erdöl schmerzt die Branche und die Suche nach Alternativen läuft bei den Flugzeugbauern und Airlines auf Hochtouren. Auch die Notwendigkeit zur Reduktion des CO2-Ausstoßes durch die Aufnahme der europäischen <a title="EU-Emissionshandel für europäische Luftfahrt" href="http://www.biomasse-nutzung.de/eu-emissionshandel-gilt-ab-2012-auch-fur-die-luftfahrt-chancen-fur-biokraftstoffen/">Luftfahrt in den EU-Emissionshandel ab 2012</a> ist ein wichtiger Anreiz für das Finden anderer Optionen.</p>
<p>Von diesem Engagement profitierte in diesem Jahr die Biokraftstoffbranche und es fanden Testflüge mit Biokraftstoffen auf fast allen Kontinenten statt. Darunter waren auch innovative <a title="Herstellung von Biokraftstoffen aus Algen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/algen-kraftstoff-energie/">Biokraftstoffe die zu einem großen Anteil auf Algen</a> basieren.</p>
<ul>
<li><strong>Wachstum des europäischen Bewusstseins von einer Bioenergie-Gemeinschaft</strong></li>
</ul>
<p>Die Kommunikationsmöglichkeiten und sozialen Netzwerke des Internets (Social Media) haben das Gefühl einer bestehenden <a title="Bioenergie und Energiepflanzen Gemeinschaft" href="http://www.biomasse-nutzung.de/energiepflanzen-forschung-symposium-energiepflanzengemeinschaft/">Bioenergie-Gemeinschaft in Deutschland</a> und Europa wachsen lassen. Die Gewinnung und Nutzung von gasförmiger, flüssiger und fester Bioenergie bildet dabei eine bunte Farbpalette, wobei sich die Bioenergie-Akteure Ihres Potentials und ihrer Verantwortung für die Gestaltung eines gemeinsamen Bildes zunehmend bewusst werden.</p>
<p>Europa erkennt auch im Bereich der Bioenergie, das es über eine hervorragende Infrastruktur zur Erforschung dieses erneuerbaren Energieträgers verfügt und das wir viel stärker auf Synergien einer gemeinsamen Entwicklung setzen können.</p>
<p>Die beiden EU-Projekte <a title="EU-Bioenergie-Projekt EnAlgae" href="http://www.biomasse-nutzung.de/enalgae-algen-energie-europa/">EnAlgae</a> und <a title="EU-Bioenergie Projekt COACH BioEnergy" href="http://www.biomasse-nutzung.de/coach-bioenergie-europa/">COACH BioEnergy</a> sind tolle Beispiele für eine stärkere europäische Kooperation im Bereich der Bioenergie.</p>
<ul>
<li><strong>Zunehmend innovativere Energiepflanzen</strong></li>
</ul>
<p>Die Diskussion über die Bedeutung eines vielfältigen Energiepflanzenspektrums wurde fortgeführt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass durch eine breitere Artenvielfalt bei Energiepflanzen auch wichtige ökologische Ziele erreicht werden können.</p>
<p>Der Einsatz dieser „neuen Energiepflanzen“ muss dabei im Vergleich mit dem Alleskönner Mais nicht zwangsläufig zu deutlichen Ertrags- oder Umsatzeinbußen führen. Günstig in die Fruchtfolge integriert, können alternative Energiepflanzen eine langfristig hohe Biogasproduktion unterstützen und nebenbei kann der <a title="Artenschutz Gewässerschutz Bodenschutz der Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/tragt-der-energiepflanzenbau-zum-boden-und-gewasserschutz-bei/">Energiepflanzenanbau zum Boden-, Gewässer- und Artenschutz</a> beitragen.</p>
<p>Erfolgreiche Beispiele für den stattfindenden Perspektivenwechsel bei der Artenauswahl im Energiepflanzenanbau sind das gestiegene Interesse an <a title="Mehrjährige Pflanzen als Energiepflanzen für die Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/potential-von-mehrjahrigen-pflanzen-zur-gewinnung-der-bioenergie/">mehrjährigen Pflanzen</a> für die Biogasgewinnung oder an der <a title="Camelina sativa als Energiepflanzen für Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioenergie-mit-camelina-%E2%80%93-die-vorteile-und-potentiale-einer-neuen-energiepflanze/">Camelina sativa</a> für die Biokraftstoffproduktion.</p>
<ul>
<li><strong>Eröffnung der ersten Biomasse-Börse in Europa</strong></li>
</ul>
<p>Biomasse ist ihrem Wesen nach sehr heterogen. Um den Handel mit den verschiedenen <a title="Biomasse-Ströme für die Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/ubersicht-uber-verschiedene-stoffstrome-von-biomasse/">Biomasse-Strömen</a> zu erleichtern und eine konstante Qualität zu gewährleisten, hat in <a title="Biomasse Börse in Rotterdam für Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biomasse-borse-rotterdam-handel/">Rotterdam die erste Biomasse-Börse Europas</a> ihre Tore geöffnet.</p>
<p>Die Tätigkeit der Biomasse-Börse wird sich zu Beginn vor allem auf den Handel mit fester Biomasse (Holzhackschnitzeln) konzentrieren und das Güterspektrum im nächsten Jahr langsam erweitern.</p>
<ul>
<li><strong>Größtes Biomasseheizkraftwerk der Welt wird eröffnet</strong></li>
</ul>
<p>Im englischen Tilbury wurde mit 750 MW das größte Biomasseheizkraftwerk der Welt eingeweiht. Diese Leistung entspricht in etwa der Versorgungskapazität eines mittleren Steinkohlekraftwerks. Ob man ein so großes Biomasseheizkraftwerk eher zu den Meilensteinen oder den Rückschritten der Bioenergie zählt, muss jeder für sich selbst entscheiden.</p>
<p>Ich als Bioenergie Enthusiast, der vor allem auf die dezentralen Versorgungspotentiale der Bioenergie setzt, hoffe, dass Biomasseheizkraftwerke dieser Größe die Ausnahmen bleiben werden.</p>
<p>Ich unterstütze aus Energieeffizienzgründen den Bau von KWK-Kraftwerken in Großstädten die mit fester Biomasse betrieben werden und ein Leistungsspektrum von etwa 100 – 200 MW bereitstellen (siehe Artikel über die <a title="Bioenergie Strategie der Vattenfall Europe AG" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kritische-betrachtung-der-engagierten-biomasse-strategie-der-vattenfall-europe-ag-fur-berlin/">Biomasse-Strategie der Vattenfall Europe AG</a>). Beim Bau von noch größeren Biomasseheizkraftwerken sollten die Nachhaltigkeitsüberlegungen schon ganz zu Beginn der Projektplanung intensiv mit einbezogen werden.</p>
<p>Die Mitverbrennung (Co-Firing) von Biomasse in Kohlekraftwerke ist für mich die nachhaltigere Variante.</p>
<ul>
<li><strong>Erdölpreis erstmals wieder über 100 US-Dollar</strong></li>
</ul>
<p>Leider oder auch zum Glück kann man sagen, dass die Entwicklung der Erneuerbaren Energien auch stark mit der Höhe des Erdölpreises korreliert. Investitionen in Bioenergie-Projekte werden mit einem steigenden Ölpreis immer rentabler und somit auch wahrscheinlicher. Deshalb begrüße ich, zumindest aus den Augen eines Bioenergie-Enthusiasten, den <a title="Bioenergie profitiert vom Erdölpreis über 100 US-Dollar" href="www.biomasse-nutzung.de/branche-der-bioenergie-profitiert-vom-ansteigen-des-olpreises-uber-100-us-barrel">Anstieg des Erdölpreises auf über 100 US-Dollar</a> pro Barrel (Brent).</p>
<p>Der Erdölpreis steigt im Jahr 2011 erstmals seit 3 Jahren wieder über die magische Grenze von 100 US-Dollar und hält diesen Marktpreis konstant über das gesamte Jahr.</p>
<p><em><img class="aligncenter size-full wp-image-5724" title="Wütende Menschen beim Bioenergie Rückblick 2011" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Wütende-Menschen-beim-Bioenergie-Rückblick-2011.jpg" alt="Unzufriedene Menschen zu negativen Entwicklungen der Bioenergie" width="310" height="310" /></em></p>
<h2>Rückschläge der Bioenergie im Jahr 2011</h2>
<p>Wie in jeder Branche gehen auch bei der Bioenergie die positiven und negativen Entwicklungen Hand in Hand. Meist ist es eine Frage der eigenen Perspektive und persönlichen Interessen, ob eine Entwicklung eher als Fortschritt oder Rückschritt gesehen wird. Im Folgenden einige Punkte, die in meinen Augen ein Hemmnis für den Ausbau der Bioenergie bedeuten.</p>
<ul>
<li><strong>Verschärfung der ILUC-Debatte</strong></li>
</ul>
<p>Die Dynamik der <a title="Was ist die ILUC Debatte für Biokraftstoffe und Bioenergie?" href="http://www.biomasse-nutzung.de/iluc-biokraftstoffe/">ILUC-Debatte</a> hat mich ziemlich überrascht – offen gesagt sogar verärgert. Die Art und Weise, wie in einigen Medien und Onlineforen die vielen Formen der Bioenergie in einen Topf geworfen werden, ist weder nützlich noch entspricht sie den Fakten. Ich fühle mich automatisch an die emotionalen Diskussionen zur Tank-und-Teller-Debatte erinnert. Hier muss die Bioenergie-Gemeinschaft noch viel stärker gemeinsam auftreten und sich öffentlich gegen undifferenzierte Vorwürfe verteidigen.</p>
<p>Die verschiedenen Verbände leisten gute Arbeit, aber auch die Unternehmen der Bioenergie und Energiewirte sollten noch stärker ihre Stimme erheben, um die Akzeptanz der Bioenergie langfristig zu sichern. Es fängt mit den Biokraftstoffen an, betrifft aber mittelfristig auch schnell die holzartige Biomasse und eventuell auch Biogas.</p>
<p>Das Aufkommen der ILUC-Debatte zeigt, dass die <a title="Moralische Fragen zur Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/energie-aus-biomasse-ein-ethisches-diskussionsmodell-buch-neuerscheinung-zichy-ethik/">moralische Dimension der Bioenergie</a> nicht ausgeblendet werden kann, sondern bewusst geführt werden muss.</p>
<ul>
<li><strong>Netzausbau als langfristiges Hemmnis der Bioenergieentwicklung</strong></li>
</ul>
<p>Der  <a title="Fehlende Netzausbau bremst Bioenergie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/hohe-bedeutung-des-netzausbaus-fur-die-entwicklung-der-dezentralen-bioenergie/">fehlende Netzausbau</a> schlägt sich negativ auf den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und auch der Bioenergie nieder. Wenn wir die dezentrale Energieproduktion stärker fördern möchten, dann brauchen wir auch mehr Gas-, Strom- und Wärmenetze, um die Energie zu transportieren. Politische Entscheidungen sind dringend erforderlich, wobei die sehr kostspieligen und langfristigen Investitionsentscheidungen auch nicht überstürzt werden dürfen.</p>
<p>Vor allem für die <a title="Hemmnisse für Einspeisung von Biomethan in Deutschland" href="http://www.biomasse-nutzung.de/5-ansatze-zur-erhohung-der-biomethaneinspeisung/">Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz</a> oder den Transport der nach dem EEG 2012 geforderten Wärmemengen ist ein Ausbau der jeweiligen Netze dringend notwendig.</p>
<ul>
<li><strong>Biokraftstoffe der 2.Generation noch nicht bereit für die industrielle Produktion</strong></li>
</ul>
<p>Ein herber Rückschlag für die Biokraftstoffbranche war die <a title="Rückschlag für Biokraftstoffe der zweiten Generation" href="http://www.biomasse-nutzung.de/choren-schliest-sud-chemie-offnet-%E2%80%93-biokraftstoffe-der-2-generation-weiterhin-auf-der-suche/">Insolvenzanmeldung der Choren Industries GmbH</a> für ihren Produktionsstandort für Biokraftstoffe der 2.Generation im sächsischen Freiberg. Choren hat mit der Vergasung von holzartiger Biomasse und der anschließende Verflüssigung des Syngases einen BtL-Kraftstoff hergestellt, welcher zu den <a title="Vorteile der Biokraftstoffe der 2.Generation" href="http://www.biomasse-nutzung.de/7-interessante-punkte-uber-biokraftstoffe-der-nachsten-generation/">Biokraftstoffen der 2.Generation</a> gehört.</p>
<p>Am 17.10.2011 hat Choren bekannt gegeben, dass das erste Unternehmen der Choren-Gruppe gerettet werden konnte. Das sind gute Nachrichten und ich hoffe, dass für weitere Unternehmen ein Rettungsplan entwickelt werden kann.</p>
<ul>
<li><strong>Europäische Biodieselproduktion im Jahr 2011 erstmals gesunken</strong></li>
</ul>
<p>Erstmals in der Geschichte der Biodieselproduktion hat die <a title="Abnahme der Biodieselproduktion in Europa" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biodiesel-produktion-herstellung-eu/">hergestellte Menge Biodiesel in Europa abgenommen</a>. Als Gründe werden vor allem die stark gestiegenen Importe aus Argentinien und Indonesien bei gleichzeitig kaum gestiegenem Biodiesel-Verbrauch in der EU gesehen. Da der Absatz von Biodiesel in der EU nicht gesteigert werden konnte, musste die heimische Produktion als Reaktion auf die gestiegenen Importe gedrosselt werden.</p>
<p>Bei diesem Konflikt muss sich die EU überlegen, wie sie mit den preiswerten Importen umgehen möchte. Soll die heimische Biodieselproduktion mittelfristig heruntergefahren und der Verlust der Arbeitsplätze riskiert werden oder begrenzt man die EU-Importe auf eine feste Quote und unterstützt dadurch die eigene, aber teurere Biodieselproduktion in Europa.</p>
<ul>
<li><strong>Einstufung von Gülle als Abfall gefährdet Biogaslandschaft</strong></li>
</ul>
<p>Auf Druck der EU-Kommission wird in Deutschland die <a title="Gülle in Biogasanlagen gilt als Abfall" href="http://www.biomasse-nutzung.de/gulle-abfall-biogasanlage/">Vergärung von Gülle in Biogasanlagen</a> künftig als Verwendung von „Abfall“ deklariert. Die Biogasbranche befürchtet, dass durch diese Einstufung der Gülle ein gewaltiger Verwaltungsaufwand entstehen könnte, welcher die Attraktivität und Wirtschaftlichkeit von mit Gülle betriebenen Biogasanlagen reduziert.</p>
<p>Es wird aktuell nach Möglichkeiten gesucht, die Gefahren des Gülleeinsatzes auf eine vernünftige Art und Weise in den Biogasanlagenbetrieb zu integrieren. Dabei muss beachtet werden, dass die Entstehung neuer Mini-Biogasanlagen auf Güllebasis (EEG 2012) nicht durch eine abschreckende Bürokratie schon im Ansatz verhindert wird.</p>
<ul>
<li><strong>US-Ethanol-Importe nach Europa sorgen für Skandal</strong></li>
</ul>
<p>Im Bereich der Bioenergie gab es im Jahr 2011 auch einen wirtschaftlichen Skandal der internationale Wellen geschlagen hat. Dabei geht es um den Handel mit Bioethanol, der hauptsächlich aus Mais gewonnen wird, zwischen den USA und der EU. Der Streit darum, dass stark subventionierte US-amerikanische Ethanol-Importe die heimische Bioethanolproduktion in der EU gefährden, hat Ende 2010 begonnen.</p>
<p>Die European Renewable Ethanol Association (ePURE) ist von diesem Zustand alles andere als begeistert und fürchtet um den Absatz des in Europa produzierten Ethanols. Dieser Konflikt ist noch nicht beigelegt und hat im Gegenteil in den letzten Monaten wieder an Fahrt aufgenommen.</p>
<h2>Bioenergie in der Region Berlin-Brandenburg</h2>
<p>Als Blogger aus Berlin, der sein Studium in Brandenburg absolviert hat, habe ich natürlich ein besonderes Herz für diese Region und möchte gern an einige Meilensteine der Bioenergie in Berlin-Brandenburg erinnern. Die Entwicklungen sind auch im internationalen Vergleich sehr innovativ und sowohl im Bereich der Forschung, als auch in der wirtschaftlichen Anwendung vorne mit dabei.</p>
<p>Unterstrichen wird dieses Engagement durch die Vergabe des <a title="Leitstern für Erneuerbare Energien 2010 an Brandenburg" href="http://www.biomasse-nutzung.de/brandenburg-ist-gewinner-des-leitsterns-2010-fur-die-forderung-der-erneuerbaren-energien/">Leitsterns 2010 für Erneuerbare Energien</a> an das Bundesland Brandenburg.</p>
<ul>
<li><strong>Algen-Cluster in Berlin-Brandenburg</strong></li>
</ul>
<p>Die Region Berlin-Brandenburg entwickelt sich zunehmend zu einem Innovationsmotor für die Weiterentwicklung der Bioenergie aus Algen. Im Internet habe ich schon erste Fachleute vernommen, die mittlerweile davon ausgehen, dass die Bioenergie der 3.Generation (Algen) sogar die Bioenergie der 2.Generation (Cellulose-Ethanol, BtL etc.) überholen und den Markteintritt schneller erreichen könnte.</p>
<p>In diesem Fall ist der <a title="Algencluster für Bioenergie in Berlin Brandenburg" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kerosin-algenforschung-algentreibstoff-forschungsprojekt/">Algen-Cluster in Berlin-Brandenburg</a> bestens aufgestellt.</p>
<ul>
<li><strong>Vattenfall startet Umbau des ersten Biomasseheizkraftwerks in Berlin</strong></li>
</ul>
<p>Die Vattenfall Europe AG hat die ambitionierteste Bioenergie-Strategie der großen Energieversorger in Europa. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf die Bioenergie aus fester Biomasse und die Mitverbrennung von Holz in Kohlekraftwerken. Der Umbau für das <a title="Vattenfall baut Biomasseheizkraftwerk in Berlin" href="http://www.biomasse-nutzung.de/vattenfall-startet-umbau-fur-erstes-biomasseheizkraftwerk-in-berlin/">erste Biomasseheizkraftwerk in Berlin</a> hat in diesem Jahr begonnen.</p>
<ul>
<li><strong>Baubeginn der modernsten Biogasanlage für Bioabfälle in Berlin</strong></li>
</ul>
<p>Die gasförmige Bioenergie ist ohne die zügige Weiterentwicklung der Biomethaneinspeisung für Großstädte kaum geeignet, da der Platz für die Errichtung von Biogasanlagen sehr begrenzt ist. In Berlin wird das Vorhandensein der großen Bioabfall-Ströme nun als Trumpf ausgespielt und die <a title="Biogasanlage mit Bioabfall in Berlin" href="http://www.biomasse-nutzung.de/baubeginn-fur-deutschlands-modernste-biogasanlage-fur-bioabfalle-in-berlin/">modernste Biogasanlage für Bioabfälle in Deutschland</a> gebaut.</p>
<p>Das Beispiel dieser innovativen Biogasanlage zeigt erneut, wie flexibel sich die Verwendung der Bioenergie in die Standortfaktoren einer Region einfügen kann.</p>
<ul>
<li><strong>Biomethananlage in Brandenburg mit kompletten Wärmenutzungskonzept</strong></li>
</ul>
<p>Um erfolgreich zu sein, muss ein Bioenergiekonzept heutzutage immer mehr auch dem gesellschaftlichen Wunsch nach mehr Energieeffizienz nachkommen. Ein gutes Beispiel dafür, wie ein Bioenergieprojekt seinen energetischen und ökonomischen Wirkungsgrad erhöhen kann, ist die <a title="Biomethananlage mit Wärmenutzung in Barsikow" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biomethananlage-in-brandenburg-mit-integriertem-warmenutzungskonzept/">Biomethananlage mit integriertem Wärmenutzungskonzept</a> im brandenburgischen Barsikow.</p>
<ul>
<li><strong>Verbio AG gewinnt zum zweiten Mal einen DENA-Award für ihre Bioenergie-Konzepte</strong></li>
</ul>
<p>Der Biokraftstoffhersteller Verbio AG mit Produktionsanlagen für Biodiesel und Bioethanol in Schwedt wurde erneut mit einem DENA-Award ausgezeichnet. Das Besondere ist, dass die Verbio AG den Preis für das „Biogasprodukt des Jahres 2011“ erhalten hat – und das als Biokraftstoffhersteller! Verbio verbindet die Biokraftstoffproduktion mit der Biogasproduktion und nutzt die bei der Bioethanolherstellung anfallende Schlempe, um daraus Biogas zu erzeugen</p>
<p>Weitere Ausführungen zum innovativen und patentierten <a title="Bioenergie Konzept der Verbio gewinnt DENA Award" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kombination-von-biokraftstoffen-und-biogas-zur-verbesserung-der-bilanz-der-bioenergie/">Bioenergiekonzept der Verbio AG</a> finden Sie hier.</p>
<h2>Lernen aus den Bioenergie-Erfahrungen des Jahres 2011</h2>
<p>Soviel zu einigen der wichtigsten Bioenergie-Entwicklung in Deutschland und Europa im Jahr 2011. Ich bin überzeugt, dass wir die gewonnenen Erfahrungen des Jahres nutzen werden, um die Bioenergiebranche im kommenden Jahr voranzubringen.</p>
<p>Sollte Ihnen dieser Jahresrückblick auf die Bioenergie gefallen haben, dann möchte ich Ihnen die <a title="Newsletter des Bioenergie Blogs abonnieren" href="http://www.biomasse-nutzung.de/newsletter-bioenergie-blog/">Bestellung des NEWSLETTER des Bioenergie Blogs</a> empfehlen. Dieser ist ähnlich aufgebaut und wirft einen zusammenfassenden Blick auf die Bioenergie-Geschehnisse des vergangenen Monats.</p>
<p>In letzter Zeit habe ich mich häufiger gefragt, wo die <a title="Wo soll die Reise der Bioenergie hingehen?" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioenergie-debatte-traum-entwickung/">Reise der Bioenergie</a> hingehen soll? Eine Frage, die gut in den Jahreswechsel passt und die wir gemeinsam beantworten dürfen.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Urlaub und eine frohe Weihnachtszeit und möchte mich herzlich für Ihr Interesse an der Bioenergie bedanken. Ich freue mich auf ein spannendes und erfolgreiches Bioenergiejahr 2012.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Parlamentarischer Abend des Biogasrat mit offener Debatte zur Biogaspolitik</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 05:24:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[01. Berlin-Brandenburg]]></category>
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		<category><![CDATA[06. Politik und Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[11. Biomasse für Anlagenbetreiber]]></category>
		<category><![CDATA[12. Wärmenutzung]]></category>
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		<description><![CDATA[In vorherigen Artikeln wurde verstärkt an eine konstruktivere Bioenergie-Debatte appelliert. Mit welchen Argumenten wird eigentlich im Bundestag über die Entwicklung der Bioenergie diskutiert? Der vom Biogasrat e.V. veranstaltete und in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts abgehaltene Parlamentarische Abend, hat einen spannenden Einblick in die Politik des Biogases und die Positionen der Bundestagsparteien ermöglicht. Dabei treffen teilweise sehr unterschiedliche Ziele und Wege zum Ausbau der gasförmigen Bioenergie aufeinander. Die Gestaltung der zukünftigen Biogaslandschaft [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biogasrat-biogas-politik/" title="Permanent link to Parlamentarischer Abend des Biogasrat mit offener Debatte zur Biogaspolitik"><img class="post_image aligncenter remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Parlamentarischer-Abend-des-Biogasrat-Biogas-Politik.jpg" width="400" height="267" alt="Bild mit Bundestagsabgeordneten zum Parlamentarischen Abend des Biogasrat über Biogas Politik" /></a>
</p><p>In vorherigen Artikeln wurde verstärkt an eine<a title="Bioenergie Debatte " href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioenergie-debatte-traum-entwickung/"> konstruktivere Bioenergie-Debatte</a> appelliert. Mit welchen Argumenten wird eigentlich im Bundestag über die Entwicklung der Bioenergie diskutiert? Der vom Biogasrat e.V. veranstaltete und in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts abgehaltene Parlamentarische Abend, hat einen spannenden Einblick in die Politik des Biogases und die Positionen der Bundestagsparteien ermöglicht. Dabei treffen teilweise sehr unterschiedliche Ziele und Wege zum Ausbau der gasförmigen Bioenergie aufeinander.</p>
<p>Die Gestaltung der zukünftigen Biogaslandschaft ist ein wichtiges Anliegen für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Dass dieses Thema auch für einige Konflikte zwischen den betroffenen Interessenverbänden sorgt, hat der Parlamentarische Abend des Biogasrats gezeigt, welcher am 30.11.2011 stattgefunden hat.</p>
<p>Das Podium war mit jeweils einem Vertreter der 5 Bundestagsparteien sehr interessant und ausgewogen besetzt, so dass die möglichen Auswirkungen des EEG 2012 und die zukünftige Gestaltung des Biomethanmarkts leidenschaftlich diskutiert werden konnten.</p>
<p>Die Suche nach den geeignetsten politischen Rahmenbedingungen zum weiteren Ausbau einer nachhaltigen, gerechten und bezahlbaren Biogaslandschaft läuft auf Hochtouren. Dabei gab es auch eine überraschende Bekanntgabe bezüglich den 75 kW Biogasanlagen, welche im Podium heftig diskutiert wurde.</p>
<h2>Welche Position vertritt der Biogasrat?</h2>
<p>Der Biogasrat vertritt hauptsächlich die Interessen der „großen Biogasanlagen“, hat aber bei der Veranstaltung auch bewiesen, dass er sich vor allem für die Biogasbranche als Ganzes einsetzt. Teilweise gab es in der Vergangenheit die Kritik, dass die parallele Existenz des Fachverbands Biogas und des Biogasrat e.V. einen Keil in die Biogaslandschaft treiben könnte. Diese Sorge ist nicht ganz unberechtigt und gerade bei den Verhandlungen zum EEG 2012 gab es auch Meinungsverschiedenheiten (Stichwort Marktprämie) über die Gestaltung des weiteren Ausbaus der Biogaslandschaft.</p>
<p>Mich hat der Abend überzeugt, dass sich der Biogasrat vor allem eine starke, aber gemeinsame Biogaslandschaft für Deutschland und vielleicht sogar Europa wünscht.</p>
<p>„Der Neue“ unter den Biogasverbänden wurde im Jahr 2009 gegründet und seine Position ist im weiten Feld der gasförmigen, flüssigen und festen Bioenergie noch nicht jedem ein Begriff. Hoffentlich hilft Ihnen der Artikel auch dabei, die Arbeit des Biogasrats und seine Bedeutung für die Bioenergie noch besser einzuordnen.</p>
<p>Für eine detaillierte Beschreibung der <a title="Biogasrat veranstaltet Parlamentarischen Abend" href="http://www.biogasrat.de/" target="_blank">Aufgaben und Ziele des Biogasrat e.V.</a> besuchen Sie bitte seine Internetseite.</p>
<h2>„Entscheidend ist, dass der Winkel stimmt“</h2>
<p>Diese Worte verwendete Reinhard Schultz (Geschäftsführer des Biogasrats) während seiner Einführung in den Parlamentarischen Abend. Damit zielt er auf die Erreichung der Einspeisequoten für Biomethan bis 2020 und 2030 ab, welche von der Politik vorgegeben sind.</p>
<p>Es geht demnach nicht in erster Linie darum, dass die genauen Einspeisequoten von 6 Mrd. m<sup>3</sup>, beziehungsweise 10 Mrd. m<sup>3</sup> pro Jahr unbedingt erreicht werden. Vielmehr müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die <a title="Einspeisung von Biomethan" href="http://www.biomasse-nutzung.de/hemmnisse-und-losungswege-bei-der-integration-von-biomethan/">Hemmnisse zur Einspeisung von Biomethan</a> schnellstmöglich abzubauen und dem flexibel einsetzbaren Biomethan zu einem echten Durchbruch zu verhelfen.</p>
<p>Hier können Sie sich über die Vorteile von <a title="Vorteile von Bioerdgas und Biomethan" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioerdgas-biomethan-vorteile/">Biomethan oder Bioerdgas</a> informieren.</p>
<p>Weiterhin mahnte Herr Schultz, dass vor allem die Finanzierung der größeren Biogasanlagen noch immer von Banken übernommen wird. Diese sind nur dann bereit ihr Geld zu investieren und den weiteren Ausbau der Biogasbranche zu unterstützen, wenn die Rahmenbedingungen der Politik gesichert sind und die vorgegebenen Ziele mit Nachdruck verfolgt werden.</p>
<p>Ein weiteres wichtiges Thema des Parlamentarischen Abends war die Frage, wie wichtig die Wärmegewinnung und -nutzung aus Biogas sein sollte. Über die zukünftige Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gab es sehr unterschiedliche Meinungen. Für mich als starken Verfechter der <a title="KWK und BHKW für Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/blockheizkraftwerke-als-effizienteste-moglichkeit-zur-dezentralen-gewinnung-von-bioenergie/">Kraft-Wärme-Kopplung im Bioenergiesektor</a> und darüber hinaus, war das sehr interessant zu beobachten.</p>
<p>Herr Schultz formulierte es so, dass die KWK-Technologie vor allem in Wärmesenken verwendet werden muss. Der Einsatz von Biomethan im Gebäudebestand, zur Einsparung von Treibhausgasen (THG), sollte aber auch ohne KWK-Pflicht möglich sein. Hierbei betonte er die Notwendigkeit einer Novelle des EEWärmeG.</p>
<p>Die größten Potentiale für die CO<sub>2</sub>-Reduktion und den Klimaschutz liegen dem Geschäftsführer des Biogasrats zur Folge im Einsatz von Biomethan im Kraftstoffbereich. Die Politik gehe an dieser Stelle mit gutem Beispiel voran, was die Umrüstung der Fahrzeugflotte des Bundestags zeigt, die mittlerweile mit 100%-igem Biomethan betrieben wird!</p>
<p>Eine interessante Nachricht, die mich sehr gefreut hat. Lesen Sie hierzu auch den Artikel zur <a title="Initiative Erdgasmobilität für mehr Bioerdgas" href="http://www.biomasse-nutzung.de/initiative-erdgasmobilitat-bioerdgas/">Initiative Erdgasmobilität</a>, welche sich für die Stärkung von Bioerdgas als Biokraftstoff einsetzt.</p>
<p>Auf dem Parlamentarischen Abend wurden vor dem Diskussionspodium noch weitere Fachvorträge gehalten. Auf diese Vorträge werde ich im weiteren Artikel jedoch nicht eingehen, um den Artikel nicht noch länger zu gestalten, als er ohnehin schon ist. Stattdessen liegt der Fokus des auf den Statements der Volksvertreter.</p>
<p>Allerdings möchte ich die Sprecher und Themen kurz nennen und darauf hinweisen, dass die gehaltenen Präsentationen auf der Internetseite des Biogasrats zum Download bereit stehen.</p>
<ul>
<li>Die Rolle von Biogas/ Biomethan im Energiemix der Zukunft | Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im BMELV</li>
<li>Wachstumsmarkt Biogas – Chancen für den ländlichen Raum | Holger Gassner, RWE Innogy GmbH</li>
<li>Biomethan – zu schade zum Heizen? | Dr. Roland Kahn, Vorstand der Haase Energietechnik AG &amp; Co. KG</li>
</ul>
<h2>Vertreter aus der Politik zu Gast beim Biogasrat</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Folgenden habe ich einige Statements der Diskussionsrunde der Parlamentarier aufgelistet.</p>
<p>Allgemein kann ich berichten, dass alle anwesenden politischen Vertreter die Bioenergie befürwortet haben, wobei die Leidenschaft für den Ausbau und die gewünschte Intensität der Nutzung des Biogases zum Teil weit auseinander liegen. Es wurde bestätigt, dass die Freuden und Ängste um die Potentiale der Biogastechnologie auch stark mit den regionalen Möglichkeiten der verschiedenen Wahlkreise zusammenhängen.</p>
<p>Hier ein Einblick in die 5 Statements.</p>
<h2>Bioenergie darf bestehende Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum nicht verdrängen</h2>
<p><a title="Johannes Röhring zur Biogaspolitik beim Biogasrat" href="http://www.johannes-roering.de/" target="_blank"><strong>Johannes Röring, MdB | CDU/CSU</strong></a></p>
<p>Auch wenn sich Herr Röring in seinem Statement als Befürworter des Biogases zeigt, konzentrierte er sich in dieser Runde vor allem auf  die Darstellung seiner kritischen Punkte. So sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden, um den langfristigen Erfolg der gasförmigen Bioenergie nicht zu gefährden.</p>
<p>Die energetische Nutzung von Biomasse muss eine Wertschöpfung für den ländlichen Raum garantieren! Dabei darf die energetische Veredlung von Biomasse nicht die bestehenden Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum (z.B. die Nahrungsmittelproduktion) verdrängen. Als optimale Lösung für diesen Konflikt schlägt er eine verstärkte Kaskadennutzung der Biomasse vor. Die Bioenergie ist ein wichtiger, aber eben nicht der einzige Bestandteil der Landwirtschaft.</p>
<p>Für das Erreichen der Bioenergie-Ziele der Bundesregierung sind etwa 1 Millionen zusätzliche Hektar an Land- oder sogar Ackerfläche nötig. Den Angaben der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe zur Folge werden aktuell bereits knapp 2 Millionen Hektar für den Anbau von Energiepflanzen in Deutschland genutzt. 800.000 Hektar werden für Nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz in Biogasanlagen verwendet. Die von Frau Aigner angesprochenen 3 Millionen Hektar sieht Herr Röring nicht unproblematisch.</p>
<p>Der Vertreter der Regierungskoalition schließt mit einem harmonischen Plädoyer darüber, dass er davon ausgeht, dass das <a title="EEG 2012 für die Biogasbranche" href="http://www.biomasse-nutzung.de/verabschiedung-der-eeg-novelle-2012-%E2%80%93-ruckschlag-fur-die-branche-der-bioenergie-in-deutschland/">EEG 2012</a> zu einer Befriedung der verschiedenen Interessen führen wird. Wir sollten der EEG-Novelle die Chance geben, sich nach dem 1.1.2012 zu entfalten. Die Kritik zum neuen EEG sollte die Erfahrungen und Reaktionen aus der Praxis abwarten.</p>
<p>Er schloss mit der offen Frage „wie wollen wir unsere wertvollen Flächen nutzen und wie intensiv nutzen wir dabei die Bioenergie?“. Die Landwirte brauchen klare Signale!</p>
<h2>Langfristige Sicherung der Arbeitsplätze im Bereich Biogas</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Wilhelm Priesmeier zur Biogaspolitik beim Biogasrat" href="http://www.wilhelm-priesmeier.de/" target="_blank"><strong>Dr. Wilhelm Priesmeier, MdB | SPD</strong></a></p>
<p>Dr. Priesmeier warnt vor einer Überschätzung des Biogasmarktes und gibt zu bedenken, dass auch im Biogasmarkt bald ein Sättigungseffekt eintreten könnte. Prognosen über das weitere Wachstum des Biogasmarkts gegenüber ist er kritisch eingestellt.</p>
<p>„Der Biogasmarkt ist ein Markt der geschaffen wurde und nicht von sich aus vorlag“. Über die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen (z.B. Anlagenbau) im Biogassektor müsse deshalb rechtzeitig nachgedacht werden.</p>
<p>Als Lösungsansatz spricht der agrarpolitische Sprecher seiner Fraktion die Bedeutung der Hochertragslandwirtschaft an. Die Entwicklungen von innovativen landwirtschaftlichen Verfahren wie dem „Precision Farming“ ermöglicht eine weitere Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion. Davon kann auch der Energiepflanzenanbau profitieren.</p>
<p>Wenn ich das Statement von Herr Priesmeier richtig verstanden habe, dann ist er eher für die Anwendung ordnungspolitischer Maßnahmen zur Lenkung der weiteren Entwicklung der Biogaslandschaft. In diesem Punkt unterscheidet er sich deutlich von dem folgenden Volksvertreter von der FDP.</p>
<h2>Marktgesteuerte Instrumente statt innovationshemmende ordnungsrechtliche Maßnahmen</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Michael Kauch zur Biogaspolitik beim Biogasrat" href="http://www.michael-kauch.de/" target="_blank"><strong>Michael Kauch, MdB | FDP</strong></a></p>
<p>Ich hatte das Gefühl, dass vor allem die Anwesenheit von Michael Kauch dafür verantwortlich gewesen ist, dass die Diskussion beim Parlamentarischen Abend des Biogasrats teilweise ziemlich leidenschaftlich wurde. Unabhängig von den konkreten Statements der 5 Parlamentarier hat mir diese Grundstimmung sehr gut gefallen, weil das Gespräch dadurch offener wurde und auch vorliegende Unterschiede der Volksvertreter stärker zur Sprache kamen.</p>
<p>Was auch den Biogasrat gefreut haben dürfte, war die Einschätzung von Michael Kauch, dass die industriellen Biogasanlagen auf dem Land noch schneller wachsen müssten. Herr Kauch machte sehr deutlich, dass wenn wir die Energiewende möchten, dann müssen wir den Ausbau von Biogasanlagen auf dem Land weiter beschleunigen.</p>
<p>„Energiewende ist jetzt!“</p>
<p>Hinter dieser Aussage steht auch die Sorge, dass die Sicherheit der Energieversorgung gefährdet ist, wenn wir die Erneuerbaren Energien nicht schneller in unser Energiesystem integrieren. Mehr russisches Erdgas oder mehr dezentrale Anlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Wir müssen uns entscheiden!</p>
<p>Als bestes Mittel für einen erfolgreichen Ausbau des Biogases sieht der umwelt- und energiepolitische Sprecher der FDP hierbei marktgesteuerte Instrumente (z.B. die Marktprämie im EEG). Dabei sollte die Politik nicht entscheiden, wofür Biogas verwendet wird und vor allem auf Anreize statt auf Zwang setzen. Der Meinung des Vertreters der Liberalen zu Folge sollten wir den Verbrauchern und Unternehmen mehr Freiheiten für die Nutzung des Biogases lassen.</p>
<p>Die Nachricht, die für einen Großteil des Publikums eine größere Überraschung gewesen sein dürfte war, dass auf Regierungsseite aktuell diskutiert wird, die Einspeiseprämie für die neuen <a title="Mini-Biogasanlagen im EEG 2012" href="http://www.biomasse-nutzung.de/vom-landwirt-zum-energiewirt-mit-75-kw-mini-biogasanlagen-auf-gulle-basis/">Mini-Biogasanlagen</a> noch zu reduzieren. Diese ist aktuell auf einen pauschalen Wert von 25 cent/ kWh festgesetzt und soll eventuell auf einen Wert unterhalb von 20 cent/ kWh gedrückt werden.</p>
<p>Die Kritik zu diesen Überlegungen wurde vor allem von Herr Krischer aus der Opposition sehr deutlich geäußert.  Als Grund für die aktuellen Überlegungen hat Herr Kauch einen verbesserten Verbraucherschutz genannt. Demnach würden die Mini-Biogasanlagen mit  25 cent/ kWh ab 2012 eine höhere Förderung erhalten, als vergleichbare Energiegewinnungsanlagen im Bereich der Photovoltaik. Dieses Ungleichgewicht von etwa 5 cent/ kWh  soll eventuell noch korrigiert werden.</p>
<p>Meiner Meinung nach darf man bei diesen Überlegungen aber auch nicht vergessen, dass die Biogasbranche auch auf Grund von solchen Zusagen für die Mini-Biogasanlagen im EEG 2012 bereit war, ihren Druck auf den Gesetzesentwurf zu reduzieren. Eine nachträgliche Änderung dieses Status Quo würde die ursprünglich ausgehandelte Lage ins Ungleichgewicht bringen. Die Biogasbranche hat sich schon nach Bekanntgabe des neuen EEG 2012 als einer der größten Verlierer der EEG-Novelle gesehen. Im Nachhinein noch einen der stärkenden Punkte abzuschwächen, halte ich für unangemessen und man sollte damit bis zur nächsten EEG-Novelle warten!</p>
<p>In einem Gespräch im Anschluss an die Podiums-Diskussion habe ich von einem Projektingenieur der PlanET Biogastechnik erfahren, dass die meisten Anfragen für die Errichtung einer Mini-Biogasanlage (90 von 100) schon mit dem aktuellen Fördersatz kaum realisierbar sind. Eine weitere Kürzung würde den Mini-Biogasanlagen möglicherweise den finalen Schlag versetzen, bevor sie überhaupt die Biogasbühne betreten haben.</p>
<h2>Die Marktprämie ist kein guter Anreiz und wird vor allem zu Mitnahmeeffekten führen</h2>
<p><a title="Oliver Krischer zur Biogaspolitik beim Biogasrat" href="http://www.oliver-krischer.eu/" target="_blank"><strong>Oliver Krischer, MdB | Bündnis 90/Die Grünen </strong></a></p>
<p>Für Herr Krischer liegen die Stärken vom Biogas vor allem in seinem flexiblen Einsatz beim Spitzenlastverbrauch. So sollte Biogas nicht in erster Linie als Grundlast-Energiequelle verwendet werden, sondern viel stärker auf die gute Speicherbarkeit dieser erneuerbaren Energiequelle gesetzt werden.</p>
<p>Die Einführung der <a title="Flexibilitätsprämie für Biogasanlagen" href="http://www.biomasse-nutzung.de/direktvermarktung-marktpramie-flexibilitatspramie-biogasanlage/">Flexibilitätsprämie für Biogasanlagen</a> wird der Sprecher der Grünen für Energie- und Ressourceneffizienz deshalb wahrscheinlich befürwortet haben. Diese Vermutung wurde aber nicht direkt in seinem Statement bestätigt, was aber auch an der begrenzten Redezeit gelegen haben mag.</p>
<p>Die im EEG 2012 eingeführte Marktprämie sieht Herr Krischer hingegen sehr kritisch und geht davon aus, dass diese „kaum Anreizeffekte schaffen, sondern sie vor allem zu Mitnahmeeffekten führen wird“.</p>
<p>Als Politiker der aktuellen Opposition kritisierte der Vertreter der Grünen außerdem vehement die aktuellen Überlegungen zur Kürzung der Vergütung für den neuen Biogasanlagen-Typus bis 75 kW (siehe Abschnitt Herr Kauch).</p>
<p>Herr Krischer erwartet weiterhin, dass der Ausbau von Biogas- und Photovoltaikanlagen mit dem neuen EEG ab 2012 erstmals stark zurückgehen wird. Dann verbleibt nur noch ein intensiver Ausbau der Windenergie. Die Windenergie ist aber nicht genug, um die Anteile an den Erneuerbaren Energien zu erreichen, die von der Politik gewünscht werden. Im schlimmsten Fall „bleiben wir mit der Energiewende am Anfang stecken.“</p>
<h2>Bioenergie ist vor allem für die Spitzenlast geeignet</h2>
<p><a title="Tilo Krummer zur Biogaspolitik beim Biogasrat" href="http://www.tilo-kummer.de/" target="_blank"><strong>Tilo Kummer, MdL Thüringen | DIE LINKE</strong></a></p>
<p>Genau wir Herr Krischer sieht auch Herr Kummer die Stärken der Biogastechnologie vor allem in der Spitzenlast und nicht so sehr im Grundlastverbrauch. Der Flächenverbrauch für den Anbau von Energiepflanzen ist bezogen auf den Grad der Energiegewinnung größer als bei der Solar- und Windenergie.</p>
<p>Deshalb sollte vor allem die Nutzung von Reststoffen für die Biogasproduktion so schnell wie möglich ausgebaut werden. Um die Akzeptanz für die Biogasgewinnung zu erhöhen, sollte außerdem die Gärrestabdeckung (Geruchsbelästigung) gesetzlich eingefordert werden.</p>
<p>Besonders zu beachten sei zukünftig die Nährstoffbilanz der Biogaserzeugung. So neigen sich die Vorräte und Lagerstätten für Phosphor und Kalium mindestens in Deutschland zügig dem Ende entgegen. Deshalb ist ein weiterer Anschub der Kreislaufwirtschaft wichtig, um die Nährstoffe nicht langfristig der Landwirtschaft zu entziehen.</p>
<p>Herr Kummer argumentierte außerdem gegen die Einstufung von <a title="Einstufung von Gülle als Abfall für Biogasanlagen " href="http://www.biomasse-nutzung.de/gulle-abfall-biogasanlage/">Gülle als Abfall beim Einsatz in Biogasanlagen</a>.</p>
<h2>Der Weg des geringsten Widerstands sollte beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht gewählt werden</h2>
<p>Die Abschnitte zu den Aussagen der Parlamentarier können nicht ihre komplette Position zur Weiterentwicklung der Biogaslandschaft darstellen. Dafür ist das Thema einfach zu komplex und war der Zeitrahmen zu knapp. Einen interessanten Einblick in die verschiedenen Perspektiven der Parlamentarier zur Weiterentwicklung der gasförmigen Bioenergie bieten die Auszüge aber durchaus. Man kann gut erkennen, dass sich jeder der anwesenden Volksvertreter für einen Ausbau der Bioenergie einsetzt, wobei sich die Gründe, Schwerpunkte sowie die Ziele stark unterscheiden.</p>
<p>Bei der Umsetzung der politischen Rahmenbedingungen, der Auswahl der Mittel zur Förderung der Biogasbranche und der Geschwindigkeit  des Ausbaus können Konflikte deshalb nicht verhindert werden.</p>
<p>Aber es wird diskutiert und die Debatte ist konstruktiv!</p>
<p>Herr Schultz, welcher die Veranstaltung des Biogasrat e.V. moderierte, beendete die Podiumsdiskussion mit dem Appell, dass beim Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht der Weg des geringsten Widerstands gewählt werden dürfe. Die Ziele der Bundesregierung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2050 (80% EE im Elektrizitätsbereich) können nur erreicht werden, wenn der Ausbau der Erneuerbaren aktiv vorangetrieben wird. Vor dem Hintergrund des erfolgreich beschlossenen deutschen Atomausstiegs müssen die Erneuerbaren Energien sogar noch schneller an Bedeutung gewinnen.</p>
<h2>Welche politischen Rahmenbedingungen zum Thema Biogas unterstützen Sie?</h2>
<p>Diskutieren Sie die Argumente und Positionen der einzelnen Parlamentarier und stellen Sie die Debatte um die Nutzung und Weiterentwicklung der Bioenergie auf eine noch breitere Basis. Helfen Sie mit, um die <a title="Entstehung einer Bioenergie Gemeinschaft" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioenergie-gemeinschaft-twitter/">Bioenergie Gemeinschaft</a> weiter zu entwickeln und zu stärken. Vielen Dank.</p>
<p>Vielen Dank auch an den Biogasrat, die Volksvertreter und die Referenten für die spannende Veranstaltung zur gasförmigen Bioenergie, die viel Platz für offene Worte und konstruktive Kritik gelassen hat.</p>
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		<title>10 meistverkauften Hersteller von Biogas-BHKW in Deutschland</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 13:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[08. Verfahrenstechnik | Biotechnologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf Grund der gestiegenen Anforderungen des EEG 2012 an die Wärmenutzung einer Biogasanlage gewinnt vor allem eine Technologie an Bedeutung. Diese ist meiner Meinung nach das Blockheizkraftwerk oder Biogas-BHKW einer Biogasanlage. Deshalb werden in diesem Artikel die erfolgreichsten Hersteller von Biogas-BHKW im Jahr 2010 vorgestellt, welche auch zu einem weiteren Wachstumsjahrs des deutschen BHKW-Markts beigetragen haben. Neues Biogas-BHKW zum Repowering Ihrer Biogasanlage? Der Einsatz eines Blockheizkraftwerks zur Verstromung des produzierten [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biogas-bhkw-hersteller/" title="Permanent link to 10 meistverkauften Hersteller von Biogas-BHKW in Deutschland"><img class="post_image aligncenter remove_bottom_margin" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Biogas-BHKW-Blockheizkraftwerk-von-Hersteller-MWM.jpg" width="567" height="189" alt="Darstellung eines Biogas-BHKW vom Hersteller MWM" /></a>
</p><p>Auf Grund der gestiegenen Anforderungen des EEG 2012 an die Wärmenutzung einer Biogasanlage gewinnt vor allem eine Technologie an Bedeutung. Diese ist meiner Meinung nach das Blockheizkraftwerk oder Biogas-BHKW einer Biogasanlage. Deshalb werden in diesem Artikel die erfolgreichsten Hersteller von Biogas-BHKW im Jahr 2010 vorgestellt, welche auch zu einem weiteren Wachstumsjahrs des deutschen BHKW-Markts beigetragen haben.</p>
<h2>Neues Biogas-BHKW zum Repowering Ihrer Biogasanlage?</h2>
<p>Der Einsatz eines Blockheizkraftwerks zur Verstromung des produzierten Biogases ist aus vielen Gründen die vernünftigste Entscheidung für einen Anlagenbetreiber. Blockheizkraftwerke sind eine Kraft-Wärme/Kälte-Technologie. <a title="Biogas-BHKW sind effiziente KWK-Technologie" href="http://www.biomasse-nutzung.de/blockheizkraftwerke-als-effizienteste-moglichkeit-zur-dezentralen-gewinnung-von-bioenergie/">Biogas-BHKW</a> ermöglichen mit der parallelen Umwandlung des Biogases in Strom und Wärme eine sehr effiziente Nutzung des wertvollen Energieträgers.</p>
<p>Aber wenn Sie den Artikel bis hierhin gelesen haben, dann gehören Sie wahrscheinlich nicht zu den Menschen für die ich noch eine leidenschaftliche Lobeshymne auf die Verwendung von Blockheizkraftwerken anstimmen muss. Bevor ich Ihnen die Top-10 der erfolgreichsten Biogas-BHKW-Hersteller präsentiere, möchte ich noch kurz auf eine wichtige Entwicklung hinweisen, die immer stärker in den Fokus der Biogasbranche gelangt.</p>
<p>Hierbei geht es um das Stichwort „Repowering von Biogasanlagen“. Der Austausch eines älteren Biogas-BHKW gegen ein Neueres, mit verbessertem Wirkungsgrad, stellt eine der wichtigsten Überlegungen bezüglich der Verbesserung der <a title="Betriebswirtschaftlicher Betrieb einer Biogasanlage" href="http://www.biomasse-nutzung.de/betrieb-einer-biogasanlage/">Betriebswirtschaftlichkeit einer Biogasanlage</a> dar. Die Förderersätze für eingespeiste Bioenergie werden in Deutschland dank des EEG für 20 Jahre gesichert. Das ist bekanntlich ein toller Investitionsschutz! Auf der anderen Seite resultiert daraus ein vergleichsweise geringer Spielraum, um die Einkünfte der Biogasanlage zu erhöhen.</p>
<p>Eine verbleibende Stellschraube des Anlagenbetreibers zur Anhebung der Einnahmen ist deshalb die Investition in ein neues Biogas-BHKW. Die Maschinenbauer machen große Fortschritte bei der Anhebung des Wirkungsgrades von wärme- oder stromgefahrenen Biogas-BHKW. Überlegungen zum Repowering des bisherigen BHKW sind nach spätestens 10 Jahren eine sicherlich sehr sinnvoll investierte Zeit.</p>
<p>Eine andere Möglichkeit den Einfluss auf den Erlös der produzierten Bioenergie zu erhöhen ist der <a title="Direktvermarktung für Biogasanlagen?" href="http://www.biomasse-nutzung.de/direktvermarktung-marktpramie-flexibilitatspramie-biogasanlage/">Wechsel einer Biogasanlage in die Direktvermarktung</a>. An die Nutzung dieser Möglichkeit muss sich die Biogasbranche aber wohl erst noch gewöhnen.</p>
<h2>Die 10 erfolgreichsten Hersteller im Bereich Biogas-BHKW</h2>
<p>Sie fragen sich, welche Hersteller von Biogas-BHKW bei anderen Anlagenbetreibern in Deutschland beliebt sind?</p>
<p>Dann werden Sie sich über die Ergebnisse der jährlich durchgeführten BHKW-Umfrage mit dem Großteil der Hersteller bestimmt freuen. An der Umfrage haben rückblickend für das Jahr 2010 genau 30 Hersteller teilgenommen. Organisiert und durchgeführt wurde die Umfrage von den folgenden drei Einrichtungen:</p>
<ul>
<li><a title="Öko-Institut führt BHKW-Umfrage durch" href="http://www.oeko.de/aktuelles/dok/544.php" target="_blank">Öko-Institut</a></li>
<li><a title="B.KWK führt Hersteller-Umfrage zu BHKW durch" href="http://www.oeko.de/aktuelles/dok/544.php" target="_blank">Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung</a></li>
<li><a title="E&amp;M nimmt an Hersteller-Umfrage für BHKW teil" href="http://www.energiemarkt-medien.de/" target="_blank">Fachzeitschrift „Energie &amp; Management“</a></li>
</ul>
<p>In der ursprünglichen Umfrage werden auch fossil betriebene BHKW berücksichtigt, die in der folgenden Auflistung allerdings nicht auftauchen, da der Fokus des Artikels auf biogen betriebenen BHKW liegt. Sollten Sie mehr über die weiteren Ergebnisse der BHKW-Umfrage erfahren möchten, dann wenden Sie sich bitte an einen der Organisatoren.</p>
<p>Ich habe schon in einem früheren Artikel verschiedene <a title="Vergleich von Biogas-BHKW Herstellern" href="http://www.biomasse-nutzung.de/vergleich-verschiedener-blockheizkraftwerke-zur-energieumwandlung-von-biomasse/">Hersteller von Biogas-BHKW verglichen</a>. Ich freue mich Ihnen im Folgenden die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zu den 10 erfolgreichsten Biogas-BHKW-Herstellern, beziehungsweise Anbietern, im Jahr 2010 zu präsentieren. Die Tabelle ist geordnet nach neu installierter Leistung und nicht nach der Anzahl an verkauften Modulen.</p>
<div id="attachment_5586" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px">
	<a rel="attachment wp-att-5586" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biogas-bhkw-hersteller/leistung-biogas-bhkw-2010-geordnet-nach-leistung/"><img class="size-full wp-image-5586" title="Leistung Biogas BHKW 2010 geordnet nach Leistung" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Leistung-Biogas-BHKW-2010-geordnet-nach-Leistung.png" alt="Hersteller von Biogas-BHKW nach installierter Leistung" width="490" height="490" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Fast alle Biogas-BHKW-Hersteller konnten ihren Absatz deutlich steigern!</p>
</div>
<p>Für weitere Informationen zu den einzelnen Biogas-BHKW finden Sie in der folgenden Auflistung noch die Links zu den Internetseiten der Top10-Hersteller in Deutschland. Jeder dieser Anbieter von Biogas-BHKW ist sicher ein guter Ansprechpartner wenn Sie über die Neuanschaffung eines Blockheizkraftwerks oder das Repowering ihres bestehenden BHKW nachdenken.</p>
<ol>
<li><a title="Biogas-BHKW vom Hersteller MWM" href="http://www.mwm.net/modules/home/" target="_blank">Biogas-BHKW von MWM</a></li>
<li><a title="Biogas-BHKW vom Hersteller Schnell" href="http://www.schnellmotor.de/sm/anlagenbetreiber-interessenten/aggregatuebersicht.php" target="_blank">Biogas-BHKW von Schnell</a></li>
<li><a title="2G Energietechnik ist Hersteller von Biogas-BHKW" href="http://www.2-g.de/biogas-module/index.html" target="_blank">Biogas-BHKW von 2G Energietechnik</a></li>
<li><a title="Seva Energie ist Hersteller von BHKW für Biogasanlagen" href="http://www.seva.de/index.php/de/component/content/article/4" target="_blank">Biogas-BHKW von Seva Energie</a></li>
<li><a title="BHKW für Biogasanlagen vom Hersteller MTU Onsite Energy" href="http://www.mtu-online.com/mtuonsiteenergy/mtu-onsite-energy/index.de.html" target="_blank">Biogas-BHKW von MTU Onsite Energy</a></li>
<li><a title="ETW Energietechnik ist Hersteller für Biogas-BHKW" href="http://etw-energie.de/produkte/blockheizkraftwerke/allgemein/" target="_blank">Biogas-BHKW von ETW Energietechnik</a></li>
<li><a title="Biogas-BHKW von Pro2" href="http://www.pro2.de/t/22_36.html" target="_blank">Biogas-BHKW von Pro2</a></li>
<li><a title="Senergie als Hersteller für Biogas-BHKW" href="http://www.senergie.de/biogas/einsatzgebiete.html" target="_blank">Biogas-BHKW von Senergie</a></li>
<li><a title="Hersteller Haase ist Anbieter von Biogas-BHKW " href="http://www.haase-energietechnik.de/de/Products_and_Services/Energy_Systems/" target="_blank">Biogas-BHKW von Haase</a></li>
<li><a title="Biogas-BHKW vom Anbieter SES" href="http://www.ses-energiesysteme.com/BHKW-Module/%C3%9Cbersicht/" target="_blank">Biogas-BHKW von SES</a></li>
</ol>
<h2>Prognose für 2011 verspricht gute Entwicklung für Biogas-BHKW-Markt</h2>
<p>Die installierte elektrische Leistung aller Biogasanlagen in Deutschland (Ende 2011) wird der Prognose des Fachverbands Biogas zur Folge bei etwa 2.700 MW liegen.</p>
<p>Der Zuwachs von 475 MW an Biogas-BHKW im Jahr 2010, allein durch die Top10-Hersteller, dürfte im Jahr 2011 wahrscheinlich nochmal getoppt werden. Diese Vermutung liegt nahe, wenn man bedenkt, dass die Planer und Erbauer von Biogasanlagen in diesem Jahr mit einem regelrechten Nachfrageansturm konfrontiert oder sogar überrascht wurden. Gründe dafür liegen in dem Wunsch zur zügigen Realisierung einer Biogasanlage noch nach den Bedingungen des EEG 2009.</p>
<h2>Stärkung von Biogas-BHKW durch Förderprogramm für Mini-BHKW</h2>
<p>Der Absatz von Mini-BHKW im Jahr 2010 ist hingegen stark zurückgegangen. Leider muss ich sagen. Ein wesentlicher Grund ist die Streichung des <a title="Einstellung des KWK Förderprogramms für MINI-BHKW" href="http://www.biomasse-nutzung.de/fordergelder-mini-kwk-anlagen-gestoppt/">Förderprogramms für KWK-Anlagen</a> bis 50 kW. Diesen Schritt hatte die Bundesregierung wegen der schwierigen Wirtschaftslage (damals noch Bankenkrise) für nötig gehalten.</p>
<p>Unter den geänderten Rahmenbedingungen des EEG 2012 betrachtet, ist dieser Förderstopp besonders bedauerlich, weil das KWK-Impulsprogramm gemeinsamen mit der neuen Förderung von Mini-Biogasanlagen bis 75 kW ein starkes Team gebildet hätten. Investitionen in beide Technologien (Mini-BHKW und Mini-Biogasanlagen) könnten durch das Greifen beider Marktanreizprogramme stark zunehmen und den Absatz von energieeffizienten Mini-BHKW im Biogasbereich in eine echte Erfolgsgeschichte verwandeln. Die Auswirkungen der <a title="Einstufung von Gülle als Abfall für Biogasanlagen?" href="http://www.biomasse-nutzung.de/gulle-abfall-biogasanlage/">Gülle-Abfall-Debatte</a> klammere ich an dieser Stelle mal bewusst aus.</p>
<p>Ich rechne aber trotzdem mit einer starken Zunahme von Mini-BHKW im Biogassektor in den Jahren 2012 und 2013, allerdings wird die Entwicklung weniger dynamisch ausfallen als mit einem parallel greifenden MAP für Mini-KWK. Die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung und die Wiederaufnahme des MAP werden zur Freude vieler KWK-Befürworter aktuell wieder diskutiert.</p>
<p>Haben Sie Erfahrungen mit einem der aufgelisteten Biogas-BHKW-Hersteller gesammelt oder können sogar eine Empfehlung abgegeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Vielen Dank.</p>
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		<title>Steigende Heizölpreise und die Alternativen</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 06:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lea Münzenberg</dc:creator>
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		<category><![CDATA[12. Wärmenutzung]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Artikel ist ein Gastartikel von Lea Münzenberg zur Biomasse als alternativer Energiequelle bei steigenden Heizölpreisen. Jedes Jahr ergibt sich in vielen Haushalten in Deutschland das gleiche Bild: Ein Blick auf die Heizölrechnung und die Stimmung sinkt. Seit Jahren sorgt der steigende Heizölpreis vielerorts für lange Gesichter, schließlich ist die Preisentwicklung in diesem Jahrzehnt fast konstant geblieben und hat sich nur in eine Richtung bewegt: Nach Norden. Besonders in den [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Dieser Artikel ist ein Gastartikel von Lea Münzenberg zur Biomasse als alternativer Energiequelle bei steigenden Heizölpreisen.</em></p>
<p>Jedes Jahr ergibt sich in vielen Haushalten in Deutschland das gleiche Bild: Ein Blick auf die Heizölrechnung und die Stimmung sinkt.<br />
Seit Jahren sorgt <a href="http://www.wallstreet-online.de/rohstoffe/heizoel">der steigende Heizölpreis</a> vielerorts für lange Gesichter, schließlich ist die Preisentwicklung in diesem Jahrzehnt fast konstant geblieben und hat sich nur in eine Richtung bewegt: Nach Norden.<br />
Besonders in den kalten Herbst- und Wintermonaten, wenn die Nachfrage nach <strong>Heizöl</strong> ganz besonders steigt, ziehen auch die Preise an.<br />
Eine Möglichkeit, sich dieser Preispolitik ein wenig zu entziehen und die Heizöltanks zu günstigeren Konditionen aufzufüllen, ist ein antizyklisches Kaufverhalten: Wer sein Heizöl im Sommer kauft, wenn die Nachfrage folgerichtig geringer ist, kommt meist zu günstigeren Preisen an das Öl.<br />
Doch es gibt auch Alternativen.</p>
<h2>Erneuerbare Wärme aus Biomasse</h2>
<p>Zwar wird ein Großteil aller Heizungen in Deutschland nach wie vor mit Heizöl betrieben, dennoch gibt es seit geraumer Zeit Ansätze und Ideen, mit alternativen Ressourcen heizen zu können. Im Mittelpunkt des ökologischen Interesses steht dabei vor allem die Nutzung von Biomasse. So hat sich die Biogasbranche bspw. in den letzten Jahren in Deutschland hervorragend entwickelt und die Anzahl der Biogasanlagen hat um etwa 40% zugenommen. Nicht nur in der Kraftstoff- oder Stromproduktion, auch in der Gewinnung von erneuerbarer Wärme spielt Biomasse eine große Rolle. Nicht nur in Deutschland, auch in den europäischen Nachbarstaaten ist dieses Thema seit geraumer Zeit auf der Rechnung: So wurde im Vereinigten Königreich kürzlich der Start des 1 Mrd. Euro umfassenden <a title="Förderung von erneuerbarer Wärme aus Biomasse" href="http://www.biomasse-nutzung.de/rhi-erneuerbare-warme-biomasse-england/">Renewable Hat Incentive Programms</a> bekannt gegeben, im Rahmen dessen die Erzeugungskapazitäten für die Gewinnung von erneuerbarer Energie aus Biomasse aufgestockt und die Förderung von produzierter Wärme aus erneuerbaren Energiequellen für 20 Jahre garantiert wird.</p>
<h2>Ökologische und Ökonomische Vorteile</h2>
<p>Der ökologische Vorteil von erneuerbaren Energien in der Heizungstechnik liegt auf der Hand: Keine verknappenden Rohstoffe mehr, kein Raubbau an der Natur. Der ökonomische Vorteil besteht als Konsequenz daraus darin, dass das Preisniveau nach gängigen marktwirtschaftlichen Regeln mehr oder weniger stabil bleiben sollte, da keine Ressourcenknappheit die Preise in die Höhe treibt. Wer sich also aus einem ökologischem Bewusstsein heraus und natürlich auch unter dem Gesichtspunkt finanzieller Interessen für erneuerbare Energien interessiert, der findet eine Menge Informationen zu diesem Thema im Internet. In jedem Fall handelt es sich dabei um eine Entwicklung für die Zukunft.</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Stärkung von erneuerbarer Wärme aus Biomasse durch Renewable Heat Incentive (RHI) in England</title>
		<link>http://www.biomasse-nutzung.de/rhi-erneuerbare-warme-biomasse-england/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 08:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[02. Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[03. Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[04. Wirtschaft und Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[06. Politik und Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[11. Biomasse für Anlagenbetreiber]]></category>
		<category><![CDATA[12. Wärmenutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Holz]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Gewinnung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energiequellen ist neben der Stromproduktion das wichtigste Standbein für die Umstellung auf eine erneuerbare Energieversorgung. Biomasse nimmt bei der erneuerbaren Wärmeerzeugung traditionell den Löwenanteil ein. Nach langem Hin-und-Her wurde nun der Start des 1 Mrd. Euro umfassenden Renewable Heat Incentive (RHI) Programms im United Kingdom bekannt gegeben. Wie wird die Stärkung der Wärmeerzeugung aus Biomasse bei unseren britischen Partnern vorangetrieben und was [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/rhi-erneuerbare-warme-biomasse-england/" title="Permanent link to Stärkung von erneuerbarer Wärme aus Biomasse durch Renewable Heat Incentive (RHI) in England"><img class="post_image aligncenter remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Gewinnung-von-Wärme-und-Kälte-aus-Biomasse.jpg" width="366" height="245" alt="Bild zum Artikel über RHI Programm für erneuerbare Wärme und Kälte in England" /></a>
</p><p>Die Gewinnung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energiequellen ist neben der Stromproduktion das wichtigste Standbein für die Umstellung auf eine erneuerbare Energieversorgung. Biomasse nimmt bei der erneuerbaren Wärmeerzeugung traditionell den Löwenanteil ein. Nach langem Hin-und-Her wurde nun der Start des 1 Mrd. Euro umfassenden Renewable Heat Incentive (RHI) Programms im United Kingdom bekannt gegeben. Wie wird die Stärkung der Wärmeerzeugung aus Biomasse bei unseren britischen Partnern vorangetrieben und was können wir für unser EEWärmeG und Marktanreizprogramm daraus lernen?</p>
<p>Der Start der Renewable Heat Incentive wurde mehrmals verschoben und durch ein zähes Ringen um die besten Förderbedingungen für verschiedene Technologien begleitet. Nun wurde der Start der RHI in England für den November bekannt gegeben. In einem früheren Artikel wurde bereits ein Einblick in die <a title="Biomasse Biokraftstoffe und Biogas in Großbritannien" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biokraftstoff-biomasse-biogas-england/">Biomasse-Strategie Großbritanniens</a> gegeben.<a href="../biokraftstoff-biomasse-biogas-england/"></a></p>
<h2>Was ist die Renewable Heat Incentive (RHI)?</h2>
<p>Die britische Regierung möchte mit dem Renewable Heat Incentive Programm Investitionen in Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Wärme auslösen. Mit einer Fördersumme von £ 860 Millionen wird dabei nicht gekleckert sondern geklotzt.</p>
<p>Das Besondere am englischen RHI ist, dass die Förderung nach einem Einspeisemodell ähnlich dem deutschen EEG zur Stromproduktion vorgenommen wird und England mit diesem System eine Vorreiterrolle für die Förderung erneuerbarer Wärme in Europa übernimmt.</p>
<p>Die Förderung von produzierter Wärme aus erneuerbaren Energiequellen wird dabei für 20 Jahre garantiert. Die jährlich erfolgenden Auszahlungen sollen Investitionen in Technologien und Anlagen zur Produktion von Wärme aus Biomasse anregen und zur Amortisation von getätigten Investitionen nach 5 – 10 Jahren beitragen.</p>
<p>Sowohl die direkte Erzeugung von Wärme als auch die Bereitstellung von Heißwasser soll durch das Anreizprogramm unterstützt werden.</p>
<p>Hier finden Sie eine umfassende Broschüre zu der <a rel="attachment wp-att-5156" href="http://www.biomasse-nutzung.de/rhi-erneuerbare-warme-biomasse-england/download-renewable-heat-incentive-rhi-des-decc/">Renewable Heat Incentive (RHI)</a> des Department of Energy and Climate Change (DECC) in England. Auf Seite 43 – 51 werden die Rahmenbedingungen der RHI für die Bioenergie beschrieben.</p>
<h2>Unterstützung vor allem für kleine Biomasseheizkraftwerke durch RHI?</h2>
<p>In der ersten Phase des RHI werden aus dem Bereich der Bioenergie folgende Wärmetechnologien gefördert:</p>
<ul>
<li>Biomasseheizkessel für die Holzverbrennung</li>
<li>Verbrennung von Biomethan mit Kraft-Wärme-Kopplung</li>
</ul>
<p>Es ist also sowohl die Nutzung von festen, als auch flüssigen Bioenergieträgern möglich, um eine Förderung nach der RHI zu erhalten.</p>
<div id="attachment_5160" class="wp-caption aligncenter" style="width: 496px">
	<a rel="attachment wp-att-5160" href="http://www.biomasse-nutzung.de/rhi-erneuerbare-warme-biomasse-england/rhi-einspeisetarife-fur-warme-aus-biomasse-in-england/"><img class="size-full wp-image-5160" title="RHI Einspeisetarife für Wärme aus Biomasse in England" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/RHI-Einspeisetarife-für-Wärme-aus-Biomasse-in-England.gif" alt="Tabelle zu RHI-Fördersätzen für Wärme aus Biomasse in England" width="496" height="289" /></a>
	<p class="wp-caption-text">RHI-Fördersätze für erneuerbare Wärme in England</p>
</div>
<p>Leider wurde die Förderhöhe für Biomasseheizkraftwerke über 1 MW von den ursprünglich im März vereinbarten 2.7 Pence/ Kilowattstunde auf nun 1 p/ kWh reduziert. Diese drastische Kürzung bei den großen Biomasseheizkraftwerken ist den Worten von Paul Thompson (Renewable Energy Agency &#8211; REA) zur Folge für viele Vertreter aus der Industrie ein Schock gewesen.</p>
<p>Eine Kürzung um 60% bezogen auf die Angaben aus der ersten Jahreshälfte 2011 ist für viele Investoren für große Biomasseheizkraftwerke ein schwer zu kompensierender Rückschlag. Das sich die Gesamtfördersumme von 860 Millionen £ nicht verändert hat, kann man diese Umverteilung auch als Maßnahme zur besonderen Förderung von dezentralen und kleinen Wärmeanlage betrachten.</p>
<p>Die ursprünglich angestrebte höhere Förderung von 2.7 p/ kWh für Biomasseheizkessel mit einer Leistung über 1 MW war der Hauptgrund dafür, warum der Start der RHI nicht früher bewilligt und mehrmals verschoben werden musste. Der Einwand gegen diese hohen finanziellen Mittel für große Biomasseheizkraftwerke stammte hauptsächlich von der Europäischen Kommission.</p>
<p>Weiterhin ist bis zum Beginn von Phase II des RHI im kommenden Herbst der Erhalt einer einmaligen Zahlung für die Neuanschaffung von Wärmetechnologien möglich. Diese Förderung beläuft sich, abhängig von der Technologie, auf eine Summe von etwa 1.000 Euro pro Anlage und wird als Renewable Heat Premium Payment (RHPP) geführt.</p>
<p>Weiterführende Informationen zur Renewable Heat Incentive finden Sie auf der <a title="Internetseite IHT" href="http://www.icax.co.uk/Renewable_Heat_Incentive.html" target="_blank">Internetseite des Interseasonal Heat Transfer</a> (IHT).</p>
<div id="attachment_5227" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px">
	<img class="size-full wp-image-5227 " title="Erneuerbare Wärme aus Biomasse in Deutschland 2010" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Erneuerbare-Wärme-aus-Biomasse-in-Deutschland-2010.jpg" alt="Grafik zum Anteil von Biomasse bei Wärmeerzeugung in Deutschland" width="430" height="318" />
	<p class="wp-caption-text">Feste Biomasse als wichtigster erneuerbarer Wärmelieferant</p>
</div>
<h2>Weiterentwicklung des EEWärmeG und des Marktanreizprogramms in Deutschland</h2>
<p>In Deutschland gibt es zwar bereits ein Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG), welches aber vor allem <span style="text-decoration: underline;">die Nutzung</span> von erneuerbarer Wärme/ Kälte unterstützt. Für einen höheren Anteil an erneuerbarer Wärme beim Verbrauch in Deutschland, ist aber auch die finanzielle Förderung <span style="text-decoration: underline;">der Produktion</span> erneuerbarer Wärme ein wichtiger Schritt.</p>
<p>Die großen Erfolge bei der erneuerbaren Stromproduktion basieren vor allem auf der direkten Förderung von Anlagenbetreibern (Biogas-, Windkraft-, Photovoltaikanlagen etc.), welche dank der Einspeisetarife des EEG die vorhandenen Grünstrom-Kapazitäten im deutschen Stromnetz erst ermöglicht haben. Bei der Förderung von erneuerbarer Wärme gibt es in Deutschland erste  gute Ansätze, aber auch noch viel Potential. Bisher vorhanden ist das Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG) mit dem integrierten Marktanreizprogramm (MAP).</p>
<p>Das EEWärmeG basiert auf einem Landesgesetz in Baden-Württemberg, welches im Januar 2008 in Kraft getreten ist. Entsprechend dem EEWärmeG des Bundes, welches 1 Jahr später am 1.Januar 2009 in Kraft getreten ist, sollen bis zum Jahr 2020 mindestens 14% des Wärme- und Kältebedarfs von Gebäuden (Neubauten!) durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Dieses Ziel soll durch eine ausgeschriebene Nutzungspflicht für Häuserbauer und nicht durch einen Einspeisetarif für Wärmeproduzenten erreicht werden.</p>
<p>Das EEWärmeG sieht hierbei auch Zahlungen für Investitionen in entsprechende Anlagen zur Erhöhung des Anteils an erneuerbarer Wärme vor. Dazu enthält das EEWärmeG in den §§13 &#8211; 14 ein Marktanreizprogramm für finanzielle Fördermittel von bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr. Die Fördergelder für Pelletkessel oder Wärmepumpen gelten hierbei zunächst nur bis Ende 2012!</p>
<p>Im Bereich der Bioenergie kann der Eigentümer des Gebäudes dabei sowohl auf feste, flüssige, als auch gasförmige Bioenergieträger zurückgreifen, die mindestens 50% des Gesamtenergieverbrauchs ausmachen müssen.</p>
<p>Im Jahr 2010 wurde das Marktanreizprogramm dann sogar kurzfristig gestoppt, um den unvorhersehbaren Belastungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zu begegnen. Lesen Sie hierzu auch den Artikel „<a title="Kürzung des Marktanreizprogramms für erneuerbare Wärme" href="http://www.biomasse-nutzung.de/gefahrdung-des-marktanreizprogramms-fur-erneuerbare-biowarme/">Gefährdung des Marktanreizprogramms für erneuerbare Wärme</a>“.</p>
<h2>Gutes Beispiel für die Förderung der Bioenergie als Wärmelieferant in Europa?</h2>
<p>Deutschland ist bei der Förderung von erneuerbarem Strom ein Paradebeispiel und hat sich mit dem, unter ökonomischen Gesichtspunkten, ziemlich mutigen Schritt zum Atomausstieg auch selbst unter Druck gesetzt die Energiewende voranzutreiben. Bei der konsequenten Förderung der Nutzung von erneuerbarer Wärme können wir aber spätestens seit der Renewable Heat Incentive viel von den Briten lernen und uns von Ihrem positiven Beispiel inspirieren lassen. Umgekehrt haben es die Briten im Stromsektor auch getan und vom deutschen <a title="Historie des Erneuerbaren Energie Gesetzes" href="http://www.biomasse-nutzung.de/geschichte-des-eeg-film-eeg-novelle-2011-bioenergie/">EEG</a> gelernt.</p>
<p>Dabei würden nicht nur die großen Energieversorger von der Einführung eines ähnlichen Gesetzes zur Förderung der erneuerbaren Wärme profitieren. Ein Unternehmen wie die Vattenfall AG, welches mit einer engagierten <a title="Biomasse Strategie der Vattenfall AG" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kritische-betrachtung-der-engagierten-biomasse-strategie-der-vattenfall-europe-ag-fur-berlin/">Biomasse-Strategie (siehe Artikel)</a> angetreten ist, könnte die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Biomasse aber durch ein solches Gesetz wahrscheinlich noch beschleunigen.</p>
<p>Können sich also andere Länder in Europa bei der Förderung der erneuerbaren Wärme ein Beispiel an Großbritannien nehmen? Die Erfahrungen mit Eispeisetarifen sind zumindest im Stromsektor sehr erfolgreich gewesen. Ich persönlich würde Gespräche für die Einführung eines Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes mit Einspeisetarif (!) jedenfalls sehr begrüßen und unterstützen.</p>
<p>Was denken Sie, sollten wir unser erfolgreiches Vergütungsmodell für Strom, nach den Vorgaben des EEG, auch auf den Wärmesektor übertragen?</p>
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		<title>Anbieter von Ökogas aus Biomasse auf dem Vormarsch</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 05:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[02. Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[04. Wirtschaft und Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[06. Politik und Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[10. Biomasse für Quereinsteiger]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutschland verbraucht aktuell etwa 630 Milliarden kWh Strom und etwa 930 Milliarden kWh Gas pro Jahr. Trotzdem konzentrieren wir uns bei der Energiewende und dem Klimaschutz hauptsächlich auf die regenerative Anpassung unserer Stromquellen. Anbieter von Ökogas wollen dieses Defizit aufheben und sind dabei immer erfolgreicher. Nicht nur Ökostrom, sondern zunehmend auch Ökogas wird von Haushalten und Unternehmen in Deutschland stärker nachgefragt. Der Artikel liefert außerdem eine Übersicht über aktuelle Anbieter [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/anbieter-okogas-bioerdgas-tarife/" title="Permanent link to Anbieter von Ökogas aus Biomasse auf dem Vormarsch"><img class="post_image aligncenter remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Image-zu-Artikel-Anbieter-von-Ökogas-Tarifen.jpg" width="338" height="265" alt="Anbieter Ökogas Tarife Wechsel " /></a>
</p><p style="text-align: left;">Deutschland verbraucht aktuell etwa 630 Milliarden kWh Strom und etwa 930 Milliarden kWh Gas pro Jahr. Trotzdem konzentrieren wir uns bei der Energiewende und dem Klimaschutz hauptsächlich auf die regenerative Anpassung unserer Stromquellen. Anbieter von Ökogas wollen dieses Defizit aufheben und sind dabei immer erfolgreicher. Nicht nur Ökostrom, sondern zunehmend auch Ökogas wird von Haushalten und Unternehmen in Deutschland stärker nachgefragt. Der Artikel liefert außerdem eine Übersicht über aktuelle Anbieter und Tarife von Ökogas.</p>
<h2>Klimaschutz mit Ökostrom UND Ökogas</h2>
<p>Wenn Privathaushalte und Unternehmen zum Klimaschutz beitragen möchten, können Sie über die Auswahl ihres Strom- und Gastarifs Einfluss auf die Zusammensetzung und die CO2-Bilanz ihres Strom- beziehungsweise Gasverbrauchs nehmen.</p>
<p>Das kann, muss aber nicht, durch einen Wechsel zu einem neuen Anbieter geschehen. Häufig bieten aber mittlerweile auch die etablierten Energieversorger Strom- und Gastarife mit dem gewünschten Anteil an klimaschonender Energie an.</p>
<p>Beim Strom ist der Tarif- oder Anbieterwechsel hierbei deutlich einfacher als beim Gas, da die produzierten Mengen an regenerativem Strom viel höher sind, als die Mengen an verfügbarem Ökogas.  Allgemein ist aber der Gasanbieterwechsel in Deutschland seit 2006 bundesweit möglich.</p>
<p>Dank der zunehmenden Aufbereitung von Biogas zu Bioerdgas (siehe Artikel <a title="Vorteile von Bioerdgas und Ökogas" href="http://www.biomasse-nutzung.de/bioerdgas-biomethan-vorteile/">„Bioerdgas – Evolution der Bioenergie“</a>) und der Einspeisung ins Erdgasnetz erweitert die Bioenergie ihre Einsatzmöglichkeiten und kann zusätzlich einen ihrer wichtigsten Trümpfe ausspielen. Biomasse ist aktuell die einzige Rohstoffquelle für regeneratives Gas!</p>
<p>Es gibt Konzepte für weitere Formen von Ökogas (Power to Gas, Windgas, regenerativer Wasserstoff), welche sich aber häufig noch in frühen Stadien der Entwicklung befinden.</p>
<h2>Was ist Ökogas?</h2>
<p>Der Begriff Ökogas ist meines Wissens keine rechtlich geschützte Bezeichnung und gehört zu den vielen Wortneubildungen welche die Energiewirtschaft in den vergangenen Jahren geprägt haben.</p>
<p>Die Bezeichnung als „Ökogas“ sagt dabei nichts über die Herkunft des Gases aus, sondern über die Klimabilanz des bezogenen Energieprodukts. Deshalb muss es sich bei einem Ökogas auch nicht zwangsweise um Biogas, beziehungsweise Bioerdgas handeln, wie ich anfangs angenommen habe. Der überwiegende Teil an echtem „Ökogas“ wird aber zumindest in naher Zukunft wahrscheinlich auf Biomasse als Rohstoff basieren! Sehen Sie hierzu auch den Artikel über die <a title="Einspeisung von Biomethan Bioerdgas oder Ökogas" href="http://www.biomasse-nutzung.de/5-ansatze-zur-erhohung-der-biomethaneinspeisung/">Einspeiseziele der Bundesregierung für Biomethan</a>.</p>
<p>Jede Form von Ökogas ist vor allem eines: CO2-neutral!</p>
<p>Einige Anbieter können den Ökogas-Tarif auch deshalb anbieten, weil sie Emissionszertifikate kaufen, welche die Kohlenstoffdioxid-Freisetzung des verwendeten fossilen Erdgases ausgleichen und auf diesem Wege die CO2-Neutralität garantiert werden kann. Wenn diese Form von Ökogas angeboten wird, ist häufig die Rede von einem „Klimatarif“.</p>
<p>Erdgas hat unter den fossilen Energieträgern schon eine vergleichsweise gute CO2-Bilanz und gewinnt nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie wahrscheinlich wieder an Bedeutung. Durch die zusätzliche Hinzunahme von Bioerdgas wird die Klimabilanz der Gasversorgung noch weiter verbessert.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit einen Ökogas-Tarif anzubieten ist die parallele Unterstützung von Klimaprojekten in Ländern die nicht im Anhang B des Kyoto-Protokolls von 1997 aufgeführt und somit nicht zu Kohlenstoffdioxideinsparungen verpflichtet sind. Für diesen Klimatarif wird ebenfalls fossiles Erdgas verwendet, wobei die überschüssige Menge Kohlenstoffdioxid, die zur C02-Neutralität fehlt, an anderen Orten der Welt eingespart wird. Das Verfahren eines solchen <a title="Wikipedia-Artikel über Clean Development Mechanism" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Clean_Development_Mechanism" target="_blank">Clean Development Mechanism (CDM)</a> Projekts können Sie im entsprechenden Artikel der Wikipedia nachlesen.</p>
<p>Ökogas ist also nicht gleich Ökogas, aber es ist immer CO2-neutral und trägt somit zum Klimaschutz bei.</p>
<div id="attachment_4984" class="wp-caption aligncenter" style="width: 286px">
	<img class="size-full wp-image-4984" title="Heizen mit Ökogas Tarif und Anbieter" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Heizen-mit-Ökogas-Tarif-und-Anbieter.jpg" alt="Heizung Ökogas " width="286" height="205" />
	<p class="wp-caption-text">Heizen mit Ökogas aus Biomasse</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Anbieter von Ökogas und Ökogas-Tarifen</h2>
<p>Die gute Nachricht ist, dass es mittlerweile zahlreiche Anbieter gibt, die ein Gasprodukt mit einem Bioerdgasanteil von 5-10% anbieten. Die schlechte Nachricht ist, dass ich diese auf Grund ihrer Fülle hier nicht alle nennen möchte. Deshalb werde ich an dieser Stelle ausschließlich die Anbieter und Tarife nennen, welche ein 100%iges Ökogas („Klimatarif“) im Angebot haben oder über einen Gas-Tarif verfügen, der einen Biogasanteil von mindestens 30% enthält.</p>
<p>Stand ist der Oktober 2011. Sollte ich einen Ökogas-Anbieter in der Aufzählung vergessen haben, kann dieser gerne in einem Kommentar angefügt werden.</p>
<ol>
<li><a title="Ökogas-Tarif von Naturstrom mit 100% Bioerdgas" href="https://www.naturstrom.de/unser-gas/privatkunden/unser-angebot/" target="_blank">Naturstrom</a> | Tarif mit 100%igem Biogasanteil vorhanden</li>
<li><a title="Ökogas-Tarif vom Anbieter Erdgas Schwaben" href="http://www.erdgas-schwaben.de/privatkunden/unsere-leistungen/schwaben-preis-bio-100" target="_blank">Erdgas Schwaben</a> | Tarif mit 100%igem Bioerdgas angeboten</li>
<li><a title="Ökogas Tarif vom Anbieter BayWa" href="http://www.baywa-oekoenergie.de/oekogas/die_vorteile/" target="_blank">BayWa | Ökogas Bioflex 100</a> |100%iger Bioerdgas-Tarif</li>
<li><a title="Ökogas Tarif vom Anbieter ecoSWITCH" href="http://www.ecoswitch.de/ecoswitch-ag/privatkunden/erdgas.html" target="_blank">ecoSWITCH | eco RegioBioGas30 Plus</a> | 30%iger Biogasanteil</li>
<li><a title="Ökogas vom Anbieter 1-2-3energie" href="http://www.123energie.de/123oekogas.htm" target="_blank">1-2-3energie | preiswertes 123ökogas</a> (Preis: 5.43 Cent/ kWh) | Klimatarif</li>
<li><a title="Ökogas Tarif vom Anbieter SW Wedel" href="http://www.sw-wedel.de/cms/Presse/Aktuelles_/Stadtwerke_Wedel_handeln_Oekoguer_Wedel__4871.html" target="_blank">SW Wedel</a> | 100% Ökogas in der Grundversorgung | Klimatarif</li>
<li><a title="Ökogas Tarif vom Anbieter ENTEGA" href="http://www.entega.de/de/produkte-und-service/erdgas/px/nbe/qx/ze0x07/#/de/produkte-und-service/erdgas/naturbalance-erdgas-fix-ii/" target="_blank">ENTEGA NATURAbalance Erdgas fix II</a> | Klimatarif</li>
<li><a title="Ökogas Tarif vom Anbieter E wie Einfach" href="http://www.e-wie-einfach.de/privatkunden/gas/meinklimatarif/details.html" target="_blank">E wie Einfach</a> | MeinKlimaTarif | Klimatarif</li>
<li><a title="Ökogas Tarif vom Anbieter Eprimo" href="http://www.eprimo.de/neuer-kunde/gas/#unser_%EF%BF%BDko-gas" target="_blank">Eprimo | eprimoÖko-Gas</a> | Klimatarif</li>
<li><a title="Ökogas Tarif vom Anbieter Optimalgrün" href="http://www.optimalgruen.de/charity-oekogas/charity-oekogas.php" target="_blank">OptimalGrün</a> | Klimatarif</li>
</ol>
<h2>Konkurrenz um die geringen Mengen Bioerdgas</h2>
<p>Die Mengen an verfügbarem Bioerdgas sind aktuell noch relativ gering und wir sind noch weit von dem Einspeiseziel für 2020 von 6 Milliarden m3 Bioerdgas im Jahr entfernt. Lesen Sie hierzu auch den Artikel über <a title="Hemmnisse der Biomethan und Ökogas Einspeisung" href="http://www.biomasse-nutzung.de/konflikte-beim-einspeisen-von-bioerdgas-ins-erdgasnetz/">Hemmnisse der Biomethaneinspeisung</a>.</p>
<p>Ich vermute, dass auf Grund der geringen verfügbaren Mengen auch die Werbetrommel für das interessante Energieprodukt Ökogas noch nicht so stark gerührt/ geschlagen wird und die Nachfrage bei den Verbrauchern verglichen mit Ökostrom-Tarifen vergleichsweise gering ist.</p>
<p>Sobald die Erzeugungskapazitäten für Bioerdgas oder Ökogas allgemein erhöht worden sind, wird die Ökogas-Nachfrage vermutlich auch nachziehen. Über den Erfolg von Ökogas wird aber letztlich auch die Höhe der Kostendifferenz entscheiden, die im Vergleich zu bisherigen Gasprodukten vom Verbraucher zusätzlich bezahlt werden muss.</p>
<h2>Tarifwechsel oder Anbieterwechsel für mehr Ökogas?</h2>
<p>Ob man für den persönlichen Beitrag zum Klimaschutz, durch die Verwendung von CO2-neutralem Ökogas, einen Tarifwechsel oder einen Anbieterwechsel vornimmt, kann und muss letztlich jeder Verbraucher selbst entscheiden. Welcher Anbieter am besten ins eigene Energieportfolio passt, ist stark abhängig von den regional verfügbaren Angeboten der Gasversorger.</p>
<p>Außerdem spielen persönliche Präferenzen hier eine wichtige Rolle. Bevorzugt man eher die Dynamik und Frische von kleinen, regionalen und sehr spezialisierten Anbietern oder die Erfahrung und Stabilität eines etablierten Gasversorgers?</p>
<p>Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Klimaschutz und einer bewussten Auswahl Ihres Ökogasproduktes. Teilen Sie Ihre positiven, wie negativen Erfahrungen oder Fragen doch mit den anderen Lesern und schreiben Sie einen Kommentar! Vielen Dank.<br />
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		<title>Erste Biomassebörse Europas öffnet in Rotterdam und wird Biomassehandel beleben</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 08:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[03. Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[04. Wirtschaft und Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[07. Landwirtschaft und Energiequellen]]></category>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biomasse-borse-rotterdam-handel/" title="Permanent link to Erste Biomassebörse Europas öffnet in Rotterdam und wird Biomassehandel beleben"><img class="post_image aligncenter remove_bottom_margin frame" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Hackschnitzel-Biomassebörse-Rotterdam1.jpg" width="300" height="200" alt="Biomasse Börse Rotterdam Hackschnitzel Lager" /></a>
</p><p>Die Nachfrage nach Biomasse als erneuerbarem Rohstoff hat wegen verschärften Anforderungen an den Klimaschutz in den vergangenen Jahren  weiter zugenommen. Vor allem holzartige Biomasse wird als Brennstoff für Kraftwerke verstärkt nachgefragt. Um mehr System in den Handel von Biomasse zu bringen, wird am 3. November die erste Biomassebörse Europas in Rotterdam eröffnen. Welche Möglichkeiten bietet die Biomassebörse und was bedeutet sie für den Biomassehandel?</p>
<h2>Handelsmöglichkeiten an der Biomassebörse in Rotterdam</h2>
<p>Die Biomassebörse in Rotterdam ist ein Gemeinschaftsprojekt der Strom- und Gasbörse APX-Endex und dem größten Hafen Europas in Rotterdam.</p>
<p>Der Aufbau der Biomassebörse und der Handel von Biomasse soll in 2 Phasen entwickelt werden. In der ersten Phase wird es ausschließlich die Möglichkeit zum direkten Handel von Biomasse zwischen 2 Parteien (Käufer und Verkäufer) geben, bei dem die Biomasse unter transparenten Bedingungen den Besitzer wechseln kann.</p>
<p>In der zweiten Phase, die 2012 anlaufen soll, werden durch die Biomassebörse noch weitere Rahmenbedingungen („clearing services“) zur Verfügung gestellt, um einen problemlosen Biomasse-Handel zwischen mehreren Vertragsparteien zu gewährleisten. Wie die APX-Endex mitteilte, sollen Handelsverträge für den Zeitraum von 3 Monaten, 3 Quartalen und 3 Kalenderjahren abgeschlossen werden können.</p>
<h2>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_4874" class="wp-caption aligncenter" style="width: 464px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Preisentwicklung-Holzhackschnitzel-2008-2011.jpg"><img class="size-full wp-image-4874 " title="Preisentwicklung Holzhackschnitzel 2008 - 2011" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/uploads/Preisentwicklung-Holzhackschnitzel-2008-2011.jpg" alt="Holzhackschnitzel Preise Biomasse Börse" width="454" height="272" /></a></dt>
<p class="wp-caption-dd">Preise für Holzhackschnitzel moderat gestiegen</p>
</dl>
</div>
</h2>
<h2>Holzhackschnitzel an der Biomassebörse hoch im Kurs</h2>
<p>An der neuen Biomassebörse, die in den Rotterdam Energy Port integriert ist, sollen hauptsächlich industrielle Holzhackschnitzel gehandelt werden. Ein Preisindex für industrielle Holzhackschnitzel wird von der APX-Endex bereits seit 3 Jahren erstellt.</p>
<p>Die Preisentwicklung von Hackschnitzeln in Deutschland zeigte in den vergangenen 3 Jahren einen Aufwärtstrend (siehe Grafik), welcher aber im direkten Vergleich mit den stark schwankenden Heizölpreisen als moderat bezeichnet werden kann. Holzhackschnitzel bleiben deshalb eine vergleichsweise preiswerte und wenig schwankende Quelle für die Strom- und Wärmeproduktion.</p>
<p>Das jährliche<a title="Globaler Handel mit Biomasse und Holzhackschnitzeln 2010" href="http://www.businessinsider.com/global-trade-of-wood-chips-was-up-in-2010-after-sharp-decline-in-2009-2011-3" target="_blank"> Handelsvolumen von Holzhackschnitzeln</a> ist den Angaben von Hakan Ekstrom, Präsident von Wood Resources International, zwischen 2002 und 2008 um jeweils 5% gestiegen. Im Jahr 2010 wurde mit einem Anstieg um 25% auf etwa 35 Millionen Tonnen an gehandelten Holzhackschnitzeln ein weltweites Allzeithoch verzeichnet. Dieser rasante Anstieg wird vor allem auf die große Nachfrage nach Hackschnitzeln in China zurückgeführt.</p>
<p>Bei weiterem Interesse können Sie hier einen interessanten Artikel (in Englisch) über die <a title="Biomasse- und Holzhandel in Europa" href="http://www.globalwood.org/market/timber_prices_2009/aaw20110201e.htm" target="_blank">Entwicklung des europäischen Holzmarktes</a> im Jahr 2010 lesen, der auf globalwood.org veröffentlicht wurde.</p>
<h2>Abnehmer von Biomasse an der Börse</h2>
<p>Die wachsende Nachfrage nach holzartiger Biomasse in Europa ist hauptsächlich auf die starke Nachfrage nach Energieholz zurückzuführen. Dieser Trend ist wiederum eine Reaktion auf die politischen Bemühungen Europas aktiv zum Klimaschutz und zur Energiewende beizutragen.</p>
<p>Hierbei ist das Erreichen des „20-20-20-Ziels“ der Europäischen Union hervorzuheben. Demnach sollen bis zum Jahr 2020 folgende 3 Ziele umgesetzt werden:</p>
<ul>
<li>Senkung der Treibhausgasemissionen um 20%</li>
<li>20%iger Anteil an Erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch (Strom, Wärme, Verkehr)</li>
<li>Erhöhung der Energieeffizienz um 20%</li>
</ul>
<p>Die Abnehmer für die in Rotterdam gehandelten Holzhackschnitzel werden vor allem die großen Biomasseheizkraftwerke sein.</p>
<p>Zahlreiche Kraftwerke in der EU werden auf Biomasse umgestellt. Außerdem wird Biomasse mit Hilfe der Mitverbrennung („Co-Firing“) aktuell schon in Kohlekraftwerken als Brennstoff eingesetzt. Als Berliner kann ich den Wandel von fossilen zu regenerativen Brennstoffen dank der umfassenden <a title="Biomasse-Strategie und Biomassehandel der Vattenfall AG" href="http://www.biomasse-nutzung.de/kritische-betrachtung-der-engagierten-biomasse-strategie-der-vattenfall-europe-ag-fur-berlin/">Biomasse-Strategie der Vattenfall AG</a> hautnah miterleben.</p>
<p>Neben der energetischen Nutzung dürfte der Service der Biomassebörse aber auch für die stofflichen Nutzungspfade von Biomasse interessant sein. Als große Abnehmer denke ich an die zahlreichen Zellstofffabriken oder Spanplattenhersteller in der EU.</p>
<p>Mit Blick auf die nachhaltige Nutzung von Biomasse, sollte die stoffliche Nutzung von Biomasse sogar die erste Priorität, noch vor der energetischen Nutzung, einnehmen. Diese Kaskadennutzung unterstützt einen effizienten Einsatz des wertvollen Rohstoffs Biomasse. Siehe hierzu auch den Artikel zur <a title="Kaskadennutzung in der Biomasse-Strategie Brandenburgs" href="http://www.biomasse-nutzung.de/veroffentlichung-der-biomassestrategie-des-landes-brandenburg/">Biomasse-Strategie Brandenburgs</a>.</p>
<h2>Übersicht internationaler Biomassebörsen</h2>
<p>Von der APX-Endex wird die neu ins Leben gerufene Biomassebörse sogar als „erste der Welt“ beschrieben. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang anfügen, dass es die erste Biomassebörse ihrer Größe und mit internationaler Ausrichtung ist, da in Nordamerika bereits einige Konzepte für Biomassebörsen umgesetzt wurden.</p>
<p>Hier ein Überblick für Handelsplätze, die sich weltweit auf den Biomassehandel spezialisiert haben:</p>
<ul>
<li><a title="Minneapolis Biomasse Börse" href="https://www.mbioex.com/" target="_blank">Minneapolis Biomasse Börse</a> | USA</li>
<li><a title="Biomass Commodity Exchange Biomassebörse" href="http://www.biomasscommodityexchange.com/" target="_blank">Biomass Commodity Exchange</a> (BCEX) | UK</li>
<li><a title="North America Biomasse Börse" href="http://www.nabiomassexchange.com/home.html" target="_blank">North American Biomass Exchange</a> | USA</li>
<li><a title="Biomass eXchange Biomassebörse" href="http://www.biomassxchange.com/" target="_blank">Biomass eXchange LLC.</a> | USA</li>
<li><a title="Delaware Biomass Exchange Biomassebörse" href="http://www.biomasstrader.org/delaware/" target="_blank">Delaware Biomass Exchange</a> | USA</li>
</ul>
<p>Es bleibt abzuwarten, wie die Biomassebörse in Rotterdam angenommen und wie mit verschiedenen Qualitätsmerkmalen und Qualitätsansprüchen für Biomasse umgegangen wird. Außerdem hoffe ich, dass auch <a title="Nachhaltigkeitskriterien und Zertifizierung für Biomasse" href="http://www.biomasse-nutzung.de/sicherung-und-verbesserung-der-nachhaltigkeit-der-modernen-bioenergie/">Nachhaltigkeitskriterien</a> und die vorhandenen Zertifizierungssysteme (FSC, PEFC, ISCC etc.) beim Biomassehandel berücksichtigt werden.</p>
<p>Ich freue mich auf diese neue Dimension des internationalen Biomassehandels und drücke die Daumen für eine nachhaltige Entwicklung. Was denken Sie?<br />
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